Der Risikoaufschlag dient der Absicherung Ihres Kapitaleinsatzes und gibt die Höhe der erwarteten Renditeminderung durch die Ausgleichszahlungen in den Anleger-Pool sowie kalkulatorische Zinsverluste an. Der Risikoaufschlag hängt von Bonität, Zins und Laufzeit eines Kreditprojektes ab. Die untenstehende Tabelle zeigt die Höhe des erwarteten Risikoaufschlags für jede Bonität. Eine genauere Berechnung des Risikoaufschlags für Ihr Kreditprojekt liefert der Renditerechner.
| Schufa Bonität |
Durchschnittl. erwarteter Risikoaufschlag |
|
| 36 Monate | 60 Monate | |
| A | 0,5% | 0,4% |
| B | 1,2% | 1,0% |
| C | 1,8% | 1,5% |
| D | 2,2% | 1,9% |
| E | 2,9% | 2,4% |
| F | 3,8% | 3,2% |
| G | 5,7% | 4,8% |
| H | 8,5% | 7,2% |
Welchen Zweck erfüllt der Risikoaufschlag für den Anleger?
Der Kapitaleinsatz der Anleger ist über Anleger-Pools abgesichert. Es gibt einen Anleger-Pool für jede Bonität. Wenn sein Kredit ausfällt, erhält der Anleger einen Ausgleich für seinen
Kapitaleinsatz (Tilgungsanteil des Kredites) aus dem Anleger-Pool, allerdings keinen Ausgleich für die dann entfallenden Zinszahlungen.
Das bedeutet, dass alle Anleger eines Pools eine geringere Tilgung als 100 Prozent erhalten, unabhängig davon, ob ihr jeweiliger Kredit ausfällt, oder nicht, da der von der ausgefallenen Rate
betroffene Anleger durch andere unterstützt wird. Durch diese Reduktion der Tilgungszahlung sowie durch ggf. entfallene Zinsen verringert sich auch die Rendite der Geldanlage. Diese erwartete
Renditeminderung deckt der Risikoaufschlag ab und macht sie für den Anleger mit dem Renditerechner kalkulierbar.
Wie beeinflusst der Risikoaufschlag die Rendite?
Anleger können die durch mögliche Kreditausfälle in ihrem Anleger-Pool auftretende Reduktionen Ihres Kapitaleinsatzes sowie kalkulatorische Zinsausfälle mit Hilfe des Risikoaufschlags in
ihre Rendite mit einplanen. Falls ein Anleger z.B. bei einer Anlage von 500 Euro in der Bonität A bei einer Laufzeit von 60 Monaten eine Nettorendite von 4,5% erreichen möchte, sollte er 1% hinzu
addieren (0,4% für den Risikoaufschlag sowie 0,6% für die smava Gebühr). Darauf basierend würde er nur in Kreditprojekte investieren, die einen Zinssatz von mindestens 5,5% bieten (siehe Grafik Fall
1 - Renditeplanung).
Wenn so viele Kredite wie erwartet ausfallen, reduzieren die Ausgleichszahlungen in Anleger-Pool A60 die Rendite des Anlegers um 0,6%. Da er diese Reduktionen aber bereits als Risikoaufschlag eingeplant hat, stimmt die tatsächliche Nettorendite mit seiner Renditeerwartung von 4,5% überein (siehe Grafik Fall 1 - Tatsächliche Rendite).
Fallen im Anleger-Pool A60 weniger Kredite als erwartet aus, erhält der Anleger eine höhere Nettorendite (siehe Grafik Fall 2). Fallen mehr Kredite als erwartet aus, liegt die Nettorendite niedriger (siehe Grafik Fall 3).
Basis für die Berechnung des Risikoaufschlags sind die Ausfallrisiken, welche die SCHUFA basierend auf ihrer langjährigen Erfahrung in Kombination mit vorhandenen smava-Erfahrungen schätzt.
Wie hängt die Zahlungsquote mit dem Risikoaufschlag zusammen?