Geboren im tiefsten Osten, in der ehemaligen DDR, spielte Geld nie eine so große Rolle, da eh nie welches da war... Als ehemaliger Jugend-Multistar (Gedichte, Songs, Auftritte in Rundfunk und Fernsehen, Auftritte im Ausland)) und Vielberuflerin (Musikerin, Diplomchemikerin, Autorin, Performerin, Kreativ- und Persönlichkeitstrainerin bin ich nun seit 4 Jahren seßhaft geworden mit einer Schule für Musik & Talentförderung in Duisburg. Wir sind 15 Lehrer, auf die sich unsere rund 120 Schüler in den verschiedensten Fächern verteilen. Habe ein schönes Haus, sehr gut geeignet für eine solche Schule - kann es aber nicht erwerben, (noch), zahle eine hohe Miete. Habe wiederholt verhandelt, die Sparkasse will den Schätzwert überprüfen, nachdem der Besitzer und ich selbst in das Projekt investiert haben, ob dann eine Finanzierung möglich sein wird. Wir betreiben ab sofort unser eigenes Tonstudio, es gibt bereits die erste produzierte Newcomer-Band.
Als alleinstehende Frau und Mutter von zwei erwachsenen Kindern, die in Dresden ihre Existenz aufbauen, habe ich es mit meinem Projekt nicht leicht. Außerdem möchte ich wieder auf die Bühne - ich habe drei CDs produzeiert und über einhundert Songs geschrieben, die vor ein Publikum müssen. Auch das braucht Zeit und Geld. Diejenigen die mich kennen haben mich nicht in Ruhe gelassen, weiterzumachen. Ab Februar wird es wieder Auftritte geben.
Im Moment bin ich also eine Kredit-Suchende, denn die Einnahmen einer Musikschule kann man nicht sprunghaft und unbegrenzt steigern. Da müsste ich lieber Pornoartikel verkaufen. Und genauso werde ich von den Verwaltungen und Finanzinstituten behandelt: Als ein Geschäft. Es geht aber um kulturelle Bildung und musische Erziehung, um die Entwicklung von Persönlichkeiten, von künstlerischer Kreativität. Es gibt zwei Projekte außerhalb meiner Schule, an denen ich mitwirke: "Kultur und Schule" und "KuKiDu", in denen ich durch eine Honorarzahlung gefördert werde. Diese Arbeit ist sehr erfolgreich und gut honoriert in der Presse. Finanziell ist das anders. Man kann damit kein Geld verdienen.
Um meinen Traum zu verwirklichen, das Haus zu einem "Haus der Talente" in Duisburg zu entwickeln und auszubauen, brauche ich Geld: Für die Investitionen in das Geschäft, die dringend nötig sind und teilweise gezahlt werden müssen, und für den Erwerb der Immobilie. Außerdem für die Gründung und Ausgestaltung unseres gemeinnützigen Vereins zur Förderung der kulturellen Bildung und musischen Erziehung, den wir haben es satt, trotz unserer guten Arbeit - wir organisieren auch regelmäßig Auftritte mit unseren Schülern und Lehrern - wie Bettler von den Behörden und Banken behandelt zu werden. Deshalb bin ich hier bei smava, denn ich glaube an die gute Intention dieser Einrichtung, sinnvolle Projekte von Leuten zu unterstützen, die das aus eigener Kraft finanziell im Moment nicht schaffen würden.
Zum Abschluss die Bemerkung, dass ich die staatlichen sogenannten Fördermaßnahmen als Existenzgründerin zum Beginn des Jahrtausends in Anspruch nehmen durfte, an denen meine Unternehmensberater verdienten. (z.T. 800,- Nettohonorar für drei, vier Stunden Arbeit!) Nun, ich glaube an meine Zukunft als Künstlerin und Talentförderin. Vielleicht mit Hilfe von Smava.
Malen, Sport, Tanzen, Schreiben (Romane, Kurzgeschichten)