Es gibt insgesamt vier Hauptgründe, warum viele Camper auf einen Selbstausbau schwören:
- Der Ausbau erfolgt im Höchstmaß individualisiert, jedes Detail entspricht dem, was man sich wünscht.
- Durch den Ausbau lernt man an seinem Fahrzeug alles kennen – wichtig für Reparaturen oder Erweiterungen.
- Es fallen nur die reinen Materialkosten an – kein Handwerkerlohn. Außerdem bestimmt man selbst, was woher stammt.
- Der Ausbau kann Stück für Stück erfolgen, wodurch sich die Kostenfrage über einen längeren Zeitraum verteilen lässt.
Für nicht eben wenige Van-Life-Anhänger steht ein dermaßen individueller Camper auf einer deutlich höheren Stufe als ein Fahrzeug „von der Stange“ – selbst wenn es individuell durch Profis umgebaut wurde.
Ob sich das Ganze aber finanziell rechnet, hängt von zahlreichen Einzelfaktoren ab.
Finanziell sinnvoll ist es erfahrungsgemäß vor allem, wenn Sie…
- handwerklich erfahren oder wenigstens lernfähig sind;
- den Ausbau selbst als vergnüglichen Zeitvertreib bzw. Hobby ansehen;
- viele nötige Werkzeuge bereits besitzen oder kostenlos leihen können;
- den Umbau sowieso schrittweise über Monate oder gar Jahre angehen wollen;
- individuelle oder unkonventionelle Lösungen bevorzugen;
Je eher Sie jedoch einen Fokus auf Dinge wie Garantie bzw. Gewährleistung, Zeitersparnis oder eine professionelle Umsetzung legen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie mit einem professionellen Ausbau entspannter fahren – wenngleich teurer.
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Hinweis
Falls Sie noch gar keine Ahnung als Fahrzeugschrauber haben und auch nicht als Heimwerker zuhause, sollten Sie sich zumindest für die sicherheitsrelevanten Dinge wie Elektrik und Gas unbedingt fachlich begleiten lassen oder wenigstens die Umbauten professionell begutachten lassen. Eine mangelhaft verkabelte Camper-Elektrik beispielsweise kann trotz geringer 12-Volt-Spannung problemlos Brände verursachen.