Kosten: Oldtimer zwischen Freud und Leid

Neue Zündkerzen oder mal ein außerordentlicher Reifenwechsel? Kein Problem. Dazu noch kleine Roststellen im Kotflügelbereich entfernen und ein defektes Bremslicht austauschen? Verschmerzbar. Oben drauf noch eine neue Zylinderkolbendichtung und ein Satz neue Bremsscheiben? Für den einen oder anderen Oldtimer-Besitzer wird es nun allmählich schwierig.

Anfänger können sich vor ihrem ersten Oldtimer allerdings an ein paar Richtlinien orientieren, um zumindest am Anfang die größten Kostenfallen zu umgehen.

Lesen Sie im Folgenden:

  • Mit diesem Fahrzeug sollten „Oldtimer-Starter“ beginnen
  • Diese Kosten kommen auf Oldtimer-Besitzer zu

Erste Schritte mit bewährtem „Alltagsfahrzeug“ wagen

Auch wenn der Wagen nur in der Freizeit gefahren werden soll, macht es als „Oldtimer-Anfänger“ Sinn, sich zunächst auf ein Fahrzeug zu konzentrieren, dass problemlos auch noch den Alltagsbelastungen standhalten würde.

Hier sind zwei Dinge entscheidend: der Allgemeinzustand und die Ersatzteilversorgung.

Kosten Oldtimer: Allgemeinzustand

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Im Hinblick auf den Allgemeinzustand des Fahrzeugs ist es als „Anfänger“ sinnvoll, beim Kauf tendenziell etwas mehr zu investieren, um die Reparaturkosten gering zu halten – natürlich vorausgesetzt, dass dieses „Mehr“ auch dem Allgemeinzustand zugutekommt. Sich bei einem Fahrzeug mit vielen Mängeln Stück für Stück durchzuarbeiten, ist eher eine Sache für Fortgeschrittene.

Wenn man mehr Erfahrung hat und gut abschätzen kann, welche Probleme mit welchem Aufwand behoben werden können, kann man sich an ein ehrgeizigeres Projekt wagen. Sprich: An einen echten Klassiker, der womöglich einen höheren Reparatur- und/oder Restaurationsbedarf hat.

Zunächst heißt es allerdings „Foren checken“ und lesen, lesen, lesen. Bei welchen Automarken oder gar bei welchen konkreten Fahrzeugtypen ist mit einem geringen Reparaturaufwand zu rechnen? Welche Schwachstellen gibt es und wer kommt in näherer Umgebung für Reparaturarbeiten infrage?

Die Preise für Reparaturteile gelten zum Beispiel beim Jaguar XJ6 und beim Alfa Spider als vergleichsweise erträglich. Auch viele Mercedes-Modelle haben in Sachen Reparaturaufwand einen guten Ruf.

Kosten Oldtimer: Ersatzteilversorgung

Neben Kosten und Aufwand für Reparatur spielt auch die Bezugsmöglichkeit der Ersatzteile eine wichtige Rolle. Bei seltenen Fahrzeugen oder auch bei kleineren oder nicht mehr aktuellen Automarken ist es mitunter schwierig, das richtige Teil zu finden. Wer hier Pech hat, muss richtig tief in die Tasche greifen, was besonders bei eher kleinen Ausbesserungen ärgerlich ist.

Oldtimer Finanzierung: Diese Kosten sind unumgänglich

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Pauschal kann man natürlich nicht sagen, welche Kosten ein eigener Oldtimer verursacht. Dazu unterscheiden sich individueller Zustand und verschiedene Kostenfaktoren zu sehr. Um einige zentrale Kostenpunkte kommt allerdings kaum ein Oldtimer-Fahrer herum:

Oldtimer Kosten: Steuern und Versicherung

Die Kfz-Steuer für Oldtimer liegt schon seit längerer Zeit pauschal bei gut 191 Euro pro Jahr, wenn das Fahrzeug mit einem H-Kennzeichen ausgestattet ist.

Die Versicherungsbeträge sind wiederum stark abhängig vom Fahrzeug. Zunächst einmal kann man ganz grob mit den Kosten rechnen, mit denen auch bei modernen Alltagsfahrzeugen zu rechnen ist.

Einige besonders günstige Versicherungen geben eine maximale jährliche Fahrleistung von 5.000 Kilometern vor – ein Vergleich lohnt sich.

Bei ausgesprochen wertvollen Fahrzeugen können die Versicherungskosten auch mal vierstellig werden. Entscheidende Faktoren können hier z.B. Wert des Fahrzeugs (von einem Sachverständigen ermittelt) und Alter des Fahrzeugs sein.

Kosten Oldtimer: Reparaturen und Inspektionen

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Kleinere und größere Reparaturen sowie viele und regelmäßige Wartungsarbeiten gehören bei einem Oldtimer dazu. Und so spielt es bei den Kosten durchaus eine Rolle, ob man zu einer Werkstatt fährt, einen bekannten oder befreundeten Mechaniker zur Seite hat oder gar selbst zum Schraubenschlüssel greift.

Die Kosten für Verbrauchsmaterialien sowie Ersatzteile unterscheiden sich zu stark, als dass man hier auch nur eine grobe Richtung vorgeben kann.

Kosten Oldtimer: Stellplatz

In Deutschland dürfen Fahrzeuge, die nicht angemeldet sind, nicht im öffentlichen Raum abgestellt werden. Das heißt, dass ein unangemeldeter Oldtimer, der am Straßenrand oder auf einem öffentlich zugänglichen Parkplatz abgestellt ist, kostenpflichtig abgeschleppt wird.

Wer sein Fahrzeug also nicht das gesamte Jahr über fährt bzw. Saisonkennzeichen nutzt, muss sich um einen Stellplatz kümmern.

Wohl dem, der einen Platz auf dem eigenen Privatgrundstück hat. Alle anderen können sich entweder nach einer Mietgarage oder einem Mietstellplatz erkundigen. In der Regel sind die monatlichen Kosten hier in ländlicheren Regionen geringer als in städtischen Gebieten.

 

autokauf im auslandÜbrigens: Die Finanzierung eines Oldtimers (Kredit für Oldtimer) ist mit einer herkömmlichen Autofinanzierung möglich (z.B. einem Autokredit mit Schlussrate). Und für die vielen Kleinigkeiten, die immer wieder mal auftreten, eignet sich ein günstiger Sofortkredit.

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