Tipps Gebrauchtwagenkauf: Darauf sollten Sie achten!

Mit ein paar einfachen Kniffen hat man gute Chancen, ein gutes Angebot von einem weniger guten zu unterscheiden. - Foto: fotolia.com

Mit ein paar einfachen Kniffen hat man gute Chancen, ein gutes Angebot von einem weniger guten zu unterscheiden. – Foto: fotolia.com

Toller Lack, schöne Felgen – doch wie sieht’s mit Motor und Getriebe aus? Wer nicht gerade Automechaniker oder zumindest Hobby-Bastler ist, hat Probleme, technische Schwachstellen zu erkennen.

Mit ein paar Hinweisen kann man allerdings auch ohne großen Vorkenntnisse einen Traumwagen von einem Albtraum auf vier Rädern unterscheiden.

Lesen Sie hier die Tipps Gebrauchtwagenkauf.

  • Der Wagen von außen
  • Der Wagen von innen
  • Motor, Getriebe und Bremsen
  • Der Verkäufer

Am Ende des Artikels finden Sie eine Checkliste Tipps Gebrauchtwagenkauf zum Downloaden und Ausdrucken.

Tipps Gebrauchtwagenkauf: Der Wagen von außen

Foto: fotolia.com

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Wer sich den Wagen von außen anschaut, sollte nicht nur auf Zustand des Lacks und eventuelle Roststellen achten, sondern zum Beispiel auch die s. g. Spaltmaße begutachten. Gemeint sind die Abstände zwischen den einzelnen Bauteilen, also z. B. zwischen Motorhaube und Kotflügel oder zwischen Heckklappe und der übrigen Karosserie.

Sind die Spaltmaße nicht gleichmäßig dünn/dick, kann dies ein Hinweis auf einen Unfall sein. Sprechen Sie den Verkäufer am besten direkt darauf an. Wenn trotzdem behauptet wird, der Wagen sei unfallfrei, sollten Sie stutzig werden.

Tipps Gebrauchtwagenkauf: Der Wagen von innen

Der Innenraum gibt nicht nur Aufschluss darüber, ob der Wagen pfleglich behandelt wurde (ein verschmutzter Wagen – gerade vor einer Probefahrt – zeugt nicht von großer Sorgfalt), sondern liefert u. U. auch Hinweise, ob die auf dem Tacho angegebene Laufleistung auch tatsächlich stimmt.

Achten Sie auf die Abnutzung bei:

  • Lenkrad
  • Schalthebel/Schaltknauf
  • Polster des Fahrersitzes
  • Fußmatte des Fahrersitzes

Passen die Abnutzungserscheinungen nicht zur Laufleistung (abgegriffenes Lenkrad und nur wenige Tausend Kilometer Laufleistung?), sollten Sie stutzig werden. Auch in diesem Fall sollte man den Verkäufer direkt darauf ansprechen.

Tipps Gebrauchtwagenkauf: Motor, Getriebe und Bremsen

Foto: fotolia.com

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So gerne man sich bei der Probefahrt von der Soundanlage betören lassen möchte: Auf die Geräusche, die aus dem Motorraum kommen, sollte unbedingt geachtet werden. Das Radio sollte also ausgeschaltet bleiben.

Auch als unerfahrener Autokäufer kann man es durchaus hören, wenn der Motor unrund läuft oder das Getriebe ein Problem hat. Sind Sie sich hier nicht sicher, sollten Sie den Verkäufer bitten, den Wagen in einer Werkstatt vorführen zu dürfen – allerdings nur, wenn Sie ansonsten mit dem Fahrzeug einverstanden sind und einen Kauf ernsthaft in Erwägung ziehen, denn die Kosten für einen Werkstatt-Check müssen Sie selbst tragen.

Autokauf-Tipps: Achten Sie auf den Verkäufer

Redet der Verkäufer auffällig viel? Reagiert er bei Fragen ausweichend? Versucht er, die Aufmerksam ständig auf einen bestimmten Teil des Fahrzeugs zu lenken (und damit von einer anderen Stelle abzulenken)?

Das Verhalten des Verkäufers kann manchmal recht aufschlussreich sein. Haben Sie also nicht nur Augen für den Wagen, sondern auch für den Verkäufer.

Foto: fotolia.com

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Wer sich noch nicht für ein bestimmtes Fahrzeug entschieden hat – und damit zwangsläufig auch für einen Verkäufer – kann sich grundsätzlich überlegen, ob er lieber bei einem Händler oder einem privaten Verkäufer kauft. Beides hat Vor- und Nachteile.

Der große Vorteil beim Händler ist die Gewährleistung: Weist der Wagen Mängel auf, die nachweislich bereits zum Verkaufszeitpunkt vorhanden waren, muss der Händler dafür gerade stehen. Der Nachteil eines Händlers: Der Verkaufspreis ist in der Regel deutlich höher als bei einem privaten Verkäufer, denn der Händler muss nicht nur kostendeckend arbeiten, sondern möchte zugleich auch etwas am Verkauf verdienen. Nichts desto trotz: Beim Autokauf verhandeln ist selbstverständlich in jedem Fall in Ordnung.

So oder so: Das Bauchgefühl darf beim Autokauf durchaus mitentscheiden – gerade wenn man auf eher überschaubaren Sachverstand zurückgreifen kann. Bei einem mulmigen Gefühl ist es also ratsam, von einem Kauf Abstand zu nehmen.

Download: Checkliste für den Autokauf

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