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Wofür kann ich einen Bausparvertrag abschließen?Kann ich einen Bausparvertrag zur Immobilienfinanzierung nutzen?

Wie funktioniert ein Bausparvertrag?

Ein Bausparvertrag ist ein Sparplan, mit dem Sie über einen gewissen Zeitraum Eigenkapital ansparen können. Mit dieser finanziellen Grundlage können Sie dann ein Immobiliendarlehen zu günstigen Konditionen aufnehmen. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, wie ein Bausparvertrag funktioniert und welche Vor-und Nachteile das Bausparen mit sich bringt.

Das Wichtigste zum Bausparvertrag in Kürze

  • Bausparverträge werden von der Bausparkasse vergeben
  • Mit einem Bausparvertrag bauen Sie über einen festgelegten Zeitraum hinweg gezielt Eigenkapital auf
  • Bausparen dient als Grundlage für eine günstige Immobilien- oder Baufinanzierung
  • Die Bausparsumme setzt sich aus dem Sparguthaben sowie dem Darlehensanteil zusammen
  • Sie müssen 30 bis 50 Prozent der Bausparsumme ansparen, bis der Bausparvertrag zuteilungsreif ist
  • Die Zinsen auf das Sparguthaben und das Bauspardarlehen sind im Vorfeld festgeschrieben

So funktioniert der Bausparvertrag

Zunächst müssen Sie eine Bausparsumme für Ihren Bausparvertrag festlegen. Denn die Bausparsumme ist die Zielsumme, die Sie in Zukunft für eine Bau- oder Immobilienfinanzierung benötigen. Der Vertrag zum Bausparen lässt sich dann in drei Phasen unterteilen. Dazu gehören die Ansparphase, die Zuteilungsphase und die Darlehensphase. Im Detail bedeutet das:

In der Ansparphase zahlen Sie monatlich festgelegte Beiträge auf Ihr Bausparkonto ein. Diese Beiträge werden durch einen Regelsparbeitrag festgelegt. Die Dauer der Ansparphase ist abhängig von der Höhe der monatlichen Einzahlung sowie der Bausparsumme, die Sie beim Abschluss des Vertrags festgelegt haben. Im Schnitt dauert die Phase des Sparens etwa sieben bis acht Jahre, bis Sie die Grenze zur Zuteilungsreife und das Mindestsparguthaben erreicht haben. In welchem Verhältnis das Sparguthaben zum Darlehensanteil stehen muss, ist je nach Bausparkasse unterschiedlich. Häufig sind Bausparverträge jedoch im Verhältnis 40:60 zusammengesetzt. Bei einer Immobilie im Wert von 100.000 Euro bedeutet das 40.000 Euro Sparguthaben und 60.000 Euro Darlehenssumme.

Haben Sie die entsprechende Mindestsparsumme erreicht, wird Ihr Bausparvertrag zuteilungsreif. Sie erhalten von der Bank dann ein entsprechendes Darlehensangebot in Höhe des restlichen Betrags der Bausparsumme. Dieses Angebot können Sie annehmen und sich den Bausparvertrag auszahlen lassen oder auch vertagen und zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch nehmen. Wenn Sie den Bausparvertrag auflösen möchten, dann bekommen Sie Ihr Sparguthaben ausgezahlt und der Anspruch auf den Darlehensanteil entfällt.

Haben Sie das Darlehensangebot angenommen, beginnt nun die Darlehensphase. Dabei erhalten Sie die gesamte Bausparsumme von der Bank. Das Geld können Sie nun für wohnwirtschaftliche Zwecke nutzen, wie zum Beispiel für den Bau, Kauf oder die Modernisierung einer Immobilie. Anschließend zahlen Sie den Darlehensanteil in monatlichen Raten zuzüglich Zinsen an die kreditgebende Bank zurück.

Baufinanzierung ohne Bausparvertrag abschließen

Das Bausparen ist eine Möglichkeit, um Eigenkapital anzusparen. Haben Sie über einen anderen Weg Kapital aufgebaut, können Sie eine Baufinanzierung auch ohne Bausparvertrag erhalten. Sie sollten dabei aber mindestens 10 bis 15 Prozent der Gesamtkosten selbst bezahlen können. Je mehr Eigenkapital Sie mitbringen, desto bessere Konditionen für ein Darlehen erhalten Sie. Nutzen Sie unseren unverbindlichen Kreditvergleich, um den passenden Kredit zu günstigen Konditionen für Ihr Vorhaben zu ermitteln.

Vor- und Nachteile des Bausparens

Vorteile

  • Das Sparguthaben wird als Eigenkapital betrachtet
  • Sie profitieren von günstigen Zinsen für den Darlehensanteil
  • Unter bestimmten Voraussetzungen wird das Bausparen staatlich gefördert
  • Sie können zusätzlich vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber erhalten
  • Sie können sich niedrige Zinsen für ein Bauspardarlehen zukünftig sichern
  • In der Darlehensphase sind kostenlose Sondertilgungen möglich

Nachteile

  • Aktuell niedriges Zinsniveau auf das Sparguthaben
  • Die Abschlussgebühr beträgt im Schnitt 1,6 Prozent der Bausparsumme
  • Bis die Mindestsparsumme erreicht ist, dauert es in der Regel mehrere Jahre
  • Bei Auszahlung vor Zuteilungsreife wird eine Bearbeitungsgebühr sowie eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt
  • Es können Finanzierungslücken entstehen, wenn das Bauspardarlehen nach der Ansparphase nicht sofort ausgezahlt werden kann
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Diese Kosten fallen beim Bausparvertrag an

Wenn Sie einen Bausparvertrag abschließen, dann fallen sogenannte Abschlussgebühren und Kontoführungsgebühren an. Beim Vertragsabschluss müssen Sie eine Abschlussgebühr in Höhe von ca. 1,6 Prozent an die Bausparkasse entrichten. Die Kosten dafür richten sich nach der Höhe der Bausparsumme. Bei einer Bausparsumme von 100.000 Euro, würden demnach ca. 1.600 Euro Abschlussgebühren anfallen. Diese Zahlung können Sie entweder einmalig an die Bausparkasse entrichten oder die Gebühren mit den anfänglichen Sparraten verrechnen. Zusätzlich müssen Sie mit Gebühren zwischen 10 und 30 Euro pro Jahr für die Kontoführung rechnen. 

Häufige Fragen zum Bausparvertrag

Der Bausparvertrag ist dann zuteilungsreif, wenn Sie die Mindestsparsumme erreicht haben. Im Schnitt müssen Sie etwa 30 bis 50 Prozent der Bausparsumme selbst ansparen. Außerdem muss eine bestimmte Mindestlaufzeit für den Bausparvertrag eingehalten werden. Diese liegt in der Regel bei 18 Monaten. Zudem müssen Sie die vorab vergebene Bewertungszahl erreichen.

Die Bewertungszahl für einen Bausparvertrag wird bei Vertragsabschluss angesetzt. Im Laufe der Ansparphase steigt diese Zahl. Je kürzer also die Laufzeit und je höher die Bausparsumme ist, desto höher auch die Bewertungszahl. Sind mehrere Bausparverträge zur gleichen Zeit zuteilungsreif, dann erfolgt die Auszahlung der Bausparsumme nach der Bewertungsreihenfolge.

Ja, Sie können Ihren Bausparvertrag jederzeit kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt zwischen drei und sechs Monaten. Je nachdem, in welcher Phase Sie kündigen, müssen Sie Entschädigungen an die Bausparkasse entrichten. Kündigen Sie in der Ansparphase, zahlen Sie in der Regel einen Auszahlungsabschlag zwischen 0,5 und 1 Prozent des Sparguthabens. Zudem entfällt bei einer Kündigung der Anspruch auf ein zinsgünstiges Baudarlehen.

Ein Bausparvertrag ist dann sinnvoll, wenn Sie zukünftig eine Immobilie erwerben, bauen oder modernisieren möchten. Denn Sie sparen über einen gewissen Zeitraum Eigenkapital an und erhalten dadurch günstige Konditionen für den Darlehensanteil. Zudem können Sie sich aktuell niedrige Zinsen im Voraus sichern, da der Zinssatz im Bausparvertrag festgeschrieben wird.

Möchten Sie lediglich Geld ansparen, dann lohnt sich das durch die niedrigen Guthabenzinsen auf das Bausparen eher nicht. Erhalten Sie außerdem keine staatlichen Förderungen wie zum Beispiel die Wohnungsbauprämie, dann ist der Bausparvertrag nur bedingt profitabel.

Die Bausparsumme können Sie für wohnwirtschaftliche Zwecke benutzen. So können Sie das Geld für den Bau, Kauf oder die Modernisierung Ihres Eigenheims einsetzen. Auch für eine Anschlussfinanzierung können Sie einen Bausparvertrag ansetzen.

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