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Welches Vermögen zählt als Eigenkapital beim Hauskauf?Wie viel Eigenkapital brauche ich beim Hauskauf?

Was zählt als Eigenkapital beim Hauskauf?

Wenn Sie eine Immobilie finanzieren möchten, dann benötigen Sie in der Regel ein gewisses Eigenkapital. Je mehr Sie davon in die Hausfinanzierung einbringen, desto geringer fallen die Kreditsumme und somit auch die Gesamtkosten aus. Welche Vermögenswerte Sie einbringen können, wie sich das auf die Finanzierung auswirkt und welche Voraussetzungen für eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital notwendig sind, erläutern wir Ihnen in diesem Ratgeber!

Wichtiges zum Eigenkapital beim Haukauf in Kürze

  • Zum Eigenkapital zählen alle Vermögenswerte, die Sie sofort in die Finanzierung einer Immobilie einbringen können
  • Fremdkapital meint den Teil der Kosten, den die Bank für die Finanzierung zur Verfügung stellt
  • Je mehr Kapital Sie einbringen, desto geringer fallen die Gesamtkosten für das Darlehen aus
  • 15 bis 35 Prozent der Kosten sollten im Idealfall durch eigene Mittel finanziert werden
  • Eigenleistungen werden bis zu einem gewissen Teil von den Banken als Eigenkapital-Anteil akzeptiert
  • Eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital ist unter Umständen über eine Vollfinanzierung möglich

Diese Vermögenswerte zählen als Eigenkapital

Zum Eigenkapital zählen alle Vermögenswerte, die Sie sofort in die Finanzierung einer Immobilie einfließen lassen können. Im Idealfall sollten Sie 15 bis 35 Prozent der Gesamtkosten für ein Immobiliendarlehen durch eigenes Kapital finanzieren. In jedem Fall müssen Sie aber unabhängig von einem Immobilienkredit die Bau- und Kaufnebenkosten in Höhe von 10 bis 15 Prozent selbst bezahlen. Wenn möglich, sollten Sie auch einen gewissen Anteil Ihrer Vermögenswerte zurückhalten, um bei finanziellen Engpässen abgesichert zu sein. Folgende finanzielle Mittel können Sie als Eigenkapital beim Hauskauf anbringen:

Sparguthaben

Wenn Sie Bargeld oder auch Sparguthaben von zum Beispiel Tages- oder Festgeldkonten besitzen, können Sie diese als Eigenkapital einsetzen. Bargeld sollten Sie im Vorfeld auf Ihr Bankkonto einzahlen, da Sie für den Nachweis Ihres Kapitals Kontoauszüge vorlegen müssen. Besitzen Sie Aktien oder andere Wertpapiere, können Sie diese kurzfristig verkaufen und das Geld als eigenes Kapital angeben

Eigenleistungen

Wenn Sie in Eigenleistung Baumaßnahmen vornehmen, dann können Sie diese als Eigenkapital anrechnen lassen. In der Regel werden von der Bank zwischen 5 und 15 Prozent der Baukosten akzeptiert und angerechnet. Berechnungsgrundlage dafür sind die Lohnkosten für einen professionellen Handwerker. Bedenken Sie, dass die Materialkosten dafür nicht inbegriffen sind.

Grundstücke und Immobilien

Zu den zusätzlichen Sicherheiten gehören bereits vorhandene Grundstücke und Immobilien, die Sie als Eigenkapital beim Hauskauf anbringen können. Voraussetzung ist, dass das Grundstück oder die Immobilie lastenfrei und im Besitz von Ihnen oder Ihren Eltern ist. Dadurch können Sie die Konditionen für Ihr Baudarlehen positiv beeinflussen.

Sonstige Vermögenswerte

Folgende Vermögenswerte können Sie außerdem als Eigenkapital einbringen: Bausparguthaben und Wohn-Riester-Förderung, Verwandtendarlehen, staatlich geförderte Zuschüsse z.B. durch die KfW, Anteile an Genossenschaften oder Unternehmen, werthaltige Objekte und Sammlungen, Schenkungen sowie Vorauserbschaften.

Kaufnebenkosten ohne Eigenkapital finanzieren

Planen Sie einen Hauskauf ohne Eigenkapital, können Sie für die Finanzierung der Bau- und Kaufnebenkosten einen Ratenkredit zur freien Verwendung aufnehmen. Dieses Darlehen wird unabhängig von einem Immobilienkredit oder Baudarlehen abgeschlossen. Sie sollten in etwa 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises für diese Nebenkosten einplanen. Über unseren Kreditvergleich finden Sie günstige Kreditangebote, die zu Ihren Voraussetzungen passen.

Beispiel für eine Baufinanzierung mit und ohne Eigenkapital

Je mehr Eigenkapital Sie investieren, desto geringer sind die Kreditkosten für Ihre Baufinanzierung. Das folgende Beispiel verdeutlicht, welche Auswirkung der Einsatz von eigenem Kapital auf Ihr Baudarlehen haben kann:

Baufinanzierung mit Eigenkapital Baufinanzierung ohne Eigenkapital
Kaufpreis 300.000 € 300.000 €
Höhe des Eigenkapitals 90.000 € 0 €
Darlehensbetrag 210.000 € 300.000 €
Effektiver Jahreszins p.a. 0,94 % 2,60 %
Monatsrate 337,75 € 885 €
Zinskosten nach 10 Jahren 18.402 € 71.594 €
Restschuld nach 10 Jahren 188.385 € 266.529 €

 

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Hinweis
Bei einer Standardfinanzierung für eine Immobilie liegt die Höhe des Eigenkapitals im Idealfall bei 30 Prozent. Das Ausfallrisiko wird in diesem Fall von der Bank als gering eingestuft und Sie profitieren von einem günstigen Zinssatz.
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Voraussetzungen für eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Je weniger Eigenkapital Sie für eine Baufinanzierung mitbringen, desto mehr Darlehen benötigen Sie von der Bank. Dadurch steigen die Gesamtkosten des Kredits und die Laufzeit verlängert sich. In jedem Fall benötigen Sie 10 bis 15 Prozent der Gesamtkosten, um die Bau- und Kaufnebenkosten zu zahlen. Eine Möglichkeit zur Hausfinanzierung ohne Eigenkapital ist die Vollfinanzierung. Bei einer Vollfinanzierung oder auch 100 %-Finanzierung vergibt die Bank ein Darlehen in exakter Höhe des Grundstücks- und Immobilienpreises. Diese Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein:

  • Sie müssen ein gutes Einkommen sowie eine einwandfreie SCHUFA vorweisen.
  • Sie sollten in einem unbefristeten und sicheren Arbeitsverhältnis stehen.
  • Die zu finanzierende Immobilie muss werthaltig sein (wertige Lage und guter Bauzustand).
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Hinweis
Bei der sogenannten 110 %-Finanzierung erhalten Sie von der Bank neben dem Immobilienkredit auch die Summe für die Bau- und Nebenkosten. Allerdings vergeben Banken dieses Darlehen nur in seltenen Fällen. Chancen bestehen jedoch, wenn Sie eine unbelastete Immobilie oder ein sehr hohes Einkommen als Sicherheiten für die Bank einbringen.

Häufige Fragen zum Eigenkapital beim Hauskauf

Je mehr Eigenkapital Sie einbringen können, desto besser. Als Faustregel gilt jedoch, dass Sie mindestens 10 bis 15 Prozent Eigenkapital für den Hausbau mitbringen müssen. Damit werden die Bau- und Kaufnebenkosten für zum Beispiel die Grunderwerbssteuer oder den Grundbuch-Eintrag gedeckt. Beachten Sie, je höher der Wert Ihrer Immobilie, desto mehr Eigenkapital benötigen Sie.

Ihr Eigenkapital können Sie durch Konto- und Depotauszüge nachweisen. Wenn Sie zusätzlich Bargeld für die Finanzierung einbringen möchten, dann zahlen Sie das Geld auf Ihr Bankkonto ein. Eine Bestätigung für die Einzahlung erhalten Sie von Ihrer Bank.

Der größte Vorteil bei einer Baufinanzierung mit Eigenkapital ist, dass Sie eine geringere Darlehenssumme von der Bank benötigen. Zusätzlich erhalten Sie durch das geringe Finanzierungsrisiko für die Bank günstige Kreditkonditionen. Sie zahlen somit insgesamt durch die günstigen Bauzinsen weniger Zinskosten.

Grundsätzlich können Sie auch ein Haus kaufen, ohne Eigenkapital einzubringen. Dazu müssen Sie jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Können Sie ein überdurchschnittliches Einkommen sowie einen sicheren Arbeitsplatz vorweisen, verringert sich das Risiko für die Bank. Zusätzliche Sicherheit bietet eine sehr gute Lage Ihrer Immobilie, wodurch sich der Wert steigert. Bedenken Sie, dass für eine Hausfinanzierung ohne Eigenkapital hohe Zinskosten anfallen können.

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