500-Euro-Schein abschaffen wird teurer als gedacht

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Die Abschaffung des 500-Euro-Scheins wird teurer als gedacht. – Foto: fotolia.com

Wenn der 500-Euro-Schein abgeschafft wird, wird dieses nicht nur für viele Verbraucher ein Ärgernis, sondern womöglich auch teurer als gedacht – und zwar für die Steuerzahler. Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) geplante Abschaffung des 500-Euro-Scheins wird nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) selbst im günstigsten Fall über eine halbe Milliarde Euro kosten. Das zeigen Schätzungen der nationalen Notenbanken und der EZB im zuständigen Banco-Ausschuss (Banknote Committee), die derzeit Einzelheiten der Umsetzung des geplanten Abschieds von der 500-Euro-Note beraten, so der FAZ-Bericht.

Der Löwenanteil der Kosten entsteht durch den Druck alternativer Scheine. Die bislang kursierenden 500-Euro-Scheine, rund 600 Millionen Stück, müssten durch kleinere Banknoten umgetauscht werden. Dieses wird vermutlich in erster Linie mit 100- und 200-Euro-Scheinen passieren. Dafür müssten mehrere Milliarden neue Banknoten in einem recht kurzen Zeitraum gedruckt werden. Die Logistik für den Umtausch kostet voraussichtlich eine weitere dreistelliger Millionensumme.

Die Kosten könnten noch deutlich höher ausfallen, je nachdem wie schnell die Maßnahme umgesetzt wird. Nach Einschätzung von Fachleuten könnten die Kosten für den Druck dann um ein Drittel steigen. Ein EZB-Sprecher sagte, die potenziellen Kosten könnten erst abgeschätzt werden, wenn über alle Details entschieden sei. Dies sei aber noch nicht erfolgt.

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