Forsa-Umfrage: Jeder dritte Deutsche riskiert Anfang 2020 teure Verschuldung per Dispo

5,5 Mio. Deutsche sind aktuell im Dispo | fotolia.com

5,5 Mio. Deutsche sind aktuell im Dispo | fotolia.com

Durch Weihnachten und Silvester hatten viele Verbraucher hohe zusätzliche Ausgaben. Jetzt treffen viele Jahresrechnungen etwa für die KFZ-Versicherung und KFZ-Steuer ein, zudem steht die Buchung des Sommerurlaubs an. Um diese Rechnungen bezahlen und laufende Ausgaben stemmen zu können, nutzen aktuell 5,5 Millionen Deutsche (9 % der über 18-Jährigen) ihren Dispokredit. (1) Weitere 13,4 Millionen Deutsche (22 % der über 18-Jährigen) sind noch nicht im Minus, halten es aber für mehr oder weniger wahrscheinlich, dass sie in den nächsten drei Monaten in den Dispo rutschen. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Kreditportals smava. Der Dispo kostet im Schnitt knapp 10 Prozent Zinsen. (2) Das ist teuer und riskant. Denn jeder zweite Disponehmer (44 %) rechnet damit, dass sich die Rückzahlung verzögern kann. (3) Es droht eine teure und langfristige Verschuldung, die sich mit etwas Vorsicht vermeiden lässt.

 

Alexander Artopé, Mitgründer und Geschäftsführer von smava

Alexander Artopé, Mitgründer und Geschäftsführer von smava

„Man sollte immer nur das Geld ausgeben, das man hat. Wer sich dennoch Geld leiht, sollte nicht den bequemsten, sondern den günstigsten Kredit wählen. In der Regel ist das nicht der Dispo“, sagt Alexander Artopé Geschäftsführer des Kreditportals smava.

Wer sich Geld leiht, sollte keines verschenken

Wer sich Geld leiht, sollte den richtigen Kredit wählen. Dazu gehört eine ehrliche Einschätzung: Welche Ausgaben stehen in nächster Zeit an? Bis wann kann der Kredit realistisch zurückgezahlt werden? „Leiht man sich das Geld nur für kurze Zeit, spricht nichts gegen den Dispokredit. Je länger man das Geld leiht, desto eher empfiehlt sich ein Ratenkredit“, sagt Alexander Artopé. Denn Dispokredite kosten im Schnitt knapp 10 Prozent Zinsen – fast dreimal so viel wie ein Ratenkredit über ein Kreditportal wie smava. Deshalb wäre die Hälfte der Disponutzer in Deutschland (44 %) mit einem Ratenkredit besser bedient. Denn sie rechnen damit, dass sich die Dispo-Rückzahlung verzögert und sie den Dispo länger nutzen müssen als geplant. Dadurch zahlen sie unnötig viele Zinsen.

Kreditvergleich spart im Schnitt 39 % Zinsen

Nicht jeder Ratenkredit ist günstig. Banken verlangen für ein und denselben Kredit sehr unterschiedlich hohe Zinsen. Wer sich Geld leiht, sollte deshalb nicht das erstbeste Angebot annehmen, sondern nach einem günstigen Kredit suchen. „Je mehr Kreditangebote man vergleicht, desto eher findet man einen günstigen Kredit. Genau dabei helfen wir Verbrauchern. Wir geben ihnen mit unserem Kreditvergleich den Überblick, den ihnen keine einzelne Bank geben kann“, sagt Alexander Artopé. Für Kreditnehmer zahlt sich das aus: Kredite, die 2019 über smava abgeschlossen wurden, waren im Schnitt 39 Prozent günstiger als im Bundesdurchschnitt. (4) (5)

Datenquellen

1) Forsa: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der forsa marplan Markt- und Mediaforschungsgesellschaft mbH, an der 1.027 Personen zwischen dem 26.12.2019 und dem 02.01.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden nach Region, Alter und Geschlecht gewichtet und sind repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung ab 18 Jahren.

2) Stiftung Warentest: Dispozinsen – Alle Banken im Test (Stand: 16.07.2019)

3) Forsa: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der forsa marplan Markt- und Mediaforschungsgesellschaft mbH, an der 1.009 Personen zwischen dem 15. und 20.11.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden nach Region, Alter und Geschlecht gewichtet und sind repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung ab 18 Jahren.

4) Deutsche Bundesbank: MFI Zinsstatistik (Stand: 07.01.2020); Effektivzinssätze & Neugeschäftsvolumina / Banken DE / Neugeschäft / Konsumentenkredite an private Haushalte für Januar bis November 2019

5) smava GmbH: alle durch das Kreditportal smava.de in 2019 vermittelten Ratenkredite (Stand: 07.01.2020)