Minijobber können ebenfalls Riester-Förderung erhalten

Auch Minijobber können die Riester-Förderung in Anspruch nehmen. - Foto: fotolia.com

Auch Minijobber können die Riester-Förderung erhalten. – Foto: fotolia.com

Auch Minijobber können die staatlichen Zuschüsse der Riester-Verträge bekommen. Dafür müssen sie jedoch einen Eigenanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung einzahlen, erklärt die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften.

Minijobber erhalten dabei die volle Riester-Förderung, also die Grundzulage von 154 Euro pro Jahr. Wer Kinder hat, bekommt sogar bis zu 300 Euro pro Kind extra.

Hintergrund: Seit 2013 sind Minijobber automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert – allerdings nicht mit der vollen Beitragshöhe. Wenn Minijobber einen Eigenanteil hinzuzahlen, sind sie voll gesetzlich rentenversichert und erhalten weitere Ansprüche, etwa auf Reha-Leistungen.

Gewerbliche Minijobber im Vorteil

Da der Arbeitgeber pauschal unterschiedliche Beträge an die Rentenversicherung abführt, variiert auch die Höhe des Eigenanteils. In gewerblichen Jobs muss der Minijobber 16,65 Euro pro Monat zahlen. Wer hingegen in einem Privathaushalt für dasselbe Gehalt arbeitet, muss 61,65 Euro pro Monat abführen. Somit lohnt sich Riester-Sparen vor allem für gewerbliche Minijobber.

Weitere Voraussetzung, um die Riester-Förderung zu erhalten: Der Sparer muss mindestens vier Prozent des Vorjahreseinkommens abzüglich der Zulage von 154 Euro in den Vertrag einzahlen. Bei einem Verdienst von 450 Euro – also 5400 Euro im Jahr – ergeben sich aus den vier Prozent des Vorjahreseinkommens 216 Euro. Abzüglich der Zulage sind es 62 Euro im Jahr, die der Minijobber beitragen muss, um die Förderung optimal zu nutzen.

Zusätzlicher Riester-Bonus für Berufsanfänger

Berufsanfänger unter 25 Jahren können beim Abschluss eines Riester-Vertrags auf einen Bonus vom Staat in Höhe von einmalig 200 Euro zurückgreifen. Berufsanfängern soll damit auch bei geringem Einkommen der Vermögensaufbau erleichtert werden, teilt die Aktion „Finanzwissen für alle“ mit.

(mit dpa)