Effektivzins: Das Preisschild für Kredite

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Zinsen sind nicht gleich Zinsen. Geldinstitute unterscheiden zwischen Sollzinsen und Effektivzinsen. – Foto: fotolia.com

Wer einen Kredit aufnimmt, zahlt dafür Zinsen. Doch Zinsen sind nicht gleich Zinsen. Geldinstitute unterscheiden hier zwischen Sollzinsen und Effektivzinsen. Der Unterschied: Der Sollzins gibt nur die Höhe der Verzinsung eines Kredites an. Beim Effektivzins werden hingegen auch Kosten miteinbezogen. Er ist damit im Prinzip das Gegenstück zur Rendite, die Anleger mit einer Geldanlage erzielen.

„Der Effektivzins ist das Preisschild, an dem Verbraucher erkennen können, wie hoch die Kosten für ein Darlehen sind“, erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. In die Berechnung fließen unter anderem Laufzeit, Zinszahlungstermine und andere preisbestimmende Faktoren ein. „Es fasst die durchschnittlichen jährlichen Kosten zusammen, die man für ein Darlehen zahlt, und setzt sie ins Verhältnis zur Darlehenssumme.“

 

Wer verschiedene Kreditangebote vergleichen will, muss aber darauf achten, dass die Rahmenbedingungen gleich sind. „Nur wenn die monatliche Rate, die Dauer der Zinsbindung und auch die Darlehenshöhe gleich sind, reicht ein Blick auf den Effektivzins für einen Vergleich aus“, sagt Nauhauser. Nicht enthalten im Effektivzins sind die Kosten für Restschuld- und andere Versicherungen. (dpa)

Der Kreditvergleich von smava für P2P- und auch für Bankkredite weißt sowohl den Sollzins als auch den Effektivzins bzw. den effektiven Jahreszins aus.

 

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