smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (10. Februar 2012)

Liebe Leser,

die vergangene Woche war wieder sehr interessant. In der Welt der Wirtschaft ist einiges passiert. Die Amerikaner taten einen ersten großen Schritt in Richtung Schuldenabbau. Und die gerichtlichen Verfahren, die gegen die Deutsche Bank erhoben wurden, wurden jetzt doch fallen gelassen. Die EZB ist weiterhin bereit mehr Geld für Europas Banken bereitzustellen. Alle Einzelheiten und weitere interessante wirtschaftliche Ereignisse sind hier in unserer Übersicht:

Wirtschaft und Unternehmen

Deutsche Bank und Goldman Sachs vor Gericht

Goldmann Sachs muss sich vor Gericht behaupten, weil sie bei einem Übernahmedeal sowohl als Käufer als auch als Verkäufer beraten haben. Die Deutsche Bank dagegen kann etwas aufatmen. Zwei Schadenersatzklagen wurden gegen sie fallen gelassen. Gegen die Deutsche Bank klagte die Daxia Bank und eine Versorgungseinrichtung für amerikanische Lehrer. Warum es aber eh falsch gewesen wäre die Deutsche Bank den Fehler zuzuschieben, erklärt Tim Schäfer.

Groupon verdreifacht Gewinn, trotzdem $ 378,6 Mio VerlustWochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen - Groupon

Im vierten Quartal konnte der Rabattmarkenanbieter seinen Gewinn zwar verdreifachen, jedoch musste Groupon auch einen großen Verlust verzeichnen. Es trat zwar eine leichte Verbesserung ein, jedoch reicht das der Börse nicht. Ein Unternehmen, welches dauernd Verluste macht, kann nicht viel wert sein. Zu 20 Dollar wurde die Aktie emittiert, und hat im Moment wieder den Anfangskurs von 21 Dollar erreicht. Falls die Aktie unter die 20 Dollar Grenze rutschen würde, droht der freie Fall. Wie dieser Kursrutsch aufgehalten werden könnte, zeigt Tim Schäfer.

Börsen und Geldanlage

Swatch Aktien enttäuschen

Die Swatch Group, welche weltweit der größte Uhrenhersteller ist, konnte für das Jahr 2011 sehr gute Zahlen präsentieren. Jedoch sehen der Betriebsgewinn und der Ausblick weniger gut aus. Obwohl Swatch bei fast allen Kennzahlen Anstiege zu verzeichnen hatte, waren die Analysten enttäuscht. Nachdem die Aktien der Swatch Group Mitte Dezember um fast 30 Prozent zugelegt hatten, sank der Aktienkurs nach der Verkündung der Geschäftsergebnisse um mehr als 5 Prozent. Die genauen Geschäftszahlen, sowie die Auswirkungen des vorsichtigen Ausblicks, analysieren die Börsenblogger.

Time Warner liefert gute Geschäftszahlen – auch durch Harry Potter

Die Geschäftszahlen von Time Warner des vergangenen Jahres wurden jetzt bekannt gegeben. Das vierte Quartal hat sogar Analystenerwartungen übertroffen. Sie konnten ein Umsatzplus von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Der Gesamtjahresumsatz beträgt 28,97 Milliarden US-Dollar. Dabei verdiente Time Warner besonders viel an dem Abschluss der Harry Potter Reihe ,,Heiligtümer des Todes“. Welches Geschäft hingegen weiterhin schleppend verläuft, zeigen die Börsenblogger.

Geldmarkt und Währungen

EZB gibt Europas Banken mehr Geld

Die Europäische Zentralbank hat wieder einmal die Anforderungen, die sie erhebt, wenn sich Länder Geld leihen wollen, gesenkt. Vor Beginn der Krise verlangte EZB Wertpapiere, die mindestens dem Standard AA entsprachen. Mittlerweile brauchen einige Länder gar keine Sicherheiten mehr hinterlegen. Dazu gehören Irland, Frankreich, Italien, Zypern, Portugal, Spanien und Österreich. Die Gründe, warum die EZB so handelt, erklärt die wunderbare Welt der Wirtschaft.

Schuldenabbau in Amerika

Aufgrund höherer Steuereinnahmen ist das Haushaltsdefizit der Amerikaner im Januar gesunken. Die Anhänger der klassischen Lehre schlugen die Kürzung der Staatsausgaben, die Schaffung einer Geldpolitik und somit eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank vor. Wenn Obama darauf eingegangen wäre, wäre das Haushaltsdefizit im Januar nicht auf 27 Milliarden Dollar gesunken. Dadurch ist erkennbar, dass die USA, ganz im Gegensatz zu Europa, Fortschritte beim Schuldenabbau macht. Einen Verlauf der letzten Wochen und welchen Einfluss dabei die EZB hatte, analysiert Acemaxx-Analytics.

 

Finanzen und Banking im Web 2.0

Corporate Wikis verbreiten sich immer mehr

Viele Unternehmen nutzen bereits den Erfolg von Wikipedia auch für sich. Unter einem Wiki versteht man ein Hypertext- System für Webseiten. Das besondere daran ist, dass die Inhalte dieser Website direkt von den Nutzern geändert werden können. Die bekannteste Internetseite dieser Art dürfte Wikipedia sein. Nach einer Studie von Forrester Research wird sich der Einsatz von Unternehmenswikis von 2007 bis 2013 verzehnfachen. Warum auch Banken davon profitieren könnten, zeigt der Bank Blog.

Viele Grüße,

das smava-Team