smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (17. Februar 2012)

Liebe Leser,
Deutschlands Bundespräsident trat zurück! Nachdem wochenlang von Korruptionsvorwürfen gegen Christian Wulff die Rede war, trat dieser am Freitag von seinem Amt zurück. Gestern entschied die Koalition, dass Joachim Gauck der neue Bundespräsident werden soll. Die endgültige Entscheidung wird am 18. März fallen. Wenn die Bundesversammlung darüber abstimmt. Aber es gibt auch noch weitere interessante Neuigkeiten aus Deutschland. Es wurde unter anderem bekannt, dass das Bruttoinlandprodukt gesunken ist. Und auch in Europa war wieder einiges los. Erneut wurden Länder der Eurozone in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft. Alle Einzelheiten und weitere interessante wirtschaftliche Ereignisse sind hier in unserer Übersicht:

Wirtschaft und Unternehmen

Moody’s stuft erneut Kreditwürdigkeit einiger Euroländer herab

Die Kreditwürdigkeit der Länder Italien, Malta, Portugal und Slowakei wurde um eine Stufe herabgesetzt. Um sogar zwei Stufen runter ging es für Spanien. Die bekannte Ratingagentur Moody’s traf diese Entscheidungen. Des Weiteren senkte sie den Ausblick auf negativ für folgende Länder: Frankreich, Österreich und Großbritannien. Die Gründe hierfür sind zahlreich. Frankreich hat zum Beispiel ein zu hohes Haushaltsdefizit und zu viele Schulden. Bei Großbritannien sieht Moody’s ein schwächeres Wachstum. Die weiteren Begründungen analysiert die wunderbare Welt der Wirtschaft.

Deutsches Bruttoinlandprodukt gesunken

Im letzten Quartal 2011 ging das BIP um 0,2 Prozent zurück, gegenüber dem vorherigen Quartal. Der Grund hierfür, soll laut dem statistischen Bundesamt an sinkenden Konsumausgaben und fehlenden Impulsen für den Außenhandel liegen. Dadurch wird deutlich, dass es nicht ratsam ist, in der jetzigen Situation Staatsdefizite zu senken. Was dagegen die Wirtschaft wieder ankurbeln würde, zeigt Acemaxx-Analytics.

Börsen und Geldanlage

Nestle kann gute Zahlen vorweisen

Trotz der erhöhten Rohstoffkosten und der europäischen Schuldenkrise konnte der Lebensmittelhersteller seinen Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Durch das wachsende Geschäft in den Schwellenländern konnte Nestle diese beiden großen Risikofaktoren ausgleichen und eine bereinigte organische Wachstumsrate von 7,5 Prozent aufweisen. Warum trotzdem der Ausblick weiterhin vorsichtig bleibt, erklären die Börsenblogger.

Baum des Goldes zeigt woher es kommt

Am Freitag erschien im Blog ,,Die Börsenblogger“ ein interessanter Artikel zum Thema Goldanlagen. In der Grafik stellt der Baum dar, woher das Gold kommt, wo die die meisten Goldreserven sind und wofür das Gold verwendet wird. Jährlich werden 2.500 Tonnen gefördert und aus 51 Prozent davon wird Schmuck produziert. Aber auch 18 Prozent fließen ins Investment. Welches Land die meisten Goldreserven hat und wie viele Tonnen jährlich recycelt werden, zeigen Die Börsenblogger.

Geldmarkt und Währungen

Laut US-Investor sollte Griechenland nicht gerettet werden

Der US-Investor Wilbur Ross ist der Ansicht, dass man Griechenland fallen lassen sollte. Er ist der Meinung, dass die EU und die privaten Geldgeber durch ihr Verhalten die griechische Regierung auch noch dafür belohnen, dass sie ihre Versprechen nicht einhalten. Für Griechenland wurden wieder Konzessionen und weitere Bailoutgelder beschlossen. Dafür verabschiedete das griechische Parlament noch mehr Sparmaßnahmen. Denn immerhin ist die EU, die EZB und der IWF dazu bereit 130 Milliarden an das verschuldete Land zu zahlen. Warum Ross so sehr dagegen ist, erklärt Wirtschaftsfacts.

Eingriffe der EZB häufen sich

Die Europäische Zentralbank hat die Aufgabe die Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten. Seitdem Europa von der Finanzkrise betroffen ist, musste die EZB immer häufiger eingreifen. Sie kaufte zum Beispiel Anleihen von Staaten des Euroraums auf. Um weiterhin als ihr oberstes Ziel verfolgen zu können, muss die Zentralbank politisch unabhängig und glaubwürdig bleiben. Warum besonders die Politiker Interesse daran haben, die EZB für ihre Zwecke zu nutzen, zeigt Ökonomenstimme.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Startup bekommt 100.000 Euro in 5 Stunden – per Crowdfunding

Auf der Internetseite Seedmatch.de konnte das Startup-Unternehmen lingoking 100.000 Euro durch 142 private Geldgeber erhalten. lingoking ist ein Übersetzungsbüro, welches auch ein Dolmetscher – Call Service anbietet. Es ist selten, dass per Crowdfunding so hohe Summen finanziert werden. Aber dieses Beispiel zeigt, dass es möglich ist. Der Blog Social Banking 2.0 analysiert daraufhin, welche Rolle Banken in der Zukunft noch haben, wenn die Finanzierung auch ohne sie möglich ist.

Viele Grüße,
das smava-Team

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