Werbetricks der Banken – Täuschungen von Kreditnehmern

iStock_000016609523SmallIm zweiten Teil unserer Serie zeigen wir Ihnen die drei häufigsten Werbetricks, die Banken auf Kundenfang für Kreditnehmer anwenden. Auch hier gilt: Achten Sie auf das Kleingedruckte. Seien Sie sich bewusst, dass Werbung in der Realität oft anders aussieht.


1)
Konditionen, die für „Otto Normalverbraucher“ unerreichbar sind. Von einem können Sie ausgehen: Den Zinssatz, der in der Werbung für einen Kredit angeboten wird, werden nur sehr wenige Kreditnehmer bekommen. Dieser ist nämlich fast immer nur für die beste Bonitätsklasse verfügbar – so Max Herbst, Zinsspezialist von der Finanzberatung FMH. Die Zielsetzung ist klar: Potentielle Kunden sollen in die Filiale gelockt werden, weil sie einen günstigen Zins erwarten. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie solche von den Verbraucherzentralen als „Lockvogelangebote“ kritisierten Angebote ignorieren. Der beste Weg, sich einen Überblick zu verschaffen, ist ein persönliches Angebot. Achten Sie dabei auf die richtige Art der Schufa-Abfrage.
2) Unnötige Versicherungen verdoppeln Ihre effektive Zinsbelastung. Eine Restschuldkreditversicherung kann für einige Kreditnehmer durchaus Sinn machen, ist aber nicht für jede Person sinnvoll. Manche Banken versuchen, diese Form von Kreditversicherungen als zwingend notwendig für die Gewährung des Kredites darzustellen. Da nur Pflichtbestandteile des Kredites in die Preisberechnung des Effektivzinses miteinfließen, ist die Restschuldversicherung in der Regel nicht im Effektivzins abgebildet. Dennoch ist die tatsächliche Zinsbelastung durch eine solche Versicherung wesentlich höher. Tipp: Suchen Sie sich lieber eine Bank, bei der Sie wirklich frei entscheiden können.
3) Sonderangebote, die nicht halten, was sie versprechen. Wie im Supermarkt gibt es häufig Angebote, die gut aussehen, sich aber als „Mogelpackung“ entlarven. Sie sollen den Eindruck erwecken, ein Angebot mit zeitlicher Befristung zu sein, bei dem man schnell zuschlagen muss. Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit und sehen Sie sich das für Sie vorliegende Angebot in Ruhe an. Überlegtes Handeln kann in diesem Fall einiges an Kosten sparen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Lassen Sie sich nicht von der Werbung verrückt machen. Wenn Sie sich ein wenig Zeit nehmen und die Angebote vergleichen, sparen Sie oft eine Menge Geld.

 

Beste Grüße,

Katharina Rozycka

Manager Online-Marketing, smava.de

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