smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (09. März 2012)

Liebe Leser,
ein Jahr ist es jetzt her, dass in Japan eine durch ein Erdbeben ausgelöste Tsunamiwelle einen der größten Atomunfälle verursachte. Um den Opfern zu gedenken, fand am Sonntag in Japan eine Schweigeminute statt. Auf der ganzen Welt gab es Proteste gegen die Atomkraftwerke. Auch in Deutschland gingen tausende Menschen auf die Straßen, um eine schnelle Umsetzung der Energiewende zu fordern. Weitere Ereignisse der vergangenen Woche sind hier in unserer Übersicht:

 

Wirtschaft und Unternehmen

Griechenland braucht nicht nur finanzielle Hilfe

Griechenland erhielt mittlerweile das zweite Rettungspaket. Die Auflagen dafür sind hart. Es muss gespart werden. Aber ob diese Sparauflagen überhaupt eingehalten werden, ist fraglich. Neben den finanziellen Hilfen, sollte Griechenland auch Hilfe in staatsbildenden Maßnahmen bekommen. Eine Möglichkeit wäre, dass man den griechischen Beamten in wichtigen Positionen europäische Experten an die Seite stellt, damit das nötige Know-How transferiert werden kann. In welchen weiteren Bereichen ebenfalls Hilfe nötig ist, zeigt Ökonomenblog.

Griechischer Schuldenschnitt beschlossen

Am Freitag wurde bekannt, dass eine Quote gemessen an der Forderungssumme von 85,5 Prozent freiwillig dem Haircut zugestimmt hätte. Aber um den Schuldenschnitt durchführen zu können, sollten 90 Prozent erreicht werden. Aufgrund einer Collective Action Clause im griechischen Gesetz, kann diese Differenz nachträglich erzwungen werden. Wie weise diese Entscheidung war, analysiert Ökonomenstimme.

Börsen und Geldanlage

DAX hatte größten Tageseinbruch seit Jahresbeginn

Aufgrund erneut schlechter Nachrichten aus Griechenland mussten der DAX und auch der Dow Jones am Dienstag den größten Tageseinbruch seit dem Jahresbeginn verzeichnen. Wenn die Nervosität bestehen bleibt, besteht auch die Gefahr, dass die Kurse weiter sinken. Da allerdings seit Jahresbeginn ein stätiger Aufwärtstrend herrscht, könnten sich mit dem Kurssturz gute Einstiegschancen bieten, wie die Börsenblogger schreiben.

SAP verzeichnet bestes Jahr seit Bestehen

SAP ist ein Unternehmen, welches Software für Unternehmen entwickelt, um ihnen damit bei der Steigerung ihrer Effizienz zu helfen. Damit sind sie so erfolgreich, dass sie den Umsatz im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent steigern konnten. Der gesamte Jahresumsatz steigerte sich sogar um 14 Prozent. Das spiegelte sich auch in der SAP-Aktie wieder. Sie gewann im gesamten letzten Jahr 25 Prozent dazu. Die neusten Unternehmensziele lassen vermuten, dass sich der Kurs auch weiterhin in dieser Richtung bewegen wird. Wie diese genau aussehen, zeigen die Börsenblogger.

Geldmarkt und Währungen

Der Yen sinkt immer weiter

Gegenüber dem Euro verliert der Yen seit Jahresbeginn 13 Prozent. Schon seit Wochen hat die japanische Währung Probleme. Sie fällt immer weiter und das liegt, nach offiziellen Angaben, vor allem am Eingreifen der Bank of Japan. Sie führte ein Inflationsziel ein und kündigte gleichzeitig an, dass das laufende Bondankaufprogramm aufgestockt wird. Wie sich diese Aktionen weiterhin auf den Yen auswirken werden, analysiert Wirtschaftsfacts.

Sparen schadet!

Wenn die privaten Haushalte ihr Geld sparen, bedeutet das für die Unternehmen, dass die Nachfrage nach ihren Produkten sinkt. Aber durch Papiergeld kann man ,,Ersatzersparnisse“ schaffen. Denn Notenbanken erschaffen Papiergeld und verleihen dies den Banken und Investoren zu einem niedrigen Zins. Der Staat übernimmt dadurch die Aufgabe der Wachstumsdynamik, um eine Rezession zu verhindern. Warum es also nicht immer gut ist, zu sparen, zeigt Acemaxx-Analytics.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Unternehmen sollten Social Media nicht unterschätzten

Mittlerweile ist fast jedes Unternehmen auf Google Plus, Facebook oder Twitter vertreten. Jedoch gibt es immer noch viele, die keinerlei Nutzen in diesen Marketingmaßnahmen sehen. Immer noch herrschen viele Vorurteile. Wie z.B. ,,Das ist ein Hype, das geht wieder vorbei“. Warum dieses Vorurteil nicht zu bestätigen ist, und welche weiteren negativen Vermutungen über Social Media kursieren, zeigt Ich sag mal.

Viele Grüße,
das smava-Team

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