smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (20. April 2012)

Liebe Leser,
Zwei Jahre ist jetzt schon her, dass Griechenland die EU und den IWF um insgesamt 45 Milliarden Euro gebeten hat. Auch heute ist die europäische Finanzkrise noch nicht abgewendet. Ganz im Gegenteil, immer mehr Länder melden, dass sie pleite sind. Besonders Spanien gerät dabei immer mehr in den Mittelpunkt. Aber ob auferlegten Spaßmaßnahmen nicht weitere Probleme mit sich ziehen, ist fraglich. Dies und weitere Ereignisse der vergangenen Woche sind hier in unserer Übersicht:

Wirtschaft und Unternehmen

Daimler verliert Topposition an die Konkurrenz

Trotz Rekordzahlen beim Absatz und Umsatz muss Daimler seine Spitzenposition im Bereich Premiumsegment der Automobilindustrie an BMW und Audi abgeben. Bei den Absatzzahlen wie auch der Rentabiliät sind die beiden deutschen Rivalen Daimler um einiges voraus. Aber das ist nur noch eine Frage der Zeit. Bis 2020 plant der Daimler Konzern die Spitze im Bereich der Oberklasse-Automobile wieder zurückgewonnen zu haben. Wie genau die „Wachstumsstrategie 2020“ aussehen soll, zeigen die Börsen Blogger.

Eurokrise ist weiterhin auf dem Vormarsch

Zinsaufschläge für die griechischen, italienischen und spanischen Staatsanleihen steigen wieder. Mittlerweile gerät Spanien immer mehr in den Mittepunkt der Finanzkrise. Immer wieder wird diskutiert, dass die Sparmaßnahmen die Rezession in Europa verstärken. Wo genau das Problem der Eurozone liegt, analysiert Acemaxx-Analytics.

Börsen und Geldanlage

Apple Aktie fällt

Am Dienstag erschien im Blog Investors Inside ein Artikel in dem über den Fall der Apple-Aktie berichtet wurde. Seit drei Handelstagen ist ein deutlicher Rückgang zu erkennen. In den vergangenen Monaten war dagegen immer ein steiler Anstieg zu sehen. Deshalb ist ein Rückgang in dieser Größenordnung eigentlich normal und als Korrektur zu verstehen. Für wen der Sturz der Apple-Aktie trotzdem große Folgen haben wird, zeigt Investors Inside.

Steigt die Allianz als Großaktionär bei der Commerzbank aus?

Nahezu alle europäischen Bankenaktien mussten Abschläge hinnehmen. Der Grund hierfür lag in den negativ gelaufenen Anleiheauktionen in Spanien und Italien. Auch die Anleger der Commerzbank-Aktie hatten dabei wenig zu lachen. Und auch das Gerücht um den geplanten Ausstieg der Allianz aus dem Investment bei der Commerzbank, dürfte nicht zur Steigerung ihrer Laune beitragen. Was dann mit den stillen Einlagen passieren würde, erklärt Investors Inside.

Geldmarkt und Währungen

Quote der „faulen Kredite“ in Spanien so hoch wie nie

Daten der spanischen Zentralbank zeigen, dass die Quote der sogenannten faulen Kredite in den heimischen Banken im Februar auf das höchste Niveau seit 1994 gestiegen ist. Das liegt vor allem an der momentanen aussichtslosen Situation, in der sich auch Italien, Griechenland, Portugal und Irland befinden. Was die Ursachen für die unaufhaltsame Abwärtsspirale sind, analysiert Wirtschaftsfacts.

Immobilienblase in Irland geplatzt

Im Vorfeld der globalen Finanzkrise ist in Irland eine der gewaltigsten Immobilienblasen, die es je in Europa gegeben hat, geplatzt. Viele Objekte lassen sich heute nicht mehr verkaufen und auch bei den teuren Immobilien sieht es nicht anders aus. Und das obwohl, laut offiziellen Statistiken, die Immobilienpreise seit Ende 2007 um 56 Prozent gesunken sind. Warum trotzdem die Trendwende ausbleibt, zeigt Wirtschaftsfacts.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Innovativsten Finanzunternehmen 2012

Fast Company hat auch dieses Jahr wieder eine Liste mit den 50 innovativsten Unternehmen herausgegeben. Auch die 10 innovativsten Finanzunternehmen wurden bestimmt. Besonders wird dabei darauf Wert gelegt, dass die Unternehmen Veränderungen hervorrufen, also die Rahmenbedingungen der Märkte oder sie selbst ändern. Den dritten Platz der innovativsten Finanzunternehmen belegt Kickstarter. Platz zwei ging an Starbucks, da sie als ein angeschlagenes Unternehmen durch ein eigenes Bezahlsystem den Ruf und die Beziehung zum Kunden wieder hergestellt haben. Und wer den ersten Platz belegte, zeigt der Bank Blog.

Studie beweist: Banken nutzen Social Media nur unzureichend

Die unabhängige Researchfirma „MyPrivateBanking“ gab eine interessante Pressemitteilung heraus. In dieser wurden die Ergebnisse einer Studie zusammengefasst, in der deutlich wurde, dass nur eine kleine Gruppe der weltweit führenden Banken Netzwerke wie Facebook und Twitter nutzt. Dazu gehört zum Beispiel die Citibank, die das Ranking anführt. Aber auch Banken außerhalb Deutschlands sind oben an der Spitze mit dabei. Welche Banken das sind, zeigt Blicklog.

Viele Grüße,
das smava-Team

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