smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (19. August 2011)

Liebe Leser,

nach dem Urlaub sind wir nun wieder da mit unserem Wochenrückblick. Obwohl wir leider zwei spannende Wochen in Sachen Wirtschaft und Finanzen verpasst haben, gab es in den letzten Tagen viel zu berichten. Zum Wochenanfang wurde bekannt das Google die Handysparte des US-Konzerns Motorola übernimmt und sich somit auf den Hardware Markt begibt. Am Dienstag trafen sich Merkel und Sarkozy um neue Lösungen für die europäische Schuldenkrise zu finden. Am Donnerstagnachmittag kam dann der erneute Schock: die Kurse fielen und der DAX machte das größte Tagesminus seit November 2008. Heute Morgen verlor der Nikkei in Tokio binnen weniger Minuten nach Handelsbeginn mehr als zwei Prozent an Wert. Bei derartigen Aussichten dürften sich einige auf das Wochenende freuen, aber hier erst mal der Wochenrückblick:


Wirtschaft und Unternehmen

Eurobonds

Nach dem Treffen von Merkel und Sarkozy in Paris wird noch heftiger über das Thema Eurobonds, sprich über Gemeinschaftsanleihen der Europäischen Währungsunion diskutiert. Vorerst, so beteuern es Merkel und Sarkozy, stehen Eurobonds nicht zur Debatte. Angekündigt wurden am Dienstag eine gemeinsame Wirtschaftsregierung, Schuldenbremsen in allen Euro Ländern und eine Finanztransaktionssteuer. Dennoch scheint es einigen, als wäre mit den auf dem Gipfel getroffenen Deutsch-Französischen Entscheidungen geradezu der Weg für Eurobonds geebnet worden.
Auch in den Blogs wurde ein spezielles Augenmerk auf die möglichen Gemeinschaftsanleihen geworfen, hier einige interessante Beiträge zum Thema:
WirtschaftsphilosophEurobonds wären eine komplette Schuldenübernahme
PixelökonomTeufelszeug Eurobonds
BlicklogMeine Bauchschmerzen mit den Eurobonds
Verlorene Generation-How to make Eurobonds work

Google kauft Motorola-Mobilfunksparte

Mit dem Betriebssystem Android schaffte Google es, sich in kürzester Zeit den größten Anteil des weltweiten Smartphone-Markts zu sichern. Da die Open-Source-Software von Hardware-Herstellern kostenlos verwendet werden kann, konnten diese am Smartphone-Markt die meisten Gewinne einfahren, während Google jedoch fast leer ausging. Bei Apple’s iPhone ist dies nicht der Fall. iOS ist zwar nicht das marktbeherrschende Betriebssystem, jedoch steht hinter jedem iOS auch ein iPhone, das Apple bedeutende Erträge einbringt. Das will Google jetzt ändern und begibt sich mit dem Kauf der Motorola Handysparte auf den Hardware Markt. Eine ausführliche Analyse zu Google’s Motorola Deal liefert Ich sag mal.

Börsen und Geldanlage

Gold und Silber

In den letzten Wochen konnten wir immer wieder über den Höhenflug des Goldpreises berichten. Das Edelmetall stellt für Investoren in turbulenten Zeiten einen ruhigen Hafen dar. Viele fragen sich nun, warum dieser Trend nicht auch beim Silber Ausdruck findet. Obwohl zuletzt auch der Silberpreis zunahm, fand ein deutlich geringer Anstieg als beim Goldpreis statt. Die Börsenblogger analysieren die
Entwicklungen des Silberpreises
im Vergleich zu denen des Goldes.

DAX

Europa und die USA stehen kurz vor der Rezession, es herrscht Sorge um die Stabilität der Europäischen Banken und es werden immer neue enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht. Dies sind nur einige der vielen Faktoren die wohlmöglich Händler zum Verkauf ihrer Aktien bewegen und für Kursstürze an den Börsen sorgen. Blicklog schreibt Freitagmorgen einen Beitrag zum Thema Finanzmärkte unter Psychose.


Geldmarkt und Währungen

Schweizer Franken

Am Mittwoch versuchte die Schweizer Nationalbank erneut den Höhenflug des Schweizer Frankens zu stoppen, und durch eine Geldmengenerhöhung eine Abwertung herbeizuführen. Ähnlich wie beim Gold flohen Investoren wegen der Unruhen an den Märkten in den sicheren Franken. Allerdings ist der starke Franke unter anderem für Schweizer Exporte und die wichtige Tourismusbranche schädlich. Da in den Medien zuvor eine Untergrenze des Euro/CHF Kurses oder gar ein fester Wechselkurs diskutiert wurden, reagierten die Märkte indes eher enttäuscht auf die sanfte Maßnahme und die Geldmengenerhöhung bewirkte letztendlich das Gegenteil. ACEMAXX-ANALYTICS schaut auf die Geldpolitik der SNB.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Social Media

Während mittlerweile alle DAX 30 Unternehmen im Social Web vertreten sind, interessieren sich deren Vorstände wenig für die eigene Social Media Präsenz. Viele nehmen die Möglichkeiten die ihrem Unternehmen durch Social Media geboten werden nicht ernst, erkennen deren Bedeutung nicht oder sorgen sich über Kontrollverlust. Ich sag mal beschreibt die Haltung der Unternehmen und ihrer Vorstände im Bezug auf Social Media, basierend auf einer Studie der Agentur Deutsche Markenarbeit.


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