smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (25.November 2011)

Liebe Leser,
diese Woche war der 1. Advent und somit rückt Weihnachten immer näher. Was auch immer näher rückt, sind die Eurobonds. Sie gelten mittlerweile als Rettung für die Eurokrise.
Der Kurs der Commerzbank sinkt immer weiter ab und der erwartete Kapitalbedarf scheint nicht auszureichen. Und wie eine kleine Bank es geschafft hat die sozialen Medien effizient zu nutzen und weitere spannende Themen sind hier in unserer Übersicht:


Wirtschaft und Unternehmen

Bankenbranche baut mehr Stellen ab als im Krisenjahr 2009

In der globalen Finanzindustrie wird mit Kürzungen von mehr als 200.000 Arbeitsplätzen gerechnet. Besonders der angekündigte Abbau von Stellen bei den Großbanken Citigroup, BNP Paribas, HSBC und Bank of America wird sich desaströs auf die diesjährige Bilanz auswirken. Dadurch, dass alle Banken ihre Kosten verringern müssen, werden die Jobverluste sogar höher ausfallen als 2009. Wie viele Arbeitsplätze bei den einzelnen Banken wegfallen werden, erklärt Wirtschaftsfacts.

Investoren verlieren Vertrauen in Staatsanleihen

Schon die wenig erfreulichen Schlagzeilen der letzten Wochen trugen dazu bei, dass nicht nur Investoren, sondern auch jeder Durchschnittsmensch, das Vertrauen verlor. Denn auch die Zinsaufschläge für Staatsanleihen aller europäischer Länder sind im Vergleich zu Bundesanleihen dramatisch gestiegen. Frankreich muss knapp 2 Prozent mehr zahlen als Deutschland, Spanien 4,5 Prozent, Italien deutlich über 5 Prozent. Wie das Vertrauen in die Finanzmärkte wieder zurückkehren könnte, analysiert Blickblog.

Börsen und Geldanlage

Positive Entwicklung der Campion Minerals Aktie erwartet

Eine Studie zur vorläufigen Bewertung der Wirtschaftlichkeit wies auf erste Anzeichen für eine Kurssteigerung der Aktie des kanadischen Eisenerzexplorers und Projektentwicklers hin. Laut Experten könnte die neue Studie zu einer Erhöhung der Ressourcen in den geplanten Abbaugruben, einer Reduzierung der Produktionskosten und zu einer Steigerung der geplanten Jahresproduktion führen. Welch zweiter Faktor den Kursverlauf ebenfalls positiv beeinflussen könnte, erklärt Björn Junker.

Kurs der Commerzbank sinkt

Der Kurs der Commerzbank sank auf ein Rekordtief von 1,12 Euro im Xetra. Das Gerücht, dass die Bank einen Kapitalbedarf von weiteren 2,3 Milliarden benötigt, könnte der Auslöser gewesen sein. Der Bilanzstresstest ergab jetzt, dass eine Kapitallücke von 5,2 Milliarden, anstatt wie angenommen 2,9 Milliarden Euro, besteht. Trotzdem verkündete der Vorstandschef Martin Blessing, dass keine Staatshilfen benötigt werden. Wie die Commerzbank diese Anforderungen aus eigener Kraft bewältigen kann, erklärt Börsenblog.


Geldmarkt und Währungen

Eurobonds gelten als Rettung für die Eurokrise

Viele Staaten in Europa sind sich einig, dass nur noch durch Eurobonds die Schuldenkrise bewältigen lässt. Man rechnet damit, dass sie kurzfristig den Markt beruhigen würden, aber man muss auch beachten, dass sie mittel- und langfristig die falschen Signale vermitteln. Da zum Beispiel die verschuldeten Staaten in Europa ihre Strukturreform nicht mit gleicher Intensität fortsetzen werden, wenn sie sich über Eurobonds wieder günstig verschulden können. Wie hoch die Zinsen der einzelnen Staaten sind und warum die Eurobonds kein dauerhafter Ausweg aus der Schuldenkrise sein können, analysiert Ökonomenblog.

D-Mark für Deutschland

Philip Davis konterte gegen Wolfgang Schäuble. Dieser hat in einem Gespräch mit der dpa angedeutet, dass er von Großbritannien einen schnellen Eintritt zum Euro erwartet. Dagegen sagte der Abgeordnete, dass sich der Finanzminister lieber darauf konzentrieren sollte die Krise zu lösen und mehr darauf hören, was seine Bürger wollen. Denn immer mehr wünschen sich die Wiedereinführung der D-Mark. Viele sehen darin, dass es ihnen ökonomisch mit ihr besser ging als mit dem Euro. Aber warum sich die Sehnsucht nach der D-Mark nicht nur auf das Zahlungsmittel bezieht, erklärt Blognition.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Regionale Bank beginnt soziale Medien zu nutzen

Viele regionale Banken liefern das Argument, dass sie zu klein sind um soziale Medien zu nutzen. Nicht die Raiffeisenbank Hersbruck. Sie hat auch nur 155 Mitarbeiter und 17 Geschäftsstellen. Trotzdem erstellte sie Anfang 2010 einen Blog, der auf der Homepage zu finden ist, um mehr Kontakt zu den Kunden zu bekommen. Was sich seit dem getan hat und in wie fern diese Bank immer mehr die sozialen Medien benutzt, zeigt der Bank Blog.

Viele Grüße,
das smava-Team

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