Kredite für Eltern – Der große Ratgeber

Kredit trotz Elterngeld – diese Anforderungen stellen Banken an Kreditnehmer mit Kindern. – Foto: shutterstock

Dass ein Kind Geld kostet ist bekannt. Gerade werdende oder frisch gewordene Eltern verfügen jedoch häufig nicht über ausreichende Ersparnisse, um auf Anhieb alle neuen und notwendigen Anschaffungen wie die Erstausstattung und Veränderungen wie einen Umzug zu bezahlen. Sie nutzen deshalb einen Kredit.

Dieser Kreditratgeber für Eltern zeigt Eltern wie sie ihren Kredit sicher und günstig finden und aufnehmen.

Kredit während der Schwangerschaft

Aktuell gibt es keine gesetzliche Regelung darüber, ob eine Schwangerschaft im Kreditantrag angegeben werden muss. In den Anfangsstadien der Schwangerschaft gelten aus Sicht der Kreditinstitute keine Sonderregelungen für werdende Eltern. Auch die Bonität der Kreditnehmenden leidet unter dem ungeborenen Kind zunächst nicht.

Nimmt eine schwangere Kreditnehmerin einen Kredit in einer Bankfiliale auf, wenn der Babybauch schon deutlich sichtbar ist, ist damit zu rechnen, dass ihr Ausfallrisiko schlechter bewertet wird.

Hintergrund der Bewertung ist die sachliche Risikoabwägung als Grundlage jeder Kreditvergabe. Das Kreditinstitut möchte sich gegen das Risiko eines Kreditausfalls absichern. Kindergeld und Elterngeld als Einkommensbasis reichen in aller Regel nicht aus, um einen Kredit vollständig zurückzahlen zu können. In diesem Fall bietet es sich an, den Kredit zu zweit aufzunehmen – vorausgesetzt die Kreditwürdigkeit des (Ehe-)Partners reicht aus.

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Kredit für Schwangere – welche Unterlagen sind erforderlich?

Wie alle anderen Kreditnehmer auch, müssen werdende Eltern die letzten drei Einkommensnachweise vorlegen. Aus diesen geht in aller Regel neben der Höhe des Gehalts auch hervor, seit wann das Beschäftigungsverhältnis besteht. Dies ist relevant, da Kredite innerhalb der Probezeit oder bei befristetem Arbeitsvertrag nur mit Bürgschaft bewilligt werden.

Damit ein Kredit bewilligt wird, muss das Netto-Arbeitseinkommen oberhalb der Pfändungsgrenze liegen. Darüber hinaus muss die Haushaltsrechnung ein Plus aufweisen, sodass nach Abzug aller Fixkosten ausreichend Geld für die monatliche Rate verfügbar ist.

Kredit trotz Mutterschutz

Als eine besonders große Herausforderung entpuppt sich der Kredit trotz Mutterschutz. Spätestens, wenn der Mutterschutz für die Bank erkennbar ist, wird der Kreditnehmerin die Aufnahme ihres Wunschkredits erschwert. Die Information über bestehenden Mutterschutz ist unter anderem der Gehaltsabrechnung oder den Kontoauszügen entnehmbar.

Ist der Mutterschutz nicht offensichtlich, kann der Kredit trotz Mutterschutz Eltern eine kurzfristige Geldquelle bieten. Die Bank geht dann nämlich von einem gewöhnlichen Kreditgesuch eines Paares oder Singles aus und gewährt entsprechend günstigere Konditionen.

Kredit trotz Elterngeld

Ein Kredit in der Elternzeit ist für die breite Masse mit vielen Bewilligungsproblemen verbunden. Ein besonders gutes Einkommen eines Elternteils oder beider Elternteile kann hierbei den nötigen Ausgleich bieten.

Für Normalverdiener erweist sich der Kredit trotz Elterngeld allerdings als Schwierigkeit. Die wichtigsten Brennpunkte, um einen Kredit in der Elternzeit zu gewähren lauten:

  • Höhe des pfändbaren Arbeitseinkommens
  • Unpfändbarkeit sozialstaatlicher Lohnersatzleistungen
  • Unpfändbarkeit des Zusatzeinkommens
  • Wiedereinstieg nach der Elternzeit in den Beruf ist unsicher

Mit einem Kredit während der Elternzeit geht der Kreditgeber das Risiko ein, dass die Eltern nach der Pause nicht wieder in den Beruf einsteigen oder zumindest nicht in Vollzeit arbeiten. Fällt das Elterngeld weg, lebt die Familie nur noch von einem Einkommen, das im Fall der Fälle von der Bank nicht pfändbar wäre. Um sich gegen diesen Verlust abzusichern, kalkuliert die Bank dieses Risiko mit ein. Das Resultat: ein teurer Kredit für die Eltern.


Wer einen Kredit trotz Elterngeld benötigt, sollte einen zweiten Kreditnehmer im Antrag angeben. Dies wird von der Bank positiv bewertet – unter Umständen verringern sich dadurch die Gesamtkosten des Kredits. Als zweiter Kreditnehmer kommt beispielsweise der Partner oder eine andere Person des Vertrauens in Frage.


Kredit für alleinerziehende Mütter

Wer als Alleinstehender einen Kredit ohne zweiten Kreditnehmer aufnehmen möchte, wird auf Schwierigkeiten stoßen, es sei denn er kann dem Kreditgeber ein hohes Einkommen vorweisen. Der zweite Kreditnehmer fungiert als Bürge für den Antragsteller – wird von der Bank also als eine Form von Kreditsicherheit anerkannt, der im Fall des Kreditausfalls zur Verfügung steht.

Alleinerziehende Mütter profitieren ganz besonders von einem Bürgen, da sie aus Sicht der Banken nicht in ausreichendem Umfang berufstätig sind.

Ein Kredit für Alleinstehende – dazu zählt der Kredit trotz Kindergeld, der Kredit für die Hausfrau oder der Kredit trotz Elterngeld – ist für Banken immer mit einem erhöhten Ausfallrisiko verbunden. Hinzu kommt, dass viele alleinerziehende Mütter ein geringes Einkommen haben, beziehungsweise auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Dieses Einkommen dient ausschließlich zum Lebensunterhalt der Familie und ist in den meisten Fällen zu gering, um die Kosten eines Kredits zu decken. Ohne Bürge bleiben vielen alleinstehenden Kreditinteressenten nur wenige Kreditoptionen übrig.

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