Bei Fremdbanken Geld abheben mit hohen Gebühren verbunden

Geldautomaten in Deutschland gibt es wie Sand am Meer. An Bargeld zu kommen ist kein Problem – nur gebührenfrei geht das nicht immer. Manchmal entstehen sogar hohe Kosten.

Geld abheben

Wann fallen Gebühren an? – Foto: shutterstock

Wer hierzulande zum Geldabheben einen Automaten einer fremden Bank oder einem unabhängigen Betreiber nutzt, muss in der Regel mit Gebühren rechnen. Über die Höhe der Fremdabhebungsgebühren gibt es bislang keine einheitliche Regelung. 2011 einigten sich die Privatbanken erstmals auf eine Deckelung von 1,95 €. Diese wurde allerdings wieder fallengelassen, sodass die Preisspanne für Abhebungen an Fremdbanken mittlerweile wieder zwischen 4,00 € und 7,99 € liegt.

Gebühren müssen angezeigt werden

Alle Automatenbetreiber sind seit 2011 dazu verpflichtet, Verbraucher über anfallende Gebühren zu informieren. In den meisten Fällen wird die Gebühr erst angezeigt, nachdem man den Auszahlungsbetrag ausgewählt hat. Deshalb ist es wichtig, sich die Zeit zu nehmen und die angezeigten Informationen gründlich durchzulesen. Solange die Auszahlung noch nicht bestätigt wurde, kann der Vorgang stets abgebrochen werden und bleibt kostenfrei.

Alternativ: Im Supermarkt Geld abheben

Die Tatsache, dass Kunden auch bei Fremdbanken Geld abheben können, ist in erster Linie praktisch. Dies ist dank unterschiedlicher Geldautomaten-Verbünde möglich. Nur auf die Kosten muss jeder Kunde selbst achten.

Inzwischen können Verbraucher sich den Weg zum Geldautomaten gleich ganz sparen und sich im Supermarkt Geld vollkommen kostenfrei auszahlen lassen. Die Rewe-Gruppe bietet den Service bereits seit 2003 unter der Bezeichnung „Cashback“ an, seitdem folgten unter anderem Netto und Aldi. Zur Rewe-Gruppe gehören unter anderem auch die Lebensmittel- beziehungsweise Baumarkt-Discounter Penny und Toom.

„Geld zurück“ im Supermarkt gibt es aber nur unter zwei Bedingungen: ein Mindesteinkaufswert von 20 Euro sowie ein Höchstbetrag von 200 Euro pro Abhebung.

Shell-Tankstellen gehen noch einen Schritt weiter: Kostenlos Geld abheben ist jedem gestattet – ein Einkauf ist nicht nötig. Die Bank muss nur dem Geldautomaten-Verbund „Cash Group“ angehören. Dazu zählen unter anderem Deutsche Bank, Postbank und Commerzbank. Andernfalls fällt auch bei Shell eine Gebühr in Höhe von 3,95 Euro an.

 

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