Neues Gesetz verbessert Karten- und Onlinezahlungen für Verbraucher

Kartenzahlung

Mehr Sicherheit und weniger Kosten bei Kartenzahlungen. – Foto: shutterstock

Ein neues Gesetz schafft Gebühren ab, die bislang noch bei Kreditkartenzahlungen anfallen konnten. Auch im Online-Geschäft sollen Rechte von Kunden sowie moderne Finanzdienstleister gestärkt werden.

Bargeldloses Bezahlen im Geschäft oder online soll für Verbraucher künftig mit mehr Sicherheit und weniger Kosten verbunden sein. Händler sollen ab 2018 in vielen Fällen keine gesonderten Entgelte für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften mehr verlangen dürfen. Das beschloss die Bundesregierung in einem Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie. Die Regelung soll europaweit gelten – sowohl für Zahlungen an der Ladenkasse als auch im Internet.

Auch das bisher vertraglich zwischen Bank und Kunde vereinbarte achtwöchige Erstattungsrecht wird gesetzlich verankert. Verbraucher könnten sich demnach Lastschriften weiter ohne Angabe von Gründen erstatten lassen.

„Bei Fehlüberweisungen muss auch der Zahlungsdienstleister des Empfängers dabei mitwirken, dass dem Verbraucher fehlerhaft überwiesenes Geld zurückerstattet wird.“, sagte Justizminister Heiko Maas.

Mehr Sicherheit beim Online-Banking

Zugleich soll der Schutz von Verbrauchern bei Internetkäufen per Kreditkarte oder beim Online-Banking erhöht werden. So müssen Kunden sich mit mindestens zwei Authentifizierungs-Komponenten legitimieren – beispielsweise mit einer Karte und einer Transaktionsnummer (TAN). Eine solche „starke Kundenauthentifizierung“ müssten Zahlungsdienstleister für risikoreiche Zahlungen verlangen. Die konkreten Anforderungen wird die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) in Kürze vorlegen.

Das soll die Sicherheit erhöhen, laut Kritikern hingegen auch die Bequemlichkeit digitaler Zahlungsprozesse beschweren.

Modernisierung des Zahlungsdienstes

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erklärte: „Die neuen Regelungen eröffnen traditionellen Banken und innovativen Unternehmen neue Geschäftsfelder. Wir sorgen für mehr Wettbewerb und unterstellen Anbieter künftig der Aufsicht. Davon profitiert auch der Kunde.“ Denn: Mit den Gesetzesplänen wird der Inlands- sowie EU-Zahlungsverkehr weiter für moderne FinTech-Unternehmen geöffnet.

Das bedeutet für Verbraucher, dass sie künftig auf moderne Zahlungsdienste von Dritten zurückgreifen können. Diese Dienstleister übermitteln – meist via Internet – Daten zwischen Kunden und Banken ohne Kundengelder zu besitzen. Banken und Sparkassen müssen regulierten Dienstleistern Zugang zu den geführten Kontodaten ihrer Kunden gewähren. Dafür müssen diese Dienstleister eine Berufshaftpflichtversicherung oder andere Garantien vorweisen und dafür sorgen, dass die Sicherheitsmerkmale des Nutzers sicher sind. (mit dpa)


 

Quelle: Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz

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