smava-Studie: Kreditnehmer oft zu sorglos

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Allein in den letzten 12 Monaten hat die Sorgfalt bei der Kreditaufnahme deutlich nachgelassen. – Foto: fotolia.com

Das Internet macht es den Verbrauchern leicht, doch nicht immer werden die Vorteile auch genutzt: Wie eine smava-Studie ergeben hat, sind viele Verbraucher bei der Kreditaufnahme recht sorglos.

Ganze 62 Prozent der befragten Kreditnehmer gaben an, sich vor ihrer letzten Aufnahme nicht umfassend informiert zu haben. Lediglich 21 Prozent hatten zuvor überhaupt Angebote verglichen. Die Studie basiert auf Daten der letzten 12 Monate und wurde in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IPSOS durchgeführt.

Deutlicher Abwärtstrend

Allein in den letzten 12 Monaten hat die Sorgfalt deutlich nachgelassen: Den 21 Prozent, die Angebote verglichen hatten, stehen im vorigen Vergleichszeitraum immerhin noch 28 Prozent gegenüber. Bei den Filialbanken sieht es noch schlechter aus: Hier sank der Prozentsatz von 21 Prozent auf 10 Prozent.

Ein Grund für die nachlassende Vorab-Recherche und die erhöhte Sorglosigkeit im Umgang mit Krediten dürfte Zeitnot sein: Jeder zehnte Befragte (11 Prozent) gab an, seinen letzten Kredit unter Zeitdruck abgeschlossen zu haben – darunter finden sich doppelt so viele Filialbankkunden wie Online-Kreditnehmer (14 gegenüber 8 Prozent). Am meisten gestresst sind jedoch die unter 30-Jährigen, von denen ein Fünftel (21 Prozent) ihren letzten Kredit unter Zeitnot abgeschlossen hat.

Übrigens: Im Aufschwung ist die Kreditaufnahme mit Smartphone und Tablet. Im Vergleich zum Jahr 2014 stieg hier die Nutzung in der ersten Jahreshälfte 2015 um insgesamt 40 Prozent an. Dieses ist das Ergebnis einer vorigen smava-Studie.