Umfrage zu Finanzprotesten belegt Unzufriedenheit der Menschen mit den Banken

Die weltweiten Bankenproteste halten an. Sie begannen am 17. September in Amerika und haben jetzt auch Europa erreicht. Mittlerweile haben sich in über 1.000 Städten und 82 Ländern Menschen zusammengefunden, um gemeinsam zu protestieren. In Deutschland finden vor allem in Berlin, München und Frankfurt am Main entsprechende Veranstaltungen statt. Die Demonstranten fordern unter anderem eine stärkere Regulierung des Finanzsystems und eine vernünftige Transaktionssteuer auf Finanzgeschäfte. Das könnte durch eine höhere Eigenkapitalquote für Banken oder die Trennung von Investment- und Geschäftsbanking umgesetzt werden. Obwohl viele der Forderungen zu pauschal gehalten sind, ist die Unzufriedenheit der Menschen unverkennbar.

 

Diese Unzufriedenheit spiegelt sich auch in einer aktuellen Umfrage von smava.de mit knapp 800 Teilnehmern wieder und zeigt woher sie kommt und womit die Menschen unzufrieden sind. Die Ergebnisse hierbei sind eindeutig: 91 Prozent der Befragten sehen den Fehler bei der Gewinnmaximierung der Banken. 78 Prozent sind der Meinung, dass die Banken eine falsche Beratungsleistung anbieten. Die fehlende Transparenz des Finanzsystems und die zu hohen Gehälter sehen 77 Prozent als falsch an. Lediglich 3 Prozent erkennen keine Fehler im aktuellen Bankensystem.

 

„Unsere Umfrage zeigt, dass Menschen mit Banken unzufrieden sind. Das merkt man auch in den Medien, auf den Straßen und in persönlichen Gesprächen,“ so Alexander Artopé, Mitgründer und Geschäftsführer der smava GmbH.