Warum die Kontoführungsgebühren zurückkommen

Für Millionen von Menschen wird es bald richtig teuer.

Immer mehr Banken erheben Kontoführungsgebühren.

Doch was sind die Gründe?

  • Die EZB (Europäische Zentralbank) ist für die Geldwertstabilität im Euroraum zuständig und nimmt somit indirekt Einfluss auf die Wirtschaft. Ihr wichtigstes Werkzeug zur Regulierung der Geldmenge ist der Leitzins.

  • Banken orientieren sich am Leitzins und bestimmen somit die Höhe der Zinsen für Kredite und Sparanlagen.

  • Banken unterscheidet man grundsätzlich in Filialbanken und Direktbanken (Onlinebanken). Sie haben unterschiedliche Kosten - und Ertragsstrukturen.

  • Früher war der Leitzins hoch um den steigenden Preisen (Inflation) entgegenzuwirken. Durch teure Kredite stiegen die Einnahmen aller Banken. Im Wettbewerb um Kunden verschwanden die Kontogebühren.

  • Heute möchte die EZB die Wirtschaft wieder ankurbeln und hat den Leitzins auf 0% gesenkt. Dadurch werden mehr (günstige) Kredite vergeben, die für Investitionen genutzt werden. Darunter leiden die Einnahmen der Banken.

  • Die fehlenden Einnahmen werden nun vor allem bei Filialbanken durch höhere Kontoführungsgebühren reingeholt. Viele Direktbanken können jedoch darauf verzichten. Ein Wechsel kann sich also lohnen!

  • Traditionell scheuen sich die Deutschen vor einem Kontowechsel. Ein neues Gesetz soll den Vorgang nun erheblich erleichtern.

  • Übrigens: Kontoführungsgebühren gab es schon immer. Viele unserer europäischen Nachbarn sind es sogar gewohnt viel mehr zu zahlen.

Infos, Hintergründe und Embed-Code zur Grafik findet ihr hier.

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