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Was ist ein Akzeptkredit?

Bei klassischen Kreditmodellen stellt ein Kreditinstitut dem Kreditnehmer Geld zur Verfügung und erhält eine verzinste Rückzahlung. Der Akzeptkredit ist ein spezielles Kreditmodell und weicht von diesem klassischen Ablauf stark ab, denn anstatt dem Kreditnehmer Geld zur Verfügung zu stellen, verleiht die Bank hier die Nutzung ihrer guten Bonität.

Definition der Sonderform des Wechselkredits

Ein Akzeptkredit ist einfach erklärt eine Sonderform des Wechselkredits. Grundsätzlich dient bei einem Wechselkredit ein Handelswechsel als Sicherheit. Als Handelswechsel wiederum wird ein Wertpapier bezeichnet, mittels dessen sich der Aussteller zur Zahlung einer bestimmten Geldsumme zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtet. Der Akzeptkredit ist einfach erklärt ein Geschäftskredit und wird vornehmlich zwischen Banken und ihren Geschäftskunden geschlossen. Durch Abschluss des Akzeptkredits erklärt sich das Kreditinstitut bereit, die Verpflichtungen aus dem Wechsel unabhängig von der Zahlungsfähigkeit ihres Kreditnehmers zu übernehmen. Der Kreditnehmer hingegen verpflichtet sich, der Bank den Geldbetrag für den Wechsel spätestens am Tag vor der Fälligkeit zur Verfügung zu stellen.

Der Ablauf beim Akzeptkredit

Der Ablauf eines Akzeptkredits lässt sich anhand eines Beispiels verdeutlichen. Die drei Beteiligten sind die Bank, der Kunde und der Lieferant. Der Kunde möchte beim Lieferanten Waren im Wert von 75.000 Euro erwerben, aber erst in zwei Monaten bezahlen. Da der Lieferant die Bonität des Kunden nicht einschätzen kann, muss der Kunde zusätzliche Sicherheit bieten. Er schließt dazu einen Akzeptkredit mit der Bank ab, die den Wechsel akzeptiert. Nach zwei Monaten bezahlt die Bank den Lieferanten und erhält vom Kunden den Kreditbetrag und das Akzeptentgelt. Alternativ kann die Bank dem Kunden den Betrag zur Zahlung des Lieferanten zur Verfügung stellen und zum Fälligkeitszeitpunkt direkt vom Kunden bezahlt werden.

Wodurch zeichnet sich ein Akzeptkredit aus?

Im Gegensatz zum klassischen Kredit fließt beim Akzept bei standardmäßiger Durchführung kein Geld. Stattdessen stellt die Bank ihre gute Bonität in den Dienst des Kreditnehmers. Dieses Modell ist folglich für Geschäftsbeziehungen ausgelegt, in denen die ursprünglichen Geschäftspartner die Bonität des jeweils anderen nicht einschätzen können. Hauptanwendungsgebiet ist beispielsweise der Außenhandel. Bei Handelsgeschäften zwischen zwei Unternehmen kommt es häufig vor, dass die eingekaufte Ware erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt wird und stattdessen zunächst ein Wechsel ausgestellt wird. Dabei handelt es sich um ein Wertpapier, mit dem sich der Aussteller zur Zahlung eines festgelegten Geldbetrags zu einem bestimmten Zeitpunkt an einen festgelegten Auftragnehmer bereit erklärt. Dieser geht in Vorleistung und vertraut auf die Liquidität des Käufers zum Zeitpunkt der Fälligkeit.

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Hinweis
Die zukünftige Liquidität lässt sich insbesondere im Handel jedoch nur bedingt abschätzen, weshalb bis zu einem gewissen Grad Vertrauen herrschen muss. Beim Akzept stellt das Kreditinstitut seine Bonität dem Kunden zur Verfügung, indem es die Begleichung der Forderungen garantiert. Der Handelspartner kann daher auf eine hohe Sicherheit der Zahlung des Kredits zählen und zwischen den Geschäftspartnern muss kein sehr hohes Vertrauen mehr herrschen.

Die wichtigsten Fragen zum Akzeptkredit

In der Regel finden beim Akzept keine Geldflüsse statt, daher fallen auch keine Zinsen an. Prinzipiell ist der Akzeptkredit daher kostenfrei. Für die Ausstellung des Akzeptkredits verlangt die Bank jedoch von ihrem Kunden eine Provision, das sogenannte Akzeptentgelt.

Akzeptkredite werden seitens des Kreditinstituts in der Regel nur Kreditnehmern mit sehr hoher Bonität gewährt, da die Bank bei Zahlungsunfähigkeit den Schaden tragen muss. Weiterhin dienen diese Kredite ausschließlich zur Finanzierung von Handelsgeschäften und stehen nicht für sonstige Unternehmensgeschäfte zur Verfügung.

Das Konzept des Akzeptkredits ist speziell für Handelsgeschäfte gedacht. Diese Kredite stehen daher Privatkunden nicht zur Verfügung. Bis zur Einrichtung der Europäischen Zentralbank gab es die verwandten Diskontgeschäfte, bei der Banken mit privaten Wechseln handelten. Da ist jedoch mittlerweile eingestellt.

Als Rembourskredit wird ein Akzeptkredit bezeichnet, bei dem das zugrundeliegende Wechselgeschäft grenzüberschreitend ist.

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