In der Regel vergeben die Banken keinen Kredit, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls zu hoch ist. Bis zu einer gewissen Höhe sind die Kreditgeber jedoch bereit das Darlehen zu bewilligen. Dafür werden aber höhere Zinsen fällig. Dabei gilt, je höher das Ausfallrisiko ist, desto höher sind die Kreditzinsen. Mit diesen Mehrkosten schaffen sich die Banken eine Art Absicherung. Denn jeder Kreditausfall bedeutet auch für die Banken höhere Eigenkapitalkosten. Anhand der Bonitätsprüfung kann die Bank einschätzen, ob ein hohes Ausfallrisiko besteht. Je länger die Vertragslaufzeit für einen Kredit ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich private und berufliche Lebensumstände des Kreditnehmers ändern können. Doch auch negative wirtschaftliche Umstände können einen Einfluss auf Überschuldung von Privatpersonen haben. Die häufigsten Ursachen für eine Verschuldung sind Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit durch Erkrankungen, Scheidung, unwirtschaftliche Haushaltsführung, gescheiterte Selbstständigkeit und negative gesamtwirtschaftliche Umstände.