Wenn eine Bank Ihnen einen Kredit gibt, dann geht das Institut mit seinem eigenen Geld in Vorleistung und muss Jahre bis teilweise Jahrzehnte darauf warten, bis das Darlehen samt Zinsen zurückgezahlt wird.
In dieser Zeit kann naturgemäß vieles geschehen, das verhindert, dass Sie den Kredit wie vertraglich vereinbart zurückzahlen. Ausfallrisiko ist der Dachbegriff für diese Gefahr.
Konkret setzt es sich aus drei individuellen Faktoren zusammen:
- Wahrscheinlichkeit des Ausfalls: Wie wahrscheinlich ist es, dass der Kreditnehmer künftig seine Verpflichtungen nicht mehr erfüllen wird?
- Verlusthöhe im Ausfall: Wie hoch wäre der zu erwartende finanzielle Schaden, falls es tatsächlich zu einem Ausfall kommen sollte?
- Restschuld im Ausfall: Welche Restschuld des ursprünglichen Kredits wäre zum Zeitpunkt eines möglichen Ausfalls noch offen?
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Verlusthöhe ≠ Restschuld
Die beim Ausfall noch offene Restschuld beschreibt, auf welchen Kreditbetrag sich das Ausfallrisiko bezieht. Die Verlusthöhe im Ausfall ist dagegen der Betrag, den die Bank tatsächlich verliert, wenn der Kreditnehmer nicht mehr zahlt. Diese Summe kann deutlich niedriger sein, etwa wenn das Kreditinstitut Sicherheiten verwerten kann. Beträgt beispielsweise bei einem Autokredit die offene Restschuld 20.000 Euro, kann die Bank aber durch den Verkauf des Wagens 15.000 Euro einnehmen, liegt die Verlusthöhe bei nur 5.000 Euro.

