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Welche Rolle spielt das Ausfallrisiko bei einem Kredit?

Bei einer Kreditvergabe geht die Bank das Risiko ein, dass der Kreditnehmer den Zahlungen zur Tilgung des Kredits nicht pünktlich oder gar nicht nachkommt. Somit besteht ein sogenanntes Ausfallrisiko für den Kreditgeber. Wie hoch dieses Risiko ist, wird unter anderem durch die Bonitätsprüfung ermittelt. Aber auch Kreditnehmer sollten vor einem Kredit ihr eigenes Ausfallrisiko einschätzen können. Was hinter dem Begriff steckt, wie das Risiko ermittelt wird und wie Sie Ihr Ausfallrisiko verringern können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Ausfallrisiko im Überblick

  • Höhe der Wahrscheinlichkeit, dass Kreditnehmer den Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt
  • Bei einem zu hohen Risiko für die Bank wird der Kredit gar nicht oder nur zu hohen Zinsen vergeben
  • Ausfallrisiko wird ermittelt durch die Bonitätsprüfung (Vermögen, Einkommen, Sicherheiten etc.)
  • Ausfallrisiko kann durch Sicherheiten bei einem Kredit minimiert werden

Durch Bonitätsprüfung wird das Ausfallrisiko ermittelt

Wenn die Bank als Kreditgeber dem Kreditnehmer einen Kredit bewilligt, dann liegt darin auch immer ein gewisses Ausfallrisiko. Von einem „Ausfall” wird gesprochen, wenn die Zahlungen seitens des Kreditnehmers ausbleiben. Das bedeutet, dass die Bank im Vorfeld der Kreditvergabe die Höhe der Wahrscheinlichkeit abschätzen muss, dass der Kreditnehmer die vereinbarten Raten zur Tilgung des Kredits nicht pünktlich oder gar nicht zahlen kann. Daher unterliegt die Kreditvergabe der Bonitätsprüfung. Aus diesen Fragen ermittelt die Bank bestimmte Werte und kalkuliert so den Erwartungswert für das Ausfallrisiko:

  • Wie wahrscheinlich ist es, dass es zu einem Kreditausfall kommt?
  • Wie hoch ist die Kredithöhe, wenn es zu einem Ausfall kommt?
  • Wie viel Prozent würden bei einem Kreditausfall verloren gehen?

 

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Hinweis:
Je besser die Bonität des Kreditnehmers ist, desto geringer ist das Ausfallrisiko für den Kreditgeber. Die Bank prüft die erhaltenen Informationen dann in einem internen Verfahren und stuft kategorisch das prozentuale Ausfallrisiko für den Kreditnehmer ein. Liegt der ermittelte Prozentwert über der intern festgelegten Grenze, wird der Kreditantrag abgelehnt. Diese Schwelle ist jedoch von Bank zu Bank unterschiedlich.

Kredittilgung realistisch einschätzen

Vor der Aufnahme eines Kredits, sollten Sie Ihr persönliches Ausfallrisiko ebenfalls realistisch einschätzen. Setzen Sie daher die Kreditlaufzeit nicht länger als notwendig an. Dazu stellen Sie im Vorfeld eine Haushaltsrechnung auf. So wissen Sie genau, wie viel Budget Sie für die monatliche Rate zur Verfügung haben. Nutzen Sie auch unseren Kreditrechner, um mögliche Konditionen vorab durchzurechnen. Über unseren Kreditvergleich können Sie dann unverbindliche Kreditangebote einholen und miteinander vergleichen.

3 Optionen, um das Ausfallrisiko verringern

Vor allem bei langfristigen Darlehen werden von den Kreditgebern häufig Absicherungen verlangt. Wenn Sie zum Beispiel einen zweiten Kreditnehmer mit regelmäßigem Einkommen und sehr guter Bonität angeben, dann ist das für den Kreditgeber eine Sicherheit. Daneben haben Sie noch folgende drei Optionen:

1. Option: Restschuldversicherung abschließen

Eine der gängigsten Absicherungen ist der Abschluss einer Restschuldversicherung. Die Kosten für diese Versicherung zahlen Sie zusätzlich zu Ihren monatlichen Raten. Im Falle, dass Sie den Kredit nicht mehr tilgen können, greift der Versicherungsschutz. Bei einem Ausfall würde demnach die Versicherung die weiteren Ratenzahlungen bis zur Tilgung des Kredits übernehmen. Sollten Sie eine Restschuldversicherung abschließen wollen, dann kalkulieren Sie die entsprechenden Kosten direkt in die monatliche Ratenzahlung mit ein.

2. Option: Kreditsicherheiten angeben

Sie können dem Kreditgeber Sicherheiten anbieten. Je nach Verwendung des Darlehens kann das zum Beispiel das finanzierte Fahrzeug bei einem Autokredit oder die Immobilie bei der Immobilienfinanzierung sein. Aber auch Sparguthaben, Lebensversicherungen oder Wertpapiere können als Sicherheit hinterlegt werden. Wenn Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, hat die Bank durch die hinterlegte Sicherheit einen entsprechenden Gegenwert. Dadurch verringert sich der finanzielle Schaden für den Kreditgeber und die Chance auf eine Kreditzusage steigt.

3. Option: Eigenkapital und Vermögenswerte

Bei bestimmten Darlehen müssen Sie als Kreditnehmer ein gewisses Eigenkapital vorweisen. So zum Beispiel bei der Baufinanzierung. Durch die Anzahlung verringert sich der Kreditbetrag, was wiederum zu einer kürzeren Laufzeit und besseren Konditionen führt. Wenn Sie Vermögenswerte besitzen, können Sie diese als Sicherheiten anbieten, wodurch sich das Ausfallrisiko verringert. So kann zum Beispiel eine Immobilie mit einer Grundschuld oder Hypothek belastet werden oder Sie verpfänden ein Depot. Dadurch verbessern sich auch die Kreditkonditionen.

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So wirkt sich das Ausfallrisiko auf einen Kredit aus

In der Regel vergeben die Banken keinen Kredit, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls zu hoch ist. Bis zu einer gewissen Höhe sind die Kreditgeber jedoch bereit das Darlehen zu bewilligen. Dafür werden aber höhere Zinsen fällig. Dabei gilt, je höher das Ausfallrisiko ist, desto höher sind die Kreditzinsen. Mit diesen Mehrkosten schaffen sich die Banken eine Art Absicherung. Denn jeder Kreditausfall bedeutet auch für die Banken höhere Eigenkapitalkosten. Anhand der Bonitätsprüfung kann die Bank einschätzen, ob ein hohes Ausfallrisiko besteht. Je länger die Vertragslaufzeit für einen Kredit ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich private und berufliche Lebensumstände des Kreditnehmers ändern können. Doch auch negative wirtschaftliche Umstände können einen Einfluss auf Überschuldung von Privatpersonen haben. Die häufigsten Ursachen für eine Verschuldung sind Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit durch Erkrankungen, Scheidung, unwirtschaftliche Haushaltsführung, gescheiterte Selbstständigkeit und negative gesamtwirtschaftliche Umstände.

Häufige Fragen zum Ausfallrisiko

Die wichtigste Grundlage, um das Ausfallrisiko eines Kreditnehmers einzuschätzen, ist die Bonitätsprüfung. Im Zuge dessen verlangt der Kreditgeber bei einem Kreditantrag Einkommensnachweise und Auskünfte über das private Vermögen des Kreditnehmers. Wichtig ist hierbei, dass eine ausgewogene Balance zwischen den Einkünften und Ausgaben besteht. Zudem holen sich Banken die SCHUFA-Auskunft ein. Sollte es in der Vergangenheit zu Zahlungsausfällen gekommen sein, dann wird Ihr Kreditantrag mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt, da das Ausfallrisiko hier zu hoch ist. Die Bank prüft die erhaltenen Informationen dann in einem internen Verfahren und stuft kategorisch das prozentuale Ausfallrisiko für den Kreditnehmer ein. Liegt der ermittelte Prozentwert über der intern festgelegten Grenze, dann wird der Kreditantrag abgelehnt. Diese Schwelle ist jedoch von Bank zu Bank unterschiedlich.

Die Bank überprüft vor der Kreditvergabe Ihre Bonität (Kreditwürdigkeit). Ihre Bonität ist die wichtigste Grundlage für die Kreditentscheidung. Anhand der Kriterien für die Bonitätsprüfung wird das Ausfallrisiko ermittelt. Je besser die Bonität des Kreditnehmers ist, desto geringer ist das Ausfallrisiko für den Kreditgeber.

Die Höhe des Ausfallrisikos hat einen direkten Einfluss auf die Konditionen bei einem Kredit. Sollten Sie ein höheres Ausfallrisiko haben, dann müssen Sie der Bank Sicherheiten anbieten. Zudem erhalten Sie bei mäßiger bis schlechter Bonität einen höheren Zinssatz auf Ihren Kredit oder Ihr Kreditantrag wird gänzlich abgelehnt.

Vor allem bei Kreditanträgen mit besonders hohen Geldbeträgen ist es sinnvoll, der Bank Kreditsicherheiten anzubieten. Sicherheiten wie Immobilien, Sparguthaben, Lebensversicherungen, Wertpapiere oder eine Grundschuld können zwar einen Kreditausfall nicht verhindern, jedoch kann die Bank mit diesem hinterlegten Wert ihren finanziellen Schaden reduzieren. Zudem können Sie das Ausfallrisiko minimieren, indem Sie einen zweiten Kreditnehmer angeben.

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