Die Inflationsrate in Deutschland lag im September 2026, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), vorläufig bei 3,3 Prozent und damit weiterhin deutlich über dem mittelfristigen Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent. Gegenüber August 2026 mit 2,9 Prozent hat sich die Teuerung damit spürbar erhöht.
Ein wesentlicher Preistreiber sind weiterhin die Energiekosten. Die Energiepreise lagen im September 2026 nach vorläufigen Angaben 14,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im August hatte der Anstieg noch 10,5 Prozent betragen, im Juli 8,3 Prozent. Damit hat sich die Teuerung bei Energie zuletzt deutlich verstärkt.
Solche Preisentwicklungen können unter anderem durch externe Faktoren wie geopolitische Spannungen, Angebotsengpässe oder steigende Energiepreise beeinflusst werden. Über geldpolitische Maßnahmen, beispielsweise die Anpassung des Leitzinses, versucht die EZB, die Inflation mittelfristig wieder in Richtung ihres Zielwerts von 2 Prozent zu führen.
Langfristig strebt die EZB eine Inflationsrate von 2 Prozent im Euroraum an, um Preisstabilität zu gewährleisten.