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Kredit im Todesfall - können sich Ehepartner absichern?

Wer erbt, ist im Testament geregelt. Andernfalls geht die Erbschaft an den nächsten Angehörigen. So geht der Kredit eines Ehepartners im Todesfall auf den Hinterbliebenen über. Ist keine Absicherung gegeben, kann das schwerwiegende Folgen haben – vorausgesetzt Sie nehmen das Erbe an. Denn dann müssen zum Erbe gehörende Kredite weiterhin bedient werden.

Kann ich verhindern, Kreditschulden meines Ehepartners zu erben?

Grundsätzlich gehen Kredite an die Hinterbliebenen über. Erbschaftskandidaten, dazu zählen natürlich auch Ehepartner, stehen jedoch diverse Handlungsalternativen zum eigenen Schutz offen. Eine Erbschaft kann innerhalb von sechs Wochen nachdem der potenzielle Erbe davon erfahren hat, abgelehnt werden. Er gilt dann vor dem Gesetz als Nichterbe und sämtliche Ansprüche gehen an den nächsten Kandidaten über. Die Ablehnung erfordert eine förmliche Verzichtserklärung an die zuständigen Behörden – eine mündliche Aussage reicht nicht aus.

Antrag auf Nachlassverwaltung

Des Weiteren gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit denen eine Haftungsbeschränkung auf die Nachlassbestände erreicht werden kann. Dies geschieht zum Beispiel durch einen Antrag auf Nachlassverwaltung, der sich besonders bei unklaren oder unübersichtlichen Vermögensverhältnissen des Verstorbenen empfiehlt. Die Nachlassverwaltung übernimmt die Verantwortung für die Klärung der Vermögensverhältnisse.

Überschuldung des Nachlasses

Bei Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Nachlasses hat der Erbe die Pflicht, unverzüglich ein Nachlassinsolvenzverfahren zu beantragen. Geschieht dies rechtzeitig, bleibt auch hier die Haftung auf das Erbe beschränkt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Gläubiger Schadenersatz vom Erben fordern können.

Wichtige Begriffe

Gemäß §2058 des BGB haften Erben für Nachlassverbindlichkeiten als Gesamtschuldner. Ein Erbe zu akzeptieren heißt folglich, geerbte Kreditschulden mit dem eigenen Vermögen decken zu müssen – dieser Tatsache sollten Sie sich bewusst sein.

Wenn der Nachlass überschuldet oder der Erbe zahlungsunfähig ist, kann ein Erbe mit Haftungsbeschränkung durch ein Nachlassinsolvenzverfahren beantragt werden. Damit bleiben sämtliche durch das Erbe aufkommende Verbindlichkeiten auf den vorhandenen Nachlass beschränkt.

Übersteigen die Schulden das Vermögen handelt es sich um eine Überschuldung. Können Zahlungen an Gläubiger nicht mehr bedient werden, handelt es sich um eine Zahlungsunfähigkeit.

Das gilt im Todesfall bei Gemeinschaftskrediten

Ein Gemeinschaftskredit zeichnet sich dadurch aus, dass er von mehreren Personen gemeinschaftlich aufgenommen wird. Rechtlich sind die Kreditnehmer unabhängig voneinander für die Begleichung der Schulden verantwortlich und können einzeln vom Kreditgeber belangt werden.

Ein typisches Beispiel für einen Gemeinschaftskredit ist ein gemeinsam aufgenommener Kredit eines Ehepaares. Der Kredit geht im Todesfall auf den Ehepartner über – dieser ist dann der verbleibende Kreditnehmer. Das geschieht unabhängig vom Erbe. Auch wenn das Erbe zum Teil z.B. an die Kinder geht und zur andern Hälfte an den Ehepartner, ist der Kredit davon ausgeschlossen; er geht in diesem Fall nur auf den Ehepartner über. Diese Situation kann sich insbesondere dann als existenzbedrohend erweisen, wenn der Kredit nach dem Todesfall des Ehepartners nicht mehr beglichen werden kann, da der Verstorbene für den Großteil der Einkünfte und damit für die Kreditzahlungen verantwortlich war. Vor der Aufnahme solcher Kredite sollten Sie daher auch über zusätzliche Absicherungen nachdenken. Bei Fragen zu möglichen Absicherungen, können Sie gerne jederzeit Kontakt zu unseren Kreditspezialisten aufnehmen.

Muss ein Bürge für den verstorbenen Kreditnehmer eintreten?

Der Tod eines Kreditnehmers wirkt sich auch aus, wenn eine Bürgschaft besteht. Ein Bürge hat sich dazu verpflichtet, für die Zahlung von Verbindlichkeiten aufzukommen, wenn der Hauptschuldner zahlungsunfähig ist. Wendet sich ein Gläubiger nach dem Todesfall an den Bürgen, ist dieser in der Zahlungspflicht. Dabei gehen laut Gesetz die Forderungen des Gläubigers auf den Bürgen über. Der Bürge kann sich mit Bitte um Rückzahlung an die Erben wenden. Problematisch wird dies bei einem überschuldeten Erbe mit Haftungsbeschränkung.

Die Restschuldversicherung als Absicherung für den Todesfall

Restschuldversicherungen sollen die weitgehenden Konsequenzen einer plötzlichen Zahlungsunfähigkeit, zum Beispiel durch einen Todesfall, verhindern. Dabei übernimmt die Versicherung die ausstehende Kreditsumme. Bei einem Kredit mit Todesfall des Ehepartners oder für andere Hinterbliebene hat die Kreditabsicherung einen wesentlichen Vorteil: Sie sind vor Zahlungen durch den ausstehenden Kredit geschützt. Restschuldversicherungen sind jedoch umstritten, da die Policen als teuer gelten und mitunter zu einer Doppelversicherung führen – zum Beispiel, wenn bereits eine ausreichende Lebensversicherung besteht. Wer aber auf Nummer sicher gehen und seinen Ehepartner schützen möchte, der kann eine solche Absicherung abschließen.

Die wichtigsten Fragen zum Kredit im Todesfall

Im ersten Schritt ist zunächst die Verantwortlichkeit zu prüfen. Dabei ist wichtig, wer den Kredit im Todesfall übernimmt und ob durch die Einkommensausfälle des Verstorbenen eine Zahlungsunfähigkeit droht. Weitere Schritte sind vom Zustand des Nachlasses und der Vertragsart abhängig.

Allgemein gehört das gesamte Vermögen des Verstorbenen zur Erbmasse, inklusive der Schulden. Ausnahmen sind gemeinschaftlich aufgenommene Kredite, bei denen die Mitunterzeichner unabhängig vom Erbe die Verantwortung übernehmen.

Grundsätzlich kann eine Kreditabsicherung auf zwei Arten angegangen werden. Der erste Weg ist der Abschluss einer Restschuldversicherung, sodass die Restschuld im Todesfall von der Versicherung übernommen wird. Alternativ können Sie durch eine Risikolebensversicherung in Höhe von mindestens der Kreditsumme dafür sorgen, dass die Erben eine Ausgleichszahlung erhalten. Mit dieser können sie dann den Kredit bedienen.

Nachlässe ohne Erben gehen nach §1936 BGB in Deutschland an das Land oder den Staat. Zu beachten ist, dass in diesem Fall auch eine Haftungsbeschränkung auf die Erbmasse gilt, wie etwa bei einer gerichtlichen Nachlassverwaltung.

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