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Wozu dient der Leitzins?

Der Leitzins wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) bestimmt und liegt aktuell bei null Prozent. Dadurch können sich Geschäftsbanken Geld bei der EZB günstig leihen und geben diese günstigen Konditionen an ihre Kunden weiter. Wenn Sie also einen Kredit beantragen möchten, dann profitieren Sie aktuell von niedrigen Zinsen und guten Kreditkonditionen. Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte rund um den Leitzins und welche Vorteile Sie durch das niedrige Zinsniveau haben.

Wichtige Infos zusammengefasst

  • Leitzins wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegt
  • Leitzins bestimmt die Konditionen zu denen Geschäftsbanken Geld anlegen und ausleihen können
  • Seit 2016 liegt der durch die EZB festgelegte Zinssatz bei null Prozent
  • Durch niedrigen Leitzins können Banken günstige Kredite an Geschäfts- und Privatkunden vergeben

Leitzins Definition

Der Leitzins ist ein geldpolitisches Steuerinstrument, um zum Beispiel die Preise im Wirtschaftssystem stabil zu halten. Eine Preisstabilität ermöglicht ein gesundes Wachstum der Wirtschaft und beeinflusst das Konsumverhalten der Verbraucher positiv. Die Höhe des Leitzinses wird von der jeweiligen Zentralbank festgelegt, um bestimmte Ziele wie eine stabile Wirtschaftslage zu erreichen. Im europäischen Raum ist dafür die Europäische Zentralbank zuständig. Diese agiert dabei unabhängig von den Regierungen der EU-Länder.

Die Europäische Zentralbank gibt den Leitzins vor

Da die EZB den Leitzins vorgibt, hat dieser einen direkten Einfluss auf die Bankinstitute. Denn diese leihen sich das Geld zum entsprechenden Leitzins. Der Leitzins wiederum dient den Banken dann zur Orientierung bei der Festlegung von Zinsen zum Beispiel für Kredite. Die Banken vergeben also abhängig von der Höhe des Leitzins Kredite mit entsprechenden Zinsen an die Verbraucher. Insgesamt gibt es drei Leitzinssätze der EZB:

Hauptrefinanzierungszinssatz

Der Hauptrefinanzierungszinssatz ist auch als EZB-Leitzins bekannt. Dieser legt fest zu welchem Zinssatz sich die Kreditinstitute und Banken bei der Europäischen Zentralbank Geld leihen können. Aktuell liegt der Leitzins bei 0,00 Prozent (Stand 07/2021).

Einlagenzinssatz

Der Einlagenzins beinhaltet den Zinssatz, zu dem Geschäftsbanken ihre Liquiditätsüberschüsse bei der EZB anlegen können. Aktuell liegt dieser Wert bei – 0,50 Prozent (Stand 07/2021).

Spitzenrefinanzierungszinssatz

Der Spitzenrefinanzierungszinssatz ist der Zinssatz, zu dem sich die Banken bei der Zentralbank über Nacht Liquidität sichern können. So können Liquiditätsengpässe vermieden werden. Aktuell liegt dieser Zinssatz bei 0,25 Prozent (Stand 07/2021).

Günstige Kredite dank niedrigem Leitzins

Da die Banken die aktuell niedrigen Zinsen an die Verbraucher weitergeben, können Kredite zu günstigen Konditionen aufgenommen werden. Über unser Vergleichsportal können Sie verschiedene Finanzierungen hinsichtlich der Kreditzinsen vergleichen und sich für ein günstiges Darlehen entscheiden. Den Kreditantrag können Sie auch kurzfristig online stellen und profitieren dadurch vom aktuellen niedrigen Zinsniveau.

So entsteht der Leitzins

Der Leitzins wird vom zuständigen Rat der EZB abhängig von wirtschaftlichen Entwicklungen beschlossen. Der EZB-Rat entscheidet über das Ausmaß und den Zeitpunkt der Senkungen oder Erhöhung des Zinssatzes. Ist der Leitzins niedrig, dann ist es für die Banken leichter, an günstige Kredite zu kommen und somit auch für Verbraucher. Steigt jedoch die Nachfrage bei Darlehen und das Angebot an Krediten wird kleiner, kommt es zu einer Preiserhöhung und somit auch zum steigenden Leitzins. Für eine Preisstabilität kann die EZB den Leitzins erhöhen. Ein niedriger Leitzins sorgt vor allem dafür, dass die Wirtschaft angekurbelt wird. Daher beeinflusst der Leitzins auch indirekt die Preisentwicklung.

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Hinweis
Ist der Leitzins niedrig, dann sind die Zinskosten für Kredite günstig, dafür gibt es jedoch sehr geringe Zinsen auf Sparguthaben. Bei einem hohen Leitzins ist das genau umgekehrt. Kredite werden teurer und die Zinsen auf Spareinlagen steigen wieder. Bei einem hohen Leitzins lohnt sich also die Geldanlage.
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Leitzinsen bestimmen die Zinsentwicklung

Wenn Sie einen Kredit beantragen, dann gibt es zwei Möglichkeiten wie der Zinssatz festgelegt wird:

Variable Verzinsung

Nehmen Sie ein Darlehen mit einer variablen Verzinsung auf, dann können die Zinskosten je nach aktuellem Leitzins steigen oder sinken. Die variable Verzinsung spielt vor allem bei einer langen Kreditlaufzeit eine Rolle. Denn wenn Sie aktuell bei einem Darlehen vom günstigen Leitzins profitieren, dann führt eine variable Verzinsung bei einer Erhöhung des Leitzins zu steigenden Kreditkosten.

Feste Verzinsung

Wenn Sie einen Kredit mit einer festen Verzinsung aufnehmen, dann bleibt die Zinslast über den gesamten Zeitraum der Tilgung gleich. Das bedeutet, sollte der Leitzins während der Kreditlaufzeit steigen, zahlen Sie weiterhin die vereinbarten niedrigen Zinskosten. Sollte der Leitzins allerdings noch weiter sinken, dann kann das bei einer festen Verzinsung zum Nachteil werden.

Häufige Fragen zum Leitzins

Der Leitzins ist ein zentrales Steuerelement innerhalb der Geldpolitik. Denn der Leitzins beeinflusst unmittelbar den Preis den die Banken für Geldanleihen oder Geldanlagen zahlen müssen. Dieser Preis wirkt sich dann dementsprechend auch auf die Endverbraucher aus. Sollte es zu einer erhöhten Konjunktur kommen und die Inflationsrate steigen, dann wird der Leitzins erhöht.

Wenn die EZB den Leitzins senkt, dann können Bankinstitute bei der EZB günstig Kredite aufnehmen. Dadurch kommt mehr Geld in Umlauf und die Verbraucher werden animiert, mehr Geld auszugeben. Denn auch die Hürden für Kreditaufnahmen sind gering. Da sich bei einem niedrigen Leitzins die Geldanlage nicht rechnet, wird die Wirtschaft eben durch die Geldausgaben in Schwung gebracht. Wenn der Leitzins erhöht wird, dann sollen vor allem die Konjunktur und die Preissteigerung gedämpft werden. Dadurch wird auch die Inflationsrate gesenkt.

Die EZB nimmt Änderungen am Leitzins vor, um die Wirtschaft und die Inflation im Gleichgewicht zu halten. Soll zum Beispiel die Wirtschaft angekurbelt werden, dann ist der Leitzins meist niedrig. Steigt die Inflationsrate, dann wird der Leitzins erhöht.

Ja. Wenn der Leitzins steigt, dann steigen auch die Zinskosten für Kredite. Sollten Sie ein Darlehen mit einer variablen Verzinsung aufgenommen haben, dann ändern sich dementsprechend auch die Zinsen für Ihren Kredit. Zwar sind die Banken nicht verpflichtet, den niedrigen Leitzins an ihre Kunden weiterzugeben, trotzdem profitieren Sie aktuell von günstigen Kreditkonditionen.

Der Leitzins wird durch die EZB bestimmt und kann zum Beispiel bei sich verändernden wirtschaftlichen Umständen erhöht werden. Eine Leitzinserhöhung ist vor allem dann wahrscheinlich, wenn die Inflation deutlich steigt. Aktuell ist jedoch keine Leitzinserhöhung zu erwarten, da unter anderem die Inflationsrate niedrig und das wirtschaftliche Wachstum gering ist.

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