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Was ist eine Restschuldversicherung?

Kredite haben oft eine lange Laufzeit. Unerwartete Arbeitslosigkeit, Phase der Arbeitsunfähigkeit, Tod des Kreditnehmers - diese Fälle können eintreten. Um sich und die Familie vor den Folgen möglicher Zahlungsausfälle zu schützen, können Sie eine Restschuldversicherung abschließen. Wann diese einspringt und worauf zu achten ist, erfahren Sie hier.

Was genau verbirgt sich hinter einer Restschuldversicherung?

Mit einer Restschuldversicherung sichern Sie sich und Ihre Angehörigen vor möglichen Zahlungsausfällen ab. Die Police, auch unter den Namen Kreditausfallversicherung oder Restkreditversicherung bekannt, springt ein, wenn Sie als Kreditnehmer die Zahlungen unverschuldet nicht mehr leisten können – sei es durch Arbeitslosigkeit oder im Todesfall.

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Hinweis
Der Abschluss einer Restschuldversicherung etwa beim Auto- oder Immobilienkredit ist freiwillig, allerdings betrachten manche Banken sie als Erhöhung der Kreditwürdigkeit. Denn die Restschuldversicherung stellt eine zusätzliche Sicherheit für den Darlehensgeber dar, was einen Vorteil für Kreditinteressierte mit geringer Bonität darstellt.

Vor Abschluss einer solchen Versicherung sollten Sie jedoch die Versicherungsbedingungen gründlich prüfen. So tritt der Versicherungsschutz bei einigen Angeboten erst nach einer bestimmten Wartezeit nach Versicherungsabschluss in Kraft.

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Was bringt eine Restschuldversicherung?

Die Restschuldversicherung ist als eine Sonderform der Risikolebensversicherung zu betrachten: Sie sichert gegen Lebensrisiken ab und übernimmt im Versicherungsfall die Ratenzahlungen. Der häufigste Grund für die Aufnahme eines Ratenkredits ist in Deutschland die Pkw-Finanzierung. Rund vier Prozent dieser Kreditnehmer schließen auch eine Restschuldversicherung zum Autokredit ab. An diesem verbreiteten Fall lässt sich zeigen, wie eine Restkreditversicherung in der Praxis funktioniert.

Ein Beispiel: Der Konsument nimmt für den Autokauf einen Kredit in Höhe von 10.000 Euro auf. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre, der effektive Jahreszinssatz zwei Prozent. Er entscheidet sich zudem für den Abschluss einer Restschuldversicherung. Der Kfz-Kredit wird dadurch zwar teurer: Ausgehend von einer Kreditsumme von 10.000 Euro sind für eine Restschuldversicherung etwa 1.500 Euro zu zahlen. Bei Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall springt die Police allerdings ein und übernimmt die verbleibenden Kreditraten.

Was kostet eine Restschuldversicherung?

Die Kosten der Restschuldversicherung hängen von der Kreditsumme ab, die Sie mit der Police absichern wollen. Die Finanzierung der Versicherung erfolgt dabei über den Kredit. Im Durchschnitt kostet eine Restschuldversicherung etwa zehn bis 20 Prozent der versicherten Kreditsumme. Das erhöht die monatliche Tilgungsrate wie auch den Jahreszinssatz: Der tatsächliche Jahreszinssatz beträgt im genannten Beispiel nicht mehr zwei, sondern rund acht Prozent. Hinzu kommen Verwaltungs- und Abschlusskosten; die Provision erhöht die Kosten der Restschuldversicherung nochmals.

Wann wird die Restschuldversicherung ausgezahlt?

Tritt der Versicherungsfall ein, übernimmt die Restkreditversicherung die verbleibenden Darlehensrückzahlungen. Am obigen Beispiel veranschaulicht: Abgeschlossen wurde die Restschuldversicherung für ein Auto. Todesfall, Arbeitslosigkeit und krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit sind somit abgedeckt. Verstirbt der Kreditnehmer nach zwei Jahren, übernimmt die Versicherung die ausstehenden  Forderungen von rund 7.000 Euro. Gleiches gilt für den Fall der Zahlungsunfähigkeit durch Krankheit.

Jedoch sollten Sie vor dem Abschluss einer Restschuldversicherung unbedingt das Kleingedruckte beachten. Die Anbieter definieren oftmals Ausschlusskriterien, unter denen die Versicherung nicht zahlt. Exemplarische Ausschlusskriterien in den Policen sind:

  • Die Versicherung zahlt nicht, falls Sie durch Auslaufen eines befristeten Arbeitsvertrags arbeitslos werden.
  • Die Versicherung zahlt bei Arbeitslosigkeit erst nach einer bestimmten Wartezeit, beispielsweise sechs oder neun Monate.
  • Die Versicherung zahlt nur im ersten Jahr der Arbeitslosigkeit.
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Welche Vor- und Nachteile hat eine Restschuldversicherung?

Einerseits schützt sie vor Lebensrisiken, andererseits ist sie relativ teuer – bei Ihrer Entscheidung für oder gegen diese Versicherung sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

Vorteile Nachteile
Schutz vor Kreditausfällen Höhere Kreditkosten
Schutz der Hinterbliebenen vor Schulden Eingeschränktes Leistungsspektrum durch Ausschlusskriterien
Lebensrisiken werden abgesichert Alternative Formen der Absicherung (z.B. Rücklagen) bleiben ungenutzt
Höhere Annahmewahrscheinlichkeit bei einigen Kreditangeboten
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Kann die Restschuldversicherung gekündigt oder widerrufen werden?

Haben Sie es sich nach Abschluss einer Restschuldversicherung anders überlegt, können Sie den Vertrag widerrufen: Der Widerruf einer Restschuldversicherung ist Verbrauchern in der Regel bis zu 30 Tage nach Vertragserklärung möglich. Genauer gesagt hängt die Widerrufsfrist vom Leistungsspektrum der Versicherung ab:

  • Gilt die Restschuldversicherung nur für den Todesfall, beträgt die gesetzlich garantierte Widerrufsfrist 30 Tage.
  • Deckt die Versicherung nur Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit ab, beträgt die Frist in der Regel 14 Tage.
  • Die meisten Policen verbinden allerdings beide Versicherungsfälle – sie springen sowohl im Todesfall wie auch bei Arbeitslosigkeit und Krankheit ein. Haben Sie eine solche Police abgeschlossen, gilt die längere Widerrufsfrist von 30 Tagen für das gesamte Versicherungspaket.
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Hinweis
Daneben haben Sie auch ein Kündigungsrecht. Zu unterscheiden ist zwischen dem Sonderkündigungsrecht und der ordentlichen Kündigung. Die Fristen der ordentlichen Kündigung sind im Vertrag geregelt. Meistens ist eine Kündigung monatlich möglich und muss zwei Wochen vor Monatsende eingereicht werden. Das nicht an Fristen gebundene Sonderkündigungsrecht greift beispielsweise, wenn Sie das Darlehen umschulden. Denn durch die Tilgung des Darlehens entfällt der Versicherungszweck der Police.

Häufige Fragen zur Restschuldversicherung

Eine Restschuldversicherung können Sie zusätzlich zu einem Darlehensvertrag abschließen, um sich vor Zahlungsunfähigkeit zu schützen. Die Versicherung übernimmt die Restschuld, wenn Sie – etwa durch Arbeitslosigkeit – die Kredittilgung nicht mehr leisten können.

Die Restschuldversicherung springt in den vertraglich definierten Fällen. Üblicherweise sind dies Zahlungsunfähigkeit durch Todesfall, Arbeitslosigkeit und krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit des Versicherten. Allerdings definieren viele Policen Ausschlusskriterien oder Wartezeiten.

Die Kosten der Police hängen von der Darlehenssumme, der Kreditlaufzeit, dem Leistungsumfang sowie Alter und Bonität des Versicherungsnehmers ab. Im Durchschnitt betragen die Gesamtkosten zehn bis 20 Prozent der Kreditsumme.

Die Widerrufsfrist des Versicherungsvertrags hängt vom Leistungsspektrum der Police ab. Sichert sie nur bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit ab, beträgt die Widerrufszeit 14 Tage. Gilt sie auch im Todesfall, beläuft sich die Widerrufsfrist auf 30 Tage.