In manchen Fällen kann eine Restschuldversicherung eine Option sein.
Das gilt vor allem bei zwei Situationen:
- Kurze Kreditlaufzeiten: Läuft das Darlehen maximal ca. 36 Monate, ist die Versicherungsprämie geringer. Dadurch sinkt ihr Anteil an den Gesamtkosten und der Anstieg des Effektivzins‘ hält sich in Grenzen.
- Keinerlei Rücklagen: Wenn Sie „gar keine Rücklagen“ besitzen, dann kann die Restschuldversicherung zumindest einen Todesfall recht effektiv absichern – ungeachtet der Kreditlaufzeit.
Allerdings: Für eine Mehrheit von Krediten und Kreditnehmern hat die Restschuldversicherung in ihren typischen Ausprägungen mehr Nach- als Vorteile. Das betrifft besonders Darlehen mit längeren Laufzeiten, Kreditnehmer mit vorhandenen oder anderweitig greifbaren Rücklagen sowie solche in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen. Insbesondere als Selbstständiger, Freelancer oder befristet Beschäftigter profitieren Sie in aller Regel kaum von einer Restschuldversicherung, weil viele Verträge Ihre besondere Lebensrealität nicht korrekt abbilden.
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Hinweis
Ein ausreichender „Notgroschen“ auf einem Spar- oder Tagesgeldkonto, eine separat abgeschlossene Risikolebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind für viele Personen eine flexiblere und / oder günstigere Alternative. Zumindest sollten Sie diese Optionen stets durchrechnen, bevor Sie womöglich vorschnell eine Restschuldversicherung abschließen.