Scoring ist, einfach gesprochen, ein statistisches Verfahren, um aus vorliegenden Verhaltensweisen in der Vergangenheit die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Verhaltensweisen einzuschätzen. In den meisten Fällen hat das mit Risikobewertung und -vermeidung im Finanzbereich zu tun. Bei der Kreditvergabe hängt Scoring beispielsweise meistens mit der Frage zusammen, wie wahrscheinlich ein Zahlungsausfall ist. Dazu analysiert man vorhandene Daten, etwa einer Person.
Anschließend werden diese Informationen mit Erfahrungswerten aus (großen) Vergleichsgruppen abgeglichen. Heraus kommt ein Score-Wert. Ein aus Zahlen und / oder Buchstaben bestehender Wert, der ausdrückt, wie hoch oder niedrig das statistische Risiko eingeschätzt wird. Je besser der Score, desto niedriger sind typischerweise die Risiken – womit im Kreditbereich die Chancen auf Zusagen und günstige Zinsen steigen.
Mit anderen Worten: Scoring analysiert zahlreiche Einzelinformationen, vergleicht diese mit ähnlichen Kreisen und reduziert die Informationsflut zu einem einfach zu verstehenden Wert.
Kurz als Merkhilfe:
- Scoring: Das Verfahren an sich
- Score: Der hervorgehende Wert


Falls es notwendig ist, kann sogar ein einzelner Score, der für einen bestimmten Teilbereich ermittelt wurde, zu einer Einzelinformation im Rahmen eines weiterführenden, umfassenderen Scoring-Prozesses werden.
Erneut sind Kredite dafür ein gutes Beispiel:
- Die Bank muss eine umfassende Bonitätsprüfung durchführen.
- Dazu zieht sie Ihren SCHUFA-Score und weitere SCHUFA-Einträge heran, außerdem zahlreiche andere Informationen rund um Ihre Finanzen.
- Daraus ermittelt sie wiederum einen Bank-internen Score, der seinerseits mit anderen Daten (die nicht in den Score eingeflossen sind) eine Grundlage für die Kreditentscheidung bildet.