Segelflugschein-Kosten: So viel kostet der Traum vom Fliegen

Es gibt im Grunde zwei Wege, die Lizenz zum Segelfliegen zu bekommen: zum einen über eine Flugschule, zum anderen über einen Flugverein.

In einer Flugschule schafft man es meistens deutlich schneller zum Segelflugschein, allerdings muss man hier auch deutlich mehr zahlen. Vereine haben den Vorteil, dass die Fluglehrer in der Regel ehrenamtlich arbeiten und der Flugschüler lediglich für Vereinsbeiträge und laufende Kosten aufkommen muss. Zusätzlich müssen häufig allerdings Arbeitsdienste geleistet werden, wie auch in anderen Vereinen. Bei Segelflugvereinen sind dieses häufig Windenfahr-Dienste oder Reparatur- und Wartungsarbeiten rund um den Flugplatz.

Hinweis: Sämtliche Preisangaben dienen lediglich als Maßstab. Die tatsächlichen Preise unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter.

Segelflugschein-Kosten: Fixe Aufwände

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Wer seinen Flugschein in einem Segelflugverein macht, zahlt zwar häufig keine Gebühren für den Unterricht, muss allerdings von Anfang an die regulären Vereinsbeiträge zahlen und muss selbstverständlich auch den anderen Verpflichtungen nachkommen, die es in einem Verein gibt (zum Beispiel die bereits genannten Arbeitsdienste).

Um die Segelflugausbildung-Kosten zu decken, ist es bei einigen Vereinen zudem üblich, in den ersten 12 oder 24 Monaten des Vereinsbeitritts eine zusätzliche Monatsgebühr zu erheben, die ganz grob zwischen 50 und 100 Euro liegt.

Die grundlegenden Segelflugschein-Kosten im Überblick im Segelflugverein:

  • Aufnahmegebühr – durchschnittlich zwischen 200 und 1.000 Euro
  • Mitgliedsbeitrag – zwischen 150 und 600 Euro pro Jahr

Zusätzlich fallen Kosten an für Prüfungsgebühren (ganz grob 100 Euro), Lehrmaterialien (z. B. Bücher – ca. 60 Euro) und ärztliche Attests (fliegerärztliche Untersuchung und augenärztliche Untersuchung – zusammen grob 180 Euro) sowie ggf. für die genannte Ausbildungs-Aufwandsentschädigung.

Jugendliche müssen bei Vereinen in der Regel deutlich geringere Beiträge zahlen, in einigen Fällen nur ¼ der Erwachsenen-Beiträge.

Kosten Segelflugschein: Flexible Aufwände

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Zu den fixen Aufwänden kommen noch Segelflugschein-Kosten, die vom Flugschüler und seinen Flugzeiten abhängen, wie zum Beispiel Schleppgebühren (pro Flugsaison zwischen 250 und 450 Euro) und Flugzeitgebühren, die pro Minute berechnet werden. Bei z. B. 50 Flugstunden und einem angenommenen Minutenpreis von 15 Cent sind dieses 450 Euro.

Segelflugausbildung-Kosten im Überblick

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Unter dem Strich kann man sagen, dass im Verein die Ausbildung ganz grob zwischen 2.500 und 3.500 Euro kosten kann, für Jugendliche z. T. deutlich weniger. Da die Vereine ein Interesse daran haben, dass regelmäßig und ausdauernd geflogen wird, gibt es häufig auch s. g. Schnuppermitgliedschaften, also vergünstigte Mitgliedschaften auf Probe.

Die Kosten bei einer Flugschule sind in der Regel deutlich höher, da hier die Fluglehrer bezahlt werden müssen. Außerdem sind Flugschulen an verschiedene wirtschaftliche Zwänge gebunden, die die Preise abermals nach oben treiben. Der große Vorteil ist allerdings: Flugschulen stellen sich optimal auf ihre Schüler ein, gerade bei Terminfragen. Wer also schnell zu seinem Schein kommen möchte, oder nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung hat, ist bei einer Flugschule meistens an der besseren Andresse.

Wer es hingegen nicht eilig hat und hin und wieder auf dem Flugplatz aushelfen kann, ist in einem Verein gut aufgehoben. Nicht zu vergessen, dass das Vereinsleben eine wunderbare Möglichkeit ist, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Schließlich macht das Fachsimpeln am Abend fast genauso viel Spaß wie das Fliegen selbst. Und Segelfliegen geht nun mal nur im Team, egal ob nun im Verein oder nicht.

Übrigens: Die Kosten für ein Segelflugzeug (Segelflugzeug-Kosten) lassen sich ebenfalls minimieren, wenn man sich in einem Verein die Kosten gemeinschaftlich teilt. Gerade als Anfänger macht es wenig Sinn, über eine Anschaffung nachzudenken.