Segelschein-Kosten: So viel kosten die verschiedenen Scheine

Wer Segeln möchte, braucht dafür eine Erlaubnis – zumindest in den meisten Fällen. Generell ist ein Sportbootführerschein erforderlich, wenn die Segelfläche größer als 3 qm ist. Beim Segelschein wird wie auch bei Motorbooten abhängig vom Gewässer zwischen einem Schein für Binnengewässer, Seen und Meere unterschieden.

Lesen Sie hier, welcher Führerschein wann benötigt wird und was ein Segelschein kosten kann!

Segelschein: Kosten und Scheinarten

Segelschein Kosten
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  1. Sportbootführerschein Binnen (SBF)

Mit dem Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) darf man ein Motor- bzw. Segelboote unter 15 Metern Länge in deutschen Binnengewässern fahren. Für das Absolvieren der Prüfungen muss man neben weiteren Voraussetzungen mindestens 14 Jahre alt sein und muss, wenn man unter 18 Jahren alt ist, eine Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters vorweisen.

Nach einem ein bis zwei wöchigen Kurs gibt es sowohl eine theoretische als auch eine praktische Prüfung, bei dem der gelernte Stoff und die praktischen Handgriffe geprüft werden.

Die Segelführerscheinschein-Kosten für Binnengewässer insgesamt ergeben sich aus der Prüfungsgebühr, den Unterrichtskosten sowie den Lehrmaterialien und können zwischen 500 und 700 Euro hoch sein.

  1. Sportbootführerschein See (SKF)

Der Sportbootführerschein See (SKF See) ermöglicht das Führen von Motor- und Segelbooten auf Seefahrtstraßen in Deutschland – also auf Gewässern im Küstenbereich. Der Unterschied zum SBF ist nicht nur das befahrbare Gewässer sondern auch die Altersgrenze – die Prüfungen für den SKF See können erst ab 16 Jahren absolviert werden.

Die Kosten von diesem Segelschein sind mit 400 bis 600 Euro allerdings etwas günstiger.

  1. Sportküstenschifferschein (SKS)

Mit diesem Segelschein ist man auf dem richtigen Weg, um mit dem Segelboot in hohe See zu stechen. Bis zu zwölf Seemeilen dürfen sich die Besitzer des Sportküstenschifferschien (SKS) von der Küste entfernen. Für den Erwerb muss man mindesten 16 Jahre alt sein und eine Segelerfahrung von mindestens 300 Seemeilen im Küstenbereich mitbringen. In der abschließenden Prüfung wird das Wissen über Manöver, Wetter und Schiffsführung geprüft.

Segelschein-Kosten für den Sportküstenschifferschein: circa 400 bis 500 Euro.

  1. Sportseeschifferschein (SSS)

Wer noch weiter raus möchte, muss nach Erwerb des SKS den Sportseeschifferschein (SSS) machen. Mit diesem dürfen sich Segel-Liebhaber bis 30 Seemeilen, das entspricht knapp 55 Kilometer, von der Küste entfernen.

Das ist also richtiges Segeln – die Kosten belaufen sich bei diesem Segelschein auf knapp 700 Euro.

Völlig frei auf den Meeren bewegen darf sich schließlich nur der, der einen Sporthochseeschifferschein (SHS) vorweisen kann. Voraussetzung für diesen sind Volljährigkeit, 1000 gefahrene Seemeilen und der Besitz des Sportseeschifferscheins (SSS). Der Lehrling wird hierbei nur noch in der Theorie geprüft.

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Auswahl: Der passende Segelschein

Welcher der Segelscheine der richtige ist, ist eine individuelle Entscheidung, die von persönlichen sowie finanziellen Faktoren abhängig ist. Eines ist jedoch sicher: Segeln macht Spaß und ist für vor allem für Leute geeignet, die im Urlaub oder in ihrer Freizeit abenteuerlich unterwegs sind.

Einen Schritt weiter geht dann die Überlegung über die Anschaffung eines eigenen Bootes. Die Bootsfinanzierung stellt hier häufig das erste Problem dar. Wer sich dafür Geld leihen möchte, sollte sich genug Zeit lassen, um das günstigste Angebot zu bekommen.