Kredit steuerlich absetzen: So geht’s

Foto: fotolia.com

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Wer schon einmal einen Kredit aufgenommen hat, weiß: Die größten Kosten entstehen durch die für den Kredit verlangten Zinsen. Für viele Personen stellt sich nun die Frage: Kann man einen Kredit steuerlich absetzen? Im Folgenden sehen Sie, in welchen Fällen Sie die Zinsen für einen Kredit von der Steuer absetzen können – und in welchen nicht.

Kredit steuerlich absetzen: Was kann man beim Fiskus geltend machen?

Mieteinnahmen steuerlich absetzen

Generell ist nicht jeder Hausbesitzer zu Steuereinsparungen berechtigt. Nur wer seine Immobilie verkauft oder vermietet, kann die Zinsen für den aufgenommenen Modernisierungskredit steuerlich geltend machen. Auch bei teilweiser Vermietung ist das möglich, nur nicht wenn der Inhaber das Haus ausschließlich selbst bewohnt.
Die Kreditzinsen lassen sich dann ausschließlich als Werbungskosten anrechnen. Zu den Werbungskosten zählen allerdings nur Ausgaben, die getroffen wurden um das Einkommen weiterhin zu gewährleisten. Wie zum Beispiel die Zinsen für einen Kredit, der genutzt wird, um das Dach der Immobilie zu reparieren. Dadurch steigt der Wert der Immobilie und die Mieteinnahmen sind weiterhin sichergestellt. Demzufolge kann nur jemand die Kreditzinsen von der Steuer absetzen, der auch Einnahmen erzielt. Die Einnahmen müssen dann mit Hilfe der Einkommenssteuererklärung angegeben werden und mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden.

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Etwas komplexer ist es, wenn die Immobilie nur teilweise vermietet wird und die andere Hälfte vom Vermieter selbst bewohnt wird. Wenn das der Fall sein sollte, ist es wichtig, dass für den vermieteten Part ein eigener Darlehensbetrag in der Steuererklärung aufgeführt wird. Beim Hauskauf lassen sich auch noch weitere Kosten als nur die Kreditzinsen von der Steuer absetzen. Trotzdem ist auch hier wieder die Voraussetzung, dass mit ihr Einnahmen erzielt werden. Zu den weiteren Kosten zählen Nebenkosten, wie zum Beispiel die Notarkosten.

 

Betriebliche Investitionen steuerlich absetzen

Als Freiberufler hat man die Möglichkeit, die Zinsen für einen Kredit abzusetzen. Dabei muss der Kredit für eine berufliche Investition aufgenommen worden sei, wie zum Beispiel für den Kauf eines Computers. Um diesen dann steuerlich absetzen zu können, ist es wichtig, dass eine ordentliche Rechnung für den Nachweis vorhanden ist und darauf genau vermerkt ist, was angeschafft wurde.

Zweitwohnung steuerlich absetzen

Ein Kreditnehmer, der aus beruflichen Gründen eine weitere Wohnung in einer anderen Stadt beziehen muss, kann die Kosten für den hierfür aufgenommen Privatkredit steuerlich geltend machen.

Auto-Kredit steuerlich absetzen

Die Zinsen für einen Autokredit sind nur dann absetzbar, wenn das Auto dafür genutzt wird, um damit Einnahmen zu erzielen. Das ist häufig bei Selbstständigen im Außendienst der Fall. Dabei ist es allerdings wichtig, dass man genau Buch führt, um die private Nutzung abzugrenzen. Wenn das Fahrzeug ausschließlich betrieblich genutzt wird, ist die Absetzung der Schuldenzinsen ohne Beschränkungen möglich.

Welche Kreditkosten kann man nicht von der Steuer absetzen?

Sobald der Kredit für private Zwecke, wie zur Hochzeitsfinanzierung, für eine Reise oder ein Auto aufgenommen wurde, ist es nicht möglich steuerlich von dem Kredit zu profitieren. Somit ist es dann nicht möglich die Zinsen von der Steuer abzusetzen, da es kein Kredit ist, der einem gewerblichen Zweck dient. Auch die Kreditbearbeitungsgebühren können leider nicht von der Steuer abgesetzt werden. Trotzdem gibt es hier gute Neuigkeiten: Kreditgebühren zu verlangen ist unzulässig und müssen somit nicht bezahlt werden.

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Ein Kommentar zu “Kredit steuerlich absetzen: So geht’s

  1. Thomas K sagt:

    Kurz und Knapp auf den Punkt gebracht, danke sehr!

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