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Was ist ein Tilgungsdarlehen?

Tilgungsdarlehen ist ein Oberbegriff für alle Kreditformen mit fester Laufzeit und regelmäßiger Tilgungsleistung. Eine Sonderform ist das Annuitätendarlehen. Ein Tilgungsdarlehen kann verschieden gestaltet sein: Sind die Raten monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich zu zahlen? Darin unterscheidet sich das Tilgungsdarlehen vom endfälligen Darlehen, bei dem der Darlehensbetrag zum Laufzeitende anfällt.

Wie funktioniert ein Tilgungsdarlehen?

Der Begriff „Tilgungsdarlehen“ bezeichnet alle Kreditarten, die über eine feste Laufzeit und einen festen Zinssatz sowie über eine kontinuierliche Tilgungsleistung verfügen. Das unterscheidet sie vom endfälligen Darlehen. Die Tilgungsleistung (Ratenzahlung) setzt sich aus Tilgungszahlung und der Zinszahlung zusammen. Tilgungsdarlehen gibt es mit verschiedenen Rhythmen. Am weitesten verbreitet sind solche mit monatlicher Ratenzahlung – die meisten Bankkredite funktionieren so. Daneben gibt es Tilgungsdarlehen mit vierteljährlicher, halbjährlicher und jährlicher Ratenzahlung. Da es sich um einen umgangssprachlichen Begriff handelt, gilt für das Tilgungsdarlehen: Eine Definition ist nicht verbindlich festgeschrieben. Vielmehr wird der Begriff meistens gleichbedeutend mit einem monatlich zu zahlenden Ratenkredit verwendet.

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Hinweis
Da Sie mit jeder Tilgung Ihre Restschuld reduzieren, sinkt über die Laufzeit der anfallende Zins und damit die monatliche Ratenhöhe. Beim Annuitätendarlehen dagegen bleibt die monatliche Rate über die gesamte Laufzeit festgelegt.
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Woraus ergeben sich Zinszahlungen und Tilgungsrate?

Zu den wesentlichen Größen, die bei Tilgungsdarlehen ausschlaggebend sind, zählen insbesondere: die Kredithöhe, der Zinssatz, die Laufzeit sowie der Tilgungsrhythmus (monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich). Aus diesen Faktoren ergeben sich die Höhe der Zinszahlungen und die monatliche Tilgungsrate. Banken und andere Kreditdienstleister erstellen sogenannte Tilgungspläne auf Basis dieser Informationen. Aus diesen Tabellen geht, aufgeschlüsselt nach Tilgungsrhythmus, Zinskosten, Restschuld und Tilgungszahlung, die monatliche Rate hervor. Die benannten Faktoren legen Sie zusammen mit der Bank bei Abschluss eines Tilgungsdarlehens fest. Der Zinssatz hängt– neben Ihrer Bonität – von der Kredithöhe und der Laufzeit ab.

Die Raten zahlen Sie im vereinbarten Tilgungsrhythmus an den Kreditgeber. Sie reduzieren damit Rate für Rate Ihre Kreditschulden und dadurch auch die anfallenden Zinsen. Mit Ablauf der Laufzeit haben Sie Ihre Schulden im Idealfall komplett zurückgezahlt. Allerdings gilt dies nur bedingt für Immobiliendarlehen. Bei diesen besteht häufig zum Laufzeitende eine Restschuld, die eine Anschlussfinanzierung nötig macht. Beim Tilgungsdarlehen zahlen Sie in einem festgelegten Rhythmus Ihre Schulden ab. Im Unterschied dazu wird die Schuld beim endfälligen Darlehen zum Ende der Laufzeit auf einen Schlag abbezahlt. Während der Laufzeit zahlen Sie nur die anfallenden Zinsen.

Wofür werden Tilgungsdarlehen genutzt?

Die verschiedensten Verwendungen und Finanzierungsansätze erlaubt das Tilgungsdarlehen. Außer für Immobilienfinanzierungen wird es jedoch eher selten genutzt. Der Vorteil des Tilgungsdarlehens – die von Anfang an hohe Reduktion der Restschuld – wiegt für viele Kreditnehmer nicht so schwer wie die zu Anfang sehr hohen Ratenzahlungen. In einigen Fällen – wie z. B. der Unternehmensgründung – wird grundsätzlich von Tilgungsdarlehen abgeraten. Trotzdem sind eine genaue Berechnung und ein Vergleich von Tilgungs- und Annuitätendarlehen sinnvoll. Je nach Situation und konkreten Kennzahlen kann sich die schnelle Senkung der Restschuld lohnen und dabei helfen, die Zinssumme niedrig zu halten.

Wie berechne ich die Kosten für ein Tilgungsdarlehen?

Formel

Die Kosten für ein Tilgungsdarlehen berechnen Sie mithilfe von Kredithöhe, Laufzeit, Zinssatz und Tilgungsrhythmus. Aufgrund der Komplexität ist die Zinsberechnung beim Tilgungsdarlehen per Rechner zu empfehlen – so erhalten Sie einen Tilgungsplan und eine exakte Rechnung für Ihr Tilgungsdarlehen. Sie können jedoch auch den manuellen Weg gehen und mit Formeln arbeiten. Als Formel zur Berechnung des Tilgungsdarlehens bietet sich die Annäherung über die Zinsformel an. Den Zins können Sie wie folgt berechnen: Zins = Restschuld * Jahreszinssatz / 100 * Laufzeit in Tagen / 360

Rechenbeispiel

Wenn Sie einen Kredit in Höhe von 100.000 Euro aufnehmen, ist das Ihre Restschuld. Der Zinssatz beträgt – zur Vereinfachung der Rechnung – 10 Prozent pro Jahr. Sie haben einen monatlichen Tilgungsrhythmus und eine monatliche Tilgung von 1.000 Euro vereinbart. Nach einem Monat Laufzeit zahlen Sie Ihre erste Rate. Diese setzt sich aus der vereinbarten Tilgung und den im Zeitraum angefallenen Zinsen zusammen. Diese berechnen Sie so: Zins = 100.000 Euro * 10/100 * 30/360. Daraus ergibt sich ein Zins von 833,33 Euro. Zusammen mit der vereinbarten Tilgung ergibt sich Ihre monatliche Rate, im Rechenbeispiel 1.833,33 Euro. Für den Folgemonat sieht die Rechnung so aus: Zins = 99.000 Euro * 10/100 * 30/360

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Hinweis
Der Zins beträgt nur noch 825 Euro, die monatliche Rate damit 1.825 Euro. Jede Rate reduziert beim Tilgungsdarlehen damit nicht nur die Restschuld, sondern auch die anfallenden Zinsen. Das hat zur Folge, dass die Rate von Zahlung zu Zahlung niedriger wird bei gleichbleibender Tilgung.
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Worin unterscheiden sich Tilgungsdarlehen und Annuitätendarlehen?

Wie erwähnt kann „Tilgungsdarlehen“ als Begriff für eine Darlehensform mit veränderlicher Ratenhöhe verwendet werden. Dann unterscheidet es sich zum Annuitätendarlehen. Die wichtigsten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Kreditformen stellt Ihnen unsere Tabelle vor.

Tilgungsdarlehen Annuitätendarlehen
Kredithöhe und Laufzeit festgelegt Kredithöhe und Laufzeit festgelegt
Zinssatz über Laufzeit konstant Zinssatz über die Laufzeit in der Regel konstant
Sinkende Raten (in Fachbegriffen: degressive Annuität) Gleichbleibende Raten (in Fachbegriffen: konstante Annuität)
Nachteil: höhere Raten zu Anfang der Kreditlaufzeit Vorteil: gleichbleibende Raten über die gesamte Kreditlaufzeit
Vorteil: oftmals niedrigere Zinsgesamtsumme Nachteil: oftmals teurer als ein Tilgungsdarlehen – sofern die Ratenhöhe niedrig angesetzt wird.
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Was ist bei Tilgungsdarlehen grundsätzlich zu beachten?

Grundsätzlich sind bei einem Tilgungsdarlehen drei Dinge zu beachten:

01.

Banken bieten Tilgungsdarlehen mit unterschiedlichen Zahlungsweisen an: Die Ratenzahlung kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich geschehen. Informieren Sie sich vor Vertragsabschluss über die angebotenen Zahlungsweisen. Lassen Sie sich Tilgungspläne für verschiedene Tilgungsrhythmen erstellen. So können Sie die Kosten der Modelle vergleichen.

02.

Bei einem Tilgungsdarlehen führt die von Anfang an hohe Tilgungsleistung dazu, die Restschuld und damit die monatlichen Zinskosten schnell zu reduzieren. Das hat zur Folge, dass Tilgungsdarlehen für Sie als Kreditnehmer oftmals günstiger sind als Annuitätendarlehen.

03.

Das Tilgungsdarlehen ist zu Anfang der Laufzeit vergleichsweise teuer: Zu der vereinbarten Tilgung müssen Sie immer die monatlichen Zinsen hinzurechnen, um die tatsächliche Ratenhöhe zu erhalten.

Zusammenfassung der wichtigsten Fragen zum Tilgungsdarlehen

Unter einem Tilgungsdarlehen können zum einen alle Kreditformen mit festgelegter Laufzeit und Kredithöhe verstanden werden. Zum anderen bezeichnen Tilgungsdarlehen Kredite, bei denen die regelmäßige Tilgung festgelegt wird, die Rate (Tilgung plus Zinsen) sich aber verändert. Das unterscheidet diese Form des Tilgungsdarlehens vom Annuitätendarlehen. Bei Letzterem bleibt die Rate (Tilgung plus Zinsen) festgelegt über die gesamte Laufzeit.

Ein Tilgungsdarlehen ist dann sinnvoll, wenn Sie sich eine hohe finanzielle Belastung zu Anfang der Kreditlaufzeit leisten können. Dadurch, dass Sie im festgelegten Rhythmus (zum Beispiel monatlich) sowohl die Tilgung als auch die angefallenen Zinsen bezahlen, sind die Raten anfangs relativ hoch. Dafür reduzieren Sie Ihre Restschuld schneller als mit einem vergleichbaren Annuitätendarlehen.

Sie benötigen zur Berechnung die Restschuld, die vereinbarte Tilgung, den Jahreszinssatz sowie die Kreditlaufzeit. Verwenden Sie folgende Formel: Zins = Restschuld * Jahreszinssatz / 100 * Laufzeit / 360. Die Ratenhöhe setzt sich aus der vereinbarten Tilgung und der berechneten Zinshöhe zusammen.

Das Tilgungsdarlehen hat Vor- und Nachteile im Vergleich zum Annuitätendarlehen. Grundsätzlich ist ein Annuitätendarlehen sinnvoller, wenn Sie eine konstant bleibende Ratenhöhe – und damit konstante finanzielle Belastung – bevorzugen. Wollen Sie dagegen die Restschuld schnell reduzieren, ist oft ein Tilgungsdarlehen geeigneter.