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Was ist ein Warenkredit?

Der alte Fernseher ist defekt und schnellstmöglich soll ein neuer her. Doch wie kann diese hohe Summe bezahlt werden? Ein Warenkredit kann die Lösung sein. Er ermöglicht es, die Ware in wenigen Tagen bereits im Haus zu haben, ohne sofort alles bezahlen zu müssen. Was genau hinter dieser Finanzierungsvariante steckt, erfahren Sie hier.

Spätere Zahlung mit sofortigem Erhalt der Ware

Eine der bekanntesten Kreditarten ist der Warenkredit. Er wird in der Regel von Händlern vergeben, die sich so erhoffen, mehr Ware zu verkaufen. Sie räumen dem Kunden ein, zu einem späteren Zeitpunkt zu bezahlen.  Beim Warenkredit handelt es sich um nichts anderes als einen Kreditvertrag zwischen einem Darlehensgeber – für gewöhnlich ein Handelsunternehmen – und einem Darlehensnehmer, dem Käufer einer Ware. Häufig wird der Warenkredit auch als Handelskredit bezeichnet. Insbesondere Versandhäuser bieten diese Zahlungsmethode an, um ihren Umsatz anzukurbeln.

Ab wann ist der Kunde Eigentümer der Ware?

Der Warenkredit stellt für den Lieferanten bzw. den Händler ein gewisses Risiko dar. So befindet sich die Ware bereits im Besitz des Kreditnehmers, aber sie ist noch nicht komplett bezahlt. Aus diesem Grund wird rechtlich festgelegt, dass der Kreditnehmer nicht Eigentümer der Ware ist. Ihm gehört die Ware also bis zur Zahlung der letzten Rate nicht. Der Käufer darf sie allerdings nutzen. Hinweis: Juristen sprechen in diesem Zusammenhang auch vom Eigentumsvorbehalt. Der Verkäufer hat demnach das Recht, sich die Ware zurückzuholen, wenn der Käufer seine Raten nicht mehr bezahlt.

Lohnt sich ein Warenkredit oder ist ein anderer Kredit günstiger?

Ob sich ein Warenkredit lohnt oder nicht, hängt entscheidend von den Konditionen ab. So fallen für einen Warenkredit Zinsen und Bearbeitungsgebühren an. Auch kann das Zahlungsziel relativ kurz sein, was sich für den Kreditnehmer als Problem herausstellen kann. Oft ist es sinnvoller, für die Anschaffung einen Ratenkredit bei einem externen Kreditinstitut in Anspruch zu nehmen. Mit der Kreditsumme würde dann die Ware komplett bezahlt werden. Es ist daher ratsam, mit einem Kreditrechner vorab zu kalkulieren, ob der Warenkredit des Händlers oder ein anderer händlerunabhängiger Kredit letztlich preiswerter ist.

Zusammenfassung der wichtigsten Fragen zum Warenkredit

Der Warenkredit ist für den Kunden unkompliziert. Er kann quasi sofort konsumieren, ohne dabei auch sofort zahlen zu müssen. Um den Umsatz zu erhöhen, bieten viele Händler den Warenkredit mit verschieden langen Zahlungszielen an. Der Kunde kann daher oft die Konditionen für den Warenkredit verhandeln.

Zahlungsausfälle oder verspätete Zahlungen stellen für den Verkäufer ein Risiko dar. Sie gehen mit einem erheblichen organisatorischen Aufwand einher. Dies bedeutet wiederum eine erneute Kostenbelastung. Bestellt ein Kunde eine Ware und hat nicht vor, sie irgendwann zu bezahlen, liegt ein Warenkreditbetrug vor.

Die Warenkreditversicherung schließt der Verkäufer mit der Versicherung ab, wenn er Warenkredite vergibt. Auf diese Weise möchte er sich gegen Forderungsausfälle schützen. Insbesondere mittelständische Unternehmen benötigen die Warenkreditversicherung, da bei Zahlungsausfällen ansonsten der Konkurs droht. Wie hoch für die Warenkreditversicherungen die Kosten sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Um zu ermitteln, was diese kosten wird, zieht der Versicherer oft folgende Faktoren heran:

  • Branche und Kundenstruktur
  • bisherige Forderungsverluste
  • Länge des Zahlungszeitraums
  • Höchstentschädigungsleistung
  • zusätzliche Versicherungsschutzleistungen

In der Regel überprüfen die Händler vor Kreditvergabe die Bonität des Käufers. Ist diese ausreichend, steht dem Warenkredit nichts im Wege. Hinsichtlich der Laufzeit gibt es individuelle Unterschiede. Für gewöhnlich sind es kurzfristige Zahlungsziele, die sich auf 30 bis 90 Tage belaufen.