Eine Bonitätsprüfung ist sehr viel mehr als nur das Einholen Ihres SCHUFA-Scores oder die Betrachtung Ihrer SCHUFA-Einträge. Zunächst sollten Sie dazu wissen, dass die SCHUFA nur eine von vielen Auskunfteien in Deutschland ist – sie ist jedoch besonders stark etabliert.
Wenn Sie beispielsweise einen Kredit beantragen, führt die Bank eine individuelle Bonitätsprüfung basierend auf internen Vorgaben zur Umsetzung der gesetzlichen Prüfungspflichten durch.
Vereinfacht gesprochen macht man dabei Folgendes:
- Man holt Ihre SCHUFA-Daten samt Score sowie Informationen zu Ihren Einkünften, Ausgaben und dergleichen ein. Außerdem betrachtet man Einträge in öffentlichen Schuldnerverzeichnissen und Insolvenzeinträge – sofern vorhanden.
- Aus diesen Datensätzen errechnet die Bank einen Score basierend auf intern vorgegebenen Gewichtungen.
- Dieser Score beschreibt wiederum die Wahrscheinlichkeit, mit der Sie die Kreditverpflichtungen erfüllen und hilft dabei, das Ausfallrisiko der Bank zu taxieren.


Wie genau diese Modelle funktionieren, ist stets Betriebsgeheimnis. Klar ist jedoch, dass es sich dabei ausschließlich um mathematisch-statistische Verfahren handelt – keine subjektiven Einzelentscheidungen über Personen.
info
Hinweis
Auch wenn es häufig anders dargestellt wird, werden Name, Familienstand oder Geschlecht ebenso wenig bewertet wie persönliche Sympathien oder individuelle Einschätzungen. Selbst Ihr Wohnort oder Alter fließen höchstens indirekt in statistische Modelle ein – falls Sie mit anderen Merkmalen kombinierbar sind.