Anschaffung und Unterhalt: Was kostet eine Yacht?

Je größer die Yacht, desto höher der Preis – und desto größer die Unterhaltskosten.

Doch was kostet denn nun eine Yacht? Wie viel Geld muss man aufbringen, will man sich den Traum vom Luxus auf dem Wasser erfüllen? Genauer gesagt: Wie hoch sind die Yacht-Kosten in der Anschaffung und wie hoch ist der Yacht-Unterhalt?

Was kostet eine Yacht? Die Anschaffungskosten

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Dass es beim Kaufpreis kaum Grenzen nach oben gibt, beweisen die Reichen und Superreichen, die ihre Schiffe von Star-Designern wie zum Beispiel Philippe Starck entwerfen und in spezialisierten Werften wie zum Beispiel der Lürssen-Werft in Bremen bauen lassen.

Für alle anderen wird es deutlich günstiger, besonders auf dem Gebrauchtmarkt. Die Anschaffungskosten für zum Beispiel eine gebrauchte 12-Meter-Yacht können bereits im unteren sechsstelligen Bereich liegen.

Neben Größe und Ausstattung geht es bei den Yacht-Kosten von Gebraucht-Booten im Grunde um drei Faktoren:

  • Alter des Boots
  • Zustand
  • Betriebsstunden

Gerade bei Motoryachten sind die Betriebsstunden nicht unwichtig, denn sie geben einen wichtigen Hinweis auf den Zustand des Antriebaggregats.

Wenn man bedenkt, dass man beim Kauf einer Yacht preislich schnell im Bereich einer respektablen Immobilie ist, sollte man an der fachkundigen Beratung nicht sparen: Ein Gutachter ist dringend empfehlenswert, wenn man nicht gerade selbst ein Fachmann ist. Auch bei der Bootsfinanzierung sollte man nicht voreilig handeln und genau rechnen, wie sich das neue Gefährt am günstigsten finanziert.

Was kostet eine Yacht? Der Yacht-Unterhalt

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Wenn es um die laufenden Yacht-Kosten geht, macht es keinen Sinn, mit absoluten Zahlen zu hantieren. Schließlich macht es einen Unterschied, ob man eine 12-Meter-Yacht oder eine 30-Meter-Yacht unterhält.

Als ganz grober Richtwert haben sich 10 Prozent des Anschaffungswerts als Orientierung für die laufenden Kosten als realistisch erwiesen – und zwar pro Jahr.

Wer also beispielsweise 250.000 Euro bei der Anschaffung investiert, darf bei diesem Rechenbeispiel mit rund 25.000 Euro Betriebskosten für 12 Monate rechnen.

Diese 10 Prozent verteilen sich wie folgt:

  • Versicherung – grob 3 Prozent des Yachtwerts, abhängig von Versicherungsumfang und ggf. weiteren Versicherungs-Policen beim selben Versicherer
  • Liegeplatzgebühren – durchschnittlich 2 Prozent
  • Reinigung, Wartung, Malerarbeiten (inkl. Kosten für Farbe) – 1 Prozent
  • Verbrauchsmaterialien: Reparatur Segel (Lebensdauer 5 Jahre), Austausch Batterien – 2 Prozent
  • Kraftstoff, Öl, Betriebsstoffe (Wasser, Strom, W-LAN in den Marinas), Rettungsmittel (Wartung bzw. Austausch von Rettungswesten, Rettungsinseln und Leuchtraketen) – 1 Prozent
  • Unvorhergesehenes wie z. B. außerplanmäßige Reparaturen – 1 Prozent

Die Abschreibung ist noch nicht mit eingerechnet, ebenso wenig wie eventuelle Kurtaxe, Visum, Überzeit etc. im laufenden Betrieb.

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Wer selbst Hand anlegt, kommt natürlich gerade bei den Reparaturarbeiten günstiger weg. Zu beachten ist allerdings, dass nicht wenige Liegeplätze eigene Arbeiten nicht erlauben.