Golf spielen: Diese Kosten kommen auf Anfänger zu

Golf ist ein Sport voller Leidenschaft – sowohl im Guten als auch im Schlechten, denn neben der Freude über einen gelungenen Schlag gibt es häufig auch viel Frust über misslungene Schläge. Ein Schicksal, dass Anfänger mit Fortgeschrittenen und sogar Profis teilen.

Golfer gehen also mit großen Emotionen auf den Platz und beschäftigen sich häufig auch nach der Runde noch lange mit ihrem Sport: Fachbücher lesen, Trainings-Videos schauen, Forenbeiträge lesen und schreiben – und natürlich nach dem neusten Equipment Ausschau halten.

Bei der Ausrüstung kann man viel Geld ausgeben, allerdings auch mit wenigen Mitteln recht weit kommen, gerade als Neuling.

Lesen Sie hier, worauf es bei einer Golfausrüstung für Anfänger ankommt!

Golfausrüstung für Anfänger

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Wer mit dem Golfspielen anfängt, hat in der Regel noch kein wirkliches Gefühl für Ball und Schläger. Das teure Equipment für Fortgeschrittene macht hier nur wenig Sinn, zumal sich erst im Laufe der Zeit herausstellt, welche Schläger am besten zum Golfer passen.

Die großen Hersteller bieten für Einsteiger bereits beachtliche Qualität zu einem annehmbaren Preis. Die fertig zusammengestellten Sets sind häufig allerdings nicht sehr empfehlenswert, so dass eine

Wer nicht weiterweiß, findet im Golfshop in der Regel eine gute Beratung.

In einem Golfbag gibt es meistens folgende Schläger:

  • Driver – Der Driver gehört zu den s. g. Hölzern (s. u.) und wird beim Abschlag verwendet. Mit dem Driver kann die größte Weite erreicht werden.
  • Holz – Neben dem Driver gibt es noch die s. g. 3er- und 5er-Hölzer, die ebenfalls weite Schläge ermöglichen. Obwohl die Schläger schon lange nicht mehr aus Holz gefertigt sind, haben sie ihren Namen entsprechend des ursprünglichen Materials behalten.
  • Eisen – In der Kategorie „Eisen“ gibt es die meisten Schläger: von einem s. g. 3er-Eisen, das kurze und hohe Bälle ermöglicht, bis hin zu einem 7er-Eisen, das lange und flache Bälle ermöglicht. Viele Spieler nehmen lediglich die Eisen 4 bis 6 auf die Runde.
  • Wedgeds – Mit den Wedges (wedge = engl. für Keil) kann der Spieler sich aus kniffligen Situationen „befreien“, zum Beispiel, wenn der Ball in einem Sandbunker oder direkt vor einem Hindernis gelandet ist. Gängige Wedges sind das Sand Wedge und das Pitching Wedge.
  • Putter – Hat man’s bis auf das Green (die flache Rasenfläche rund um das Loch) geschafft, wählt man den s. g. Putter, um den Ball einzulochen.

Anfänger können die Unterschiede zwischen den einzelnen Hölzern oft noch nicht nutzen, so dass es Sinn macht, statt mehrere Hölzer nur einen Hybrid-Schläger einzupacken. Einige Anfänger machen mit diesem Hybrid auch den Abschlag.

Auch wenn es noch so verlockend ist, sämtliche Schläger zu benutzen, die man hat: Jeder Golfer darf maximal 13 Schläger mit auf eine Platzrunde nehmen.

Weitere Teile der Golfausrüstung

Außerdem werden benötigt: Golfbag (Tasche für Golfschläger und weiteres Equipment – u. U. zusammen mit einem Trolley [Rollwagen für das Golfbag], der allerdings bei Golfplätzen auch ausgeliehen werden kann), Golfbälle, Tees (zum Ball auflegen beim Abschlag).

Golf-Kleidung: Schuhe, Hose, Jacke, Handschuh – Hier muss es nicht unbedingt ausgewiesene Golf-Kleidung sein. Auf vielen Plätzen ist allerdings ein Hemd mit Kragen Vorschrift (weswegen viele Golfer ein Polo-Hemd tragen).

Beachten Sie: Auf einigen Golfplätzen gibt es eine s. g. Spike-Pflicht. Das heißt, dass ausschließlich Schuhe mit Spikes getragen werden dürfen.

Wer sich auf das Wichtigste beschränkt, kann bei der Golfausrüstung für Anfänger durchaus im dreistelligen Bereich bleiben. Noch günstiger wird’s, wenn man gebrauchtes Equipment kauft. Im Internet gibt es mehrere Anbieter, die sich auf z. B. gebrauchte Schläger spezialisiert haben. Hier gibt es durchaus annehmbare Schläger zu einem vernünftigen Preis.

Weitere Kosten Golfausrüstung

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Wer beim Golf spielen die Kosten ordentlich in die Höhe treiben möchte, hat hier viele Möglichkeiten.

Die oben aufgeführte Golfausrüstung für Anfänger beinhaltet bereits alle wichtigen Gegenstände, doch wer mag, kann sich weitere mehr oder weniger nützliche Hilfsmittel anschauen, wie zum Beispiel: Pitch-Gabel (zum Rasenausbessern), GPS-Geräte und optische Entfernungsmesser (um die Entfernung vom Ball bis zur Fahne zu messen), Caps und Sonnenbrillen sowie diverse Trainingshilfen für z. B. das Putten und Abschlagen.

Weitere Kosten Golf spielen

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Der erste nennenswerte Kostenpunkt, den ein angehender Golfer vom Equipment abgesehen tragen muss, sind die Kosten für den Platzreifekurs, inkl. der Gebühr für die Platzreifeprüfung, ohne die kein Spieler einen offiziellen Golfplatz bespielen darf.

Viele Golfclubs haben hier regelmäßige Angebote, die mitunter an eine Probemitgliedschaft (für zum Beispiel 3 Monate) geknüpft sind. Mit ein bisschen Glück bleibt man hier bei unter 200 Euro.

Hat man die Platzreife geschafft, kann man sich entweder einem Golfclub anschließen, der eine Jahresgebühr verlangt, oder der s. g. Vereinigung clubfreier Golfspieler. Die Höhe der Jahresmitgliedschaft unterscheidet sich stark von Club zu Club und beginnt häufig bei rund 1.500 Euro. Wer sich für die Vereinigung clubfreier Golfspieler entscheidet, zahlt hier rund 200 Euro im Jahr, muss allerdings zusätzlich für jede Golfrunde eine s. g. Greenfee entrichten. Hier schwanken die Preise zwischen rund 60 und 120 Euro, je nach Platz. Wer Mitglied in einem Golfclub ist, muss die Greenfee auf „fremden“ Plätzen bezahlen, darf im Heimatclub allerdings ohne weitere Kosten spielen. Wer als Clubmitglied die Kosten fürs Golf spielen niedrig halten will, bleibt also möglichst häufig auf dem Heimatplatz.

Golf spielen: Kosten für Neugierige

Wer noch nie auf einem Golfplatz war und herausfinden möchte, ob ihm dieser Sport überhaupt liegt, kann auf fast jedem Platz einen Schnupperkurs belegen. Häufig sind diese Kurse vollkommen kostenfrei, meistens aber nicht teurer als 20 bis 30 Euro. Den Anbietern ist sehr daran gelegen, neue Mitglieder zu gewinnen, so dass die Kosten bei den Schnupperkursen keine Rolle spielen. So sind beim Golf spielen die Kosten zunächst kein Thema.