Kredit zur Finanzierung kieferorthopädischer Kosten

Um kieferorthopädische Behandlungen – wie etwa das Geradestellen der Zähne durch Zahnspangen – zu finanzieren, bleibt vielen Kassenpatienten oft nur der Weg der Kreditfinanzierung. Denn seit das kieferorthopädische Indikationssystem (KIG) zum 1. Januar 2002 umgestellt wurde, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten solcher Therapien nur noch eingeschränkt. Wer über 18 Jahre alt ist, muss die Rechnung für kieferorthopädische Korrekturen meist sogar komplett selbst übernehmen.

Wann übernehmen die Kassen kieferorthopädische Kosten?

Eine Kostenübernahme kieferorthopädischer Therapien durch die Krankenkasse erfolgt nur noch dann, wenn die Behandlung medizinisch zwingend angezeigt ist. Das ist etwa bei ausgeprägten Zahnfehlstellungen der Fall, wenn diese dazu führen, dass der Patient nicht mehr beißen, kauen oder sprechen kann. Die Schwere der Fälle teilt das KIG in fünf Grade ein. Erst ab Stufe drei zahlen die Kassen. Aber selbst in diesen Fällen sind die Kassen an das Wirtschaftlichkeitsgebot gehalten. Sie bezahlen daher stets nur das medizinisch Notwendige. Wer sich komfortablere Lösungen bei seiner Therapie wünscht, kommt an privaten Zuzahlungen daher in der Regel nicht vorbei.

Kostenübernahme bei Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren sind von dieser Regelung ausgenommen. Ihnen stehen Kieferkorrekturen auf Kassenkosten bereits dann zu, wenn eine Zahnfehlstellung droht, ihr Sprechen, Kauen, Beißen oder Atmen zu beeinträchtigen. Allerdings müssen sich die Eltern mit 20 Prozent an den während der Behandlung anfallenden Kosten beteiligen. Nach Abschluss der Behandlung werden diese 20 Prozent wieder von der Kasse erstattet. So soll sichergestellt werden, dass die kieferorthopädische Behandlung auch bis zum Ende durchgezogen wird.

Wie hoch sind die Kosten typischer kieferorthopädischer Behandlungen?

Die Kosten kieferorthopädischer Behandlungen können sehr unterschiedlich ausfallen. Doch selbst bei einfachen Behandlungsaufgaben sind schnell dreistellige Summen fällig. Bei herausnehmbaren Zahnspangen, festsitzenden Zahnspangen (Multiband-Apparaturen) oder Kiefergelenktherapien summieren sich die Kosten häufig auf Beträge zwischen 1.500 Euro und 10.000 Euro. Die genaue Höhe der Kosten hängt von individuellen Faktoren ab:

  • der Art und dem Umfang der Fehlstellung
  • der zum Einsatz kommenden Zahnspange, Brackets oder anderen Apparaturen
  • der Behandlungsdauer
  • dem Behandlungsaufwand

So können beispielsweise zwar alle Voruntersuchungen über die Versichertenkarte abgerechnet werden. Bei umfangreicheren Behandlungen empfehlen wissenschaftliche Gesellschaften jedoch auch zwischendurch Röntgenaufnahmen oder Modelle zu erstellen, um den Erfolg der Therapie zu gewährleisten. Sind Zwischendiagnostika angezeigt, werden diese von den Kassen zwar übernommen, häufig empfiehlt sich gerade bei langer Behandlungsdauer jedoch die Erneuerung von Unterlagen (bspw. von Röntgenaufnahmen). Für diesen Mehraufwand muss der Patient dann selbst aufkommen.

Sofern die gesetzlichen Krankenkassen einen Zuschuss auch bei Erwachsenen gewähren, liegt dieser meist bei maximal 4000 Euro. Kieferorthopäden sind dazu verpflichtet, diesen Kostenrahmen optimal auszuschöpfen, sodass auch Kassenpatienten ohne Zusatzleistungen voll umfänglich und gut behandelt werden. Die häufig zu lesende Warnung, selbst für schmerz- und reibungsarme Brackets müssten Kassenpatienten extra bezahlen, ist nicht korrekt. Die von den Kassen finanzierten Lösungen sichern das gleiche, gute Ergebnis wie bei Privatpatienten und bieten allenfalls weniger Komfort. Verzichtet wird also lediglich auf den Einsatz neuster Materialien und Techniken, um so Kosten einzusparen.

Ein „prominentes“ Beispiel dafür ist der Einsatz lingualer Zahnspangen wie sie etwa von der US-Marke „Invisalign“ angeboten werden. Sie werden von den Kassen nicht übernommen. Pro Kiefer belaufen sich die Kosten für die an der Zahninnenseite festsitzenden Zahnspangen pro Kiefer zwischen 2500 und 5000 Euro. Die genaue Höhe der Kosten ist abhängig vom individuellen Fall. Kommen schwierige Zahn- und Kieferfehlstellungen hinzu, liegen die Gesamtkosten gelegentlich sogar weit über 10.000 Euro.

Kieferorthopädische Behandlungen mit einem Kredit von smava finanzieren

Kieferorthopädische Behandlungen belasten die Haushaltskasse häufig mit vierstelligen Euro-Beträge. Eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie zahlt in der Regel nur dann, wenn zum Abschluss des Vertrages keine entsprechende Vorerkrankung vorlag. Zudem muss durchschnittlich eine Wartezeit von etwa 8 Monaten eingehalten werden. Wird die zahnärztliche Therapie früher notwendig, zahlt die Zusatzversicherung nicht.

Ein guter und günstiger Weg, die kieferorthopädische Behandlung zu bezahlen, ist daher ein Kredit für Ihren Zahnersatz bei smava. Kleinkredite ab 1000 Euro sind hier (abhängig vom Gehalt) ebenso möglich wie Kreditbeträge von 10.000 Euro und mehr. Die Laufzeit können Sie selbst wählen und so auch die Höhe der monatlich zurückzahlbaren Rate bestimmen. Der Kreditrechner zeigt Ihnen auch gleich an, wie hoch der Zinsaufwand ist. Als Verwendungszweck wählen Sie einfach „Freie Verwendung“. Wünschen Sie einen zusätzlichen finanziellen Puffer, können Sie den Kreditrahmen auch höher wählen als den Betrag, den Sie für die kieferorthopädische Behandlung aufbringen müssen.

Die Kosten für den Kieferorthopäden können Sie übrigens als außergewöhnliche Belastungen auch von der Steuer absetzen. Voraussetzung dafür ist, dass die Behandlungskosten die zumutbare Eigenbelastung überschreiten. Wie hoch diese sind hängt u.a. von der Höhe Ihres Einkommens, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder im Haushalt ab.

Sollten Sie weitere Fragen zum Ablauf und den Kosten kieferorthopädischer Behandlungen haben, wenden Sie sich an das Team von Biss45, den Spezialisten für professionelle Kieferorthopädie in Berlin.