Corona-Live-Lagebericht

So geht es in Deutschland lebenden
Personen finanziell

kontinuierliche Befragung

> 10.000 Personen

repräsentativ für Deutschland

Methodik

Mithilfe des Meinungsforschungsinstituts Civey befragt smava kontinuierlich 10.000 Personen in Deutschland.

Die Ergebnisse geben einen repräsentativen Einblick in die finanzielle Lage von Verbrauchern in

  • Deutschland insgesamt,
  • in einzelnen Regierungskreisen, Landkreisen & kreisfreien Städten sowie
  • Altersgruppen & Geschlechtern.

täglich neue Ergebnisse

regionale Ergebnisse

demografische Ergebnisse

Fragestellungen

Kredite

 

Wie viele Deutsche beabsichtigen aktuell einen Kredit aufzunehmen?

Wo werden die meisten Kredite aufgenommen?

Finanzieller Engpass

 

Wie viele Deutsche befinden sich aktuell wegen Corona in einem finanziellen Engpass?

Was sind die Ursachen?

Urlaub

 

Wie viele Deutsche fahren dieses Jahr in Urlaub?

Wie viele Deutsche überziehen dafür ihr Konto?

Kennzahlen zum Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl

2.955.000

August 2020

Veränderung zum Vormonat:
+ 45.000

Arbeitslosenquote

6,4 %

August 2020

Veränderung zum Vormonat:
+ 0,1 Prozentpunkte

In Anzeigen zu Kurzarbeit genannte Personenzahl

170.000

1. bis 26. August 2020

während der Großen Rezession 2008/2009: 3.300.000

Kredit: Analyse

Datenbasis

Die verwendeten Daten stammen

1) aus einer Befragung für die die Civey GmbH im Auftrag von smava über 10.000 Personen seit dem 08.06.2020 fortlaufend befragt (Stand: 29.06.2020 11:00 Uhr). Hochrechnungen wurden auf Basis der Statistik „Fortschreibung des Bevölkerungsstandes“ des statistischen Bundesamtes zum Stichtag 31.12.2018 erstellt.

2) von der Deutschen Bundesbank: MFI Zinsstatistik; Zinssätze und Volumina für das Neugeschäft der deutschen Banken / Konsumentenkredite an private Haushalte (effektiver Jahreszinssatz einschl. Kosten) (Stand: 05.06.2020)

3) von der smava GmbH: alle durch das Kreditportal smava.de im Juni 2020 vermittelten Ratenkredite von Banken (Stand: 25.06.2020)

Trotz Corona: Fast jeder zehnte Deutsche beabsichtigt einen Kredit aufzunehmen

  • Immobilienkauf ist häufigster Grund für Kreditaufnahme, gefolgt von Konsum.
  • Kreditzinsen im Bundesdurchschnitt durch Corona auf Höchststand seit Januar 2016
  • Zinsunterschiede zwischen den Banken von bis zu 81 Prozent

Aktuell beabsichtigen 8,9 Prozent der Deutschen (6,2 Mio.), in der nächsten Zeit einen Kredit aufzunehmen. Das zeigt eine repräsentative Befragung von über 10.000 Personen über 18 Jahren im Auftrag des Kreditportals smava. (1) Die häufigsten Verwendungszwecke sind: Immobilienkauf (35,7 %), Finanzierung von Konsumgütern wie beispielsweise eines Autos oder Elektronik (23,9 %) und Anschaffungen für Haus & Garten (18,2 %). Die Bedingungen, unter denen Kredite aktuell aufgenommen werden, sind stark durch Corona beeinflusst. Wer in nächster Zeit einen Kredit aufnehmen möchte, sollte daher Folgendes beachten:

Während der Corona-Pandemie stiegen die Zinssätze für Konsumentenkredite ...

im Bundesdurchschnitt auf zuletzt 6,31 Prozent an – der höchste Wert seit Januar 2016. (2) „Dieser hohe Zinssatz lässt sich umgehen. Banken reagieren unterschiedlich auf Corona. Manche haben die Zinssätze angehoben, andere haben sie gesenkt. Insgesamt werden die Konditionen aktuell häufiger als sonst angepasst. Das macht es Kreditnehmern noch schwerer, allein einen wirklich günstigen Kredit zu finden“, sagt Alexander Artopé, Geschäftsführer des Kreditportals smava. Aktuell unterscheiden sich die günstigsten und die teuersten Zinssätze für ein und denselben Kredit im Schnitt um bis zu 81 Prozent. (3) Ein Kreditvergleichsportal wie smava hilft, diese Zinsunterschiede zu erkennen und dadurch bei einem Kredit beispielsweise über 15.000 Euro mit 4 Jahren Laufzeit bis zu 3.500 Euro zu
sparen.

Kredit: Live-Umfrage-Ergebnisse

Deutschland gesamt (Live-Ergebnisse)

Bundesländer (Live-Ergebnisse)

Hinweis: Fahren Sie mit der Maus über die Karte, um Daten für die einzelnen Bundesländer zu sehen.

Regierungsbezirke (Live-Ergebnisse)

Hinweis: Fahren Sie mit der Maus über die Karte, um Daten für die einzelnen Bundesländer zu sehen.

Altersgruppen (Live-Ergebnisse)

Geschlechter (Live-Ergebnisse)

Landkreise (Live-Ergebnisse)

Wir haben Daten für 401 Landkreise und kreisfreie Städte.

Beispiel: Landkreis Aichbach-Friedberg

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Finanzieller Engpass

Finanzieller Engpass: Analyse

Datenbasis

(1) Die verwendeten Daten stammen aus einer Befragung für die die Civey GmbH im Auftrag von smava über 10.000 Personen über 18 Jahre seit dem 26.04.2020 befragt. (Stand 07.09.2020 12:57 Uhr)

Es wurden die Ergebnisse aus dem Zeitraum vom 26.04. – 30.04.2020 mit den Ergebnissen vom 01.09. – 05.09.2020 jeweils im Mittelwert verglichen. Hochrechnungen wurden auf Basis der Statistik „Fortschreibung des Bevölkerungsstandes“ des statistischen Bundesamtes zum Stichtag 31.12.2018 erstellt.

Erholung: 5,2 Mio. weniger Deutsche im coronabedingten finanziellen Engpass als Ende April

  • Ende April war jeder vierte Deutsche (24,9 %) wegen der Corona-Pandemie in einem finanziellen Engpass.
  • Aktuell gilt dies noch für jeden Sechsten (17,5 %).
  • Finanzielle Situation erholt sich am stärksten in Bremen, Thüringen und MecklenburgVorpommern

Die Corona-Pandemie hat sich auch auf die finanzielle Situation vieler Deutscher ausgewirkt. Ende April war jeder vierte Deutsche (24,9%) coronabedingt in einem finanziellen Engpass. Seitdem entspannt sich die Situation für immer mehr Deutsche. Aktuell ist noch jeder sechste Verbraucher (17,5 %) coronabedingt in einem finanziellen Engpass. Das sind 29,7 Prozent bzw. 5,2 Millionen weniger als Ende April. Das zeigt eine fortlaufende, repräsentative Langzeit-Befragung von über 10.000 Deutschen über 18 Jahren im Auftrag des Kreditportals smava. (1) Die Mehrheit der Deutschen ist durch die Corona-Pandemie nicht in einen finanziellen Engpass geraten (April 75,1 % | September 82,5 %).

Starke Unterschiede zwischen den Bundesländern

Je nach Bundesland entspannte sich die finanzielle Situation der Menschen seit April unterschiedlich stark. In Bremen (-42,2 %), Thüringen (-41,3 %) und MecklenburgVorpommern (-41,0 %) ist der Anteil der Verbraucher, die coronabedingt in einen finanziellen Engpass geraten sind, am stärksten gesunken. Im Gegensatz dazu ist der Anteil im Saarland sogar gestiegen. Aktuell sind im Saarland 5 Prozent mehr Verbraucher coronabedingt in einem finanziellen Engpass als Ende April.

Veränderung zu April: „Ja, ich befinde mich wegen der Corona-Pandemie aktuell in einem finanziellen Engpass“

Bremen: -42,2 % (April: 21,6 % | September: 12,5 %)
Thüringen: -41,3 % (April: 25,9 % | September: 15,2 %)
Mecklenburg-Vorpommern: -41,0 % (April: 28,9 % | September: 17,0 %)
Brandenburg: -40,0 % (April: 24,1 % | September: 14,5 %)
Schleswig-Holstein: -39,5 % (April: 23,9 % | September: 14,5 %)
Hamburg: -38,2 % (April: 22,3 % | September: 13,8 %)
Niedersachsen: -33,5 % (April: 23,9 % | September: 15,9 %)
Sachsen: -33,4 % (April: 28,4 % | September: 18,9 %)
Berlin: -31,0 % (April: 22,1 % | September: 15,2 %)
Hessen: -30,4 % (April: 25,9 % | September: 18,0 %)
Rheinland-Pfalz: -30,1 % (April: 24,6 % | September: 17,2 %)
Baden-Württemberg: -27,7 % (April: 26,3 % | September: 19,0 %)
Bayern: -27,6 % (April: 28,7 % | September: 20,7 %)
Nordrhein-Westfalen: -25,7 % (April: 22,5 % | September: 16,7 %)
Sachsen-Anhalt: -20,6 % (April: 20,7 % | September: 16,4 %)
Saarland: +5,0 % (April: 18,6 % | September: 19,6 %)
    Werte gerundet

 

Aktuell, im September, sind Bayern (20,7 %), Saarländer (19,6 %) und Baden-Württemberger (19,0 %) am häufigsten wegen der Corona-Pandemie in einem finanziellen Engpass. Am seltensten gilt das für Bremer (12,5 %) und Hamburger (13,8 %).

Bayern: 20,7 %
Saarland: 19,6 %
Baden-Württemberg: 19,0 %
Sachsen: 18,9 %
Hessen: 18,0 %
Rheinland-Pfalz: 17,2 %
Mecklenburg-Vorpommern: 17,0 %
Nordrhein-Westfalen: 16,7 %
Sachsen-Anhalt: 16,4 %
Niedersachsen: 15,9 %
Berlin: 15,2 %
Thüringen: 15,2 %
Schleswig-Holstein: 14,5 %
Brandenburg: 14,5 %
Hamburg: 13,8 %
Bremen: 12,5 %
  Werte gerundet

Selbstständige sind nach wie vor häufiger betroffen als Arbeitnehmer

Die finanzielle Lage von Selbstständigen hat sich seit April etwas stärker entspannt (-29,5 %) als die von Arbeitnehmern (-24,3 %). Trotzdem sind Selbstständige noch immer fast doppelt so häufig coronabedingt in einem finanziellen Engpass (33,4 %) wie Arbeitnehmer (18,3 %).

Veränderung zu April: „Ja, ich befinde mich wegen der Corona-Pandemie aktuell in einem finanziellen Engpass“

Selbstständige: -29,5 % (April: 47,4 % | September: 33,4 %)
Arbeitnehmer: -24,3 % (April: 24,2 % | September: 18,3 %)
    Werte gerundet

Finanzieller Engpass: Live-Umfrage-Ergebnisse

Deutschland gesamt (Live-Ergebnisse)

Bundesländer (Live-Ergebnisse)

Hinweis: Fahren Sie mit der Maus über die Karte, um Daten für die einzelnen Bundesländer zu sehen.

Regierungsbezirke (Live-Ergebnisse)

Hinweis: Fahren Sie mit der Maus über die Karte, um Daten für die einzelnen Bundesländer zu sehen.

Altersgruppen (Live-Ergebnisse)

Geschlechter (Live-Ergebnisse)

Landkreise (Live-Ergebnisse)

Wir haben Daten für 401 Landkreise und kreisfreie Städte.

Beispiel: Landkreis Aichbach-Friedberg

Welche Daten benötigen Sie?

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Urlaub: Analyse

Datenbasis

(1) Die verwendeten Daten stammen aus einer Befragung für die die Civey GmbH im Auftrag von
smava 2.500 Personen im Zeitraum vom 27.07. bis 05.08.2020 befragt hat. Ergebnisse:
https://www.smava.de/corona-lagebericht/ (Stand: 05.08.2020) Hochrechnungen wurden auf Basis
der Statistik „Fortschreibung des Bevölkerungsstandes“ des statistischen Bundesamtes zum Stichtag
31.12.2018 erstellt.
(2) Stiftung Warentest: Dispozinsen – Alle Banken im Test (Stand: 16.07.2019), URL:
https://www.test.de/Girokonten-Dispozinsen-4586765-0/ (zuletzt abgerufen: 31.07.2020)
(3) smava GmbH: alle durch das Kreditportal smava.de von Januar bis Mai 2020 vermittelten
Ratenkredite (Stand: 03.07.2020)

Jeder Zweite macht Urlaub – 3,2 Millionen finanzieren den Urlaub per Dispo zu knapp 10 % Zinsen

Den Urlaub lassen sich die Deutschen auch in Corona-Zeiten nicht nehmen. Jeder Zweite (51,5 %) fährt auch in diesem Jahr in den Urlaub. (1) 3,2 Millionen Deutsche verschulden sich sogar dafür. Sie haben ihr Konto bereits für den Urlaub überzogen oder rechnen damit, dass sie ihr Konto noch überziehen werden. (1) Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Kreditportals smava. Rund ein Drittel der Disponutzer (38,7 %) ist wegen des
Urlaubs mit mehr als 1.000 Euro im Minus. Knapp jeder zweite Disponutzer (48,9 %) braucht mehr als 3 Monate für die Rückzahlung oder ist dauerhaft im Minus. (1) Bis das Konto wieder ausgeglichen ist, zahlen die Disponutzer im Schnitt 9,68 Prozent Zinsen. (2) Ein Dispokredit ist häufig die teuerste Möglichkeit, sich Geld von der Bank zu leihen. Je stärker und länger das Konto überzogen ist, desto eher sollten Disponutzer deshalb zu einer günstigeren Finanzierungsmöglichkeit wie beispielsweise einem Ratenkredit wechseln.

Dispokredit ist häufig die teuerste Möglichkeit sich Geld von der Bank zu leihen

Ein Vergleich der Stiftung Warentest von mehr als 1.000 Banken, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken zeigt: Im Schnitt liegt der Dispozins bei 9,68 Prozent. Flächendeckend haben Direktbanken die günstigsten Dispozinsen. Doch auch hier liegt der Dispozins in vielen Fällen bei über 6 Prozent. (2)

Knapp jeder Zweite nutzt Dispokredit länger als 3 Monate

„Je länger sich das Konto im Minus befindet, desto mehr Zinsen fallen an. Aus diesem Grund sollte der Dispo nur im Ausnahmefall und nur für kurze Zeit genutzt werden. 43,6 Prozent der Disponutzer machen das. Jedoch nutzen weitere 48,9 Prozent den Dispokredit für mehr als 3 Monate oder sind dauerhaft im Minus. Weitere 7,5 Prozent wissen nicht, bis wann die Rückzahlung erfolgt“, sagt Alexander Artopé, Geschäftsführer des Kreditportals smava. Mehr als die Hälfte der Disponutzer sind in aller Regel gut beraten, über eine Umschuldung nachzudenken. Denn wegen der hohen Zinsen ist ein Dispokredit keine Dauerlösung.

Dispokredit ist keine Dauerlösung

Je stärker und länger der Dispokredit in Anspruch genommen wird und je häufiger es zu Verzögerungen bei der Rückzahlung kommt, desto eher sollten Verbraucher über eine Alternative nachdenken. Dazu zählen Ratenkredite. Sie sind in der Regel nicht nur günstiger. Sie sind auch darauf ausgelegt, die Schulden abzubauen. Denn anders als beim Dispokredit müssen Kreditnehmer beim Ratenkredit monatlich einen festgelegten Teil ihrer Schulden zurückzahlen. So sind sie zum Ende der Laufzeit schuldenfrei. Bis dahin haben sie in der Regel deutlich weniger Zinsen gezahlt als bei einem Dispokredit. Bei einer Kreditsumme von 1.500 Euro und einer Laufzeit von einem Jahr sind es beispielsweise bei einem über smava abgeschlossenen Ratenkredit im Schnitt rund 81 Prozent bzw. 119 Euro weniger Zinsen. (2) (3)