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Kann man eine Baufinanzierung umschulden?

Einen Baukredit können Sie aufnehmen, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Doch wenn es während des langen Rückzahlungszeitraums, der oft zwischen 15 und 20 Jahren liegt, zu unerwarteten Zinsentwicklungen kommt, ist eine Umschuldung Ihrer Baufinanzierung sinnvoll.

Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich meine Baufinanzierung ablösen will?

Möchten Sie Ihre Baufinanzierung umschulden, gibt es drei Varianten. Welche für Sie infrage kommt, hängt von Ihrer Zinsbindungsfrist und der bisherigen Laufzeit Ihres Kredits ab:

01.

Beim Abschluss Ihres Kredits legen Sie eine Zinsbindung fest. Diese kann beispielsweise 5, 10 oder 15 Jahre betragen. In dieser Zeit verändern sich Ihre Zinsen nicht. Nach dem Ende der Frist können Sie den Kredit bei Ihrer Bank verlängern oder die Baufinanzierung umschulden.

02.

Befinden Sie sich noch innerhalb der Zinsbindungsfrist, zahlen Ihr Darlehen aber schon mindestens 10 Jahre lang zurück, können Sie die Baufinanzierung vorzeitig ablösen, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung erhoben wird.

03.

In den ersten 10 Jahren nach Kreditabschluss sind Sie auf die Kulanz Ihrer Bank angewiesen, wenn Sie bei Ihrer Baufinanzierung eine Umschuldung vornehmen wollen und kein triftiger Grund für die vorzeitige Kündigung vorliegt. Stimmt die Bank der Umschuldung zu, wird eine Vorfälligkeitsentschädigung erhoben, die die weggefallenen Zinseinnahmen ausgleichen soll.

Was ist beim Umschulden einer Baufinanzierung zu beachten?

Die Umschuldung der Baufinanzierung ist vor allem eine Finanzfrage. Denn nur, wenn die Zinsen durch eine Umschuldung der Baufinanzierung geringer ausfallen, lohnt sich der Wechsel. Deswegen sollten Sie unbedingt einen Kreditvergleich zur Baufinanzierung vor der Umschuldung vornehmen. Nutzen Sie für einen ersten Überblick zur Umschuldung der Baufinanzierung im Vorfeld unseren kostenlosen Rechner, der passende Angebote ausspielt. Berücksichtigen Sie vor der Umschuldung außerdem die einzuhaltenden Kündigungsfristen.

Vorzeitige Umschuldung der Baufinanzierung – geht es ohne Kosten?

Innerhalb der ersten 10 Jahre muss die Bank der Umschuldung der Baufinanzierung nur zustimmen, wenn ein triftiger Grund vorliegt. Laut § 490 des BGB liegt ein solcher Grund beispielsweise vor, wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen. Dort ist auch geregelt, dass Sie den entstandenen Schaden, also die entgangenen Zinsen, ersetzen müssen. Paragraf 489 BGB regelt jedoch, dass Sie nach 10 Jahren Ihren Kredit mit einer Frist von sechs Monaten jederzeit kündigen können – und zwar selbst dann, wenn eine längere Zinsbindungsfrist vereinbart wurde. Wenn Sie eine bestehende Baufinanzierung umschulden wollen, sollten Sie daher am besten 10 Jahre warten. In diesem Fall zahlen Sie lediglich die Kosten für die Umschreibung der Grundschuld. Diese liegen bei ca. 0,2 Prozent der Restschuld.

Die wichtigsten Fragen zur Umschuldung der Baufinanzierung

Bei einer Baufinanzierung profitieren Sie von guten Konditionen, weil die Immobilie als Sicherheit dient. Die Kosten für einen Privatkredit ohne diese Sicherheit sind in der Regel deutlich höher, sodass sich diese Umschuldung nicht lohnt.

Wenn die Zinsen seit Vertragsabschluss deutlich gesunken sind, können Sie durch eine vorzeitige Umschuldung möglicherweise viel Geld sparen. Berechnen Sie im Vorfeld, ob die Umschuldung der Baufinanzierung in Ihrem Fall lohnt und berücksichtigen Sie dabei eine eventuell zu leistende Vorfälligkeitsentschädigung sowie die Gebühren für den neuen Grundbucheintrag.

Ein Vorteil der Verlängerung des bestehenden Kredits bei der eigenen Bank liegt in der meist wegfallenden Prüfung Ihrer Bonität. Außerdem fallen keine Kosten für den neuen Grundbucheintrag an und Ihr Gesamtaufwand ist minimal. Sie sollten dennoch für Ihre Baufinanzierung vor der möglichen Umschuldung einen Vergleich vornehmen, damit Sie eine Verhandlungsgrundlage bei Ihrer Bank haben.

Unser Vergleichsrechner zeigt Ihnen schnell und übersichtlich, zu welchen Konditionen Sie einen neuen Kredit bekommen können. Achten Sie dabei jedoch nicht nur auf den Zinssatz, sondern auch auf die Möglichkeit zur Sondertilgung oder zu eventuellen Ratenpausen.