Wer in Deutschland Kredite gewerblich vergibt, ist gesetzlich verpflichtet, sicherzustellen, dass der Kreditnehmer sich das Ganze leisten kann. Diese Tatsache stellt sicher, dass kaum jemand einen Kredit erhält, der ihn „auf einen Schlag“ überschuldet.
Allerdings entsteht Überschuldung dadurch viel häufiger als schleichender Prozess, oft nicht bemerkt oder (häufiger) ignoriert.
Folgende sechs Punkte gelten als archetypische Warnsignale:
- Sie nutzen Ihren Dispokredit dauerhaft; typischerweise genügen Gehaltseingänge nicht mehr, um ihn auszugleichen.
- Sie können immer häufiger Rechnungen oder Raten nicht mehr pünktlich zahlen; es kommt zu Rückbuchungen.
- Mahnungen, Inkassoschreiben und ähnliche Post häufen sich bei Ihnen – mitunter bleibt sie sogar ungeöffnet.
- Sie wissen nicht einmal mehr ganz grob, wem Sie aktuell wie viel weswegen schulden.
- Sie müssen neue Schulden aufnehmen, um bestehende zu zahlen; oft leihen Sie dazu bei Freunden oder Verwandten.
- Schuldendienst und Fixkosten fressen Ihren Geldeingang (nahezu) vollständig; es bleibt kaum etwas für den Alltag.


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Wichtig
Einzelne Punkte können durchaus auftreten, ohne dass eine Überschuldung vorliegt. Wenn jedoch zwei oder mehr bei Ihnen zutreffen, sollten Sie hellhörig werden und rasch handeln – je früher, desto größer die Erfolgsschancen.