Steigende Strompreise für 2016 erwartet

Drei Faktoren werden im kommenden Frühjahr die Verbraucherstrompreise beeinflussen. - Foto: fotolia.com

Drei Faktoren werden im kommenden Frühjahr die Verbraucherstrompreise beeinflussen. – Foto: fotolia.com

Steigende Netzkosten werden 2016 voraussichtlich in vielen Regionen die Stromrechnungen in die Höhe treiben. Spitzenreiter der 25 größten deutschen Städte beim Zuwachs der sogenannten Netzentgelte ist dabei nach einem dpa-Bericht Düsseldorf. In der NRW-Landeshauptstadt steigen die Entgelte 2016 um 10,8 Prozent.

Dahinter folgen Dresden (9,4 Prozent) und Essen (8,1). Deutlich günstiger wird der Stromtransport in Stuttgart, weil ein neuer Betreiber dort Kostensenkungen plant (minus 16,1 Prozent).

Die regional unterschiedlichen Nutzungsentgelte machen rund ein Viertel des Strompreises aus und werden von den Netzbetreibern erhoben. Sie werden regelmäßig Mitte Oktober veröffentlicht. Der Zuwachs bringt etwa in Düsseldorf für eine vierköpfige Familie mit 4000 Kilowatt Jahresverbrauch Mehrkosten von 24 Euro.

 

EEG-Umlage und Börsenkurse

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Weitere zentrale Posten für den Verbraucher-Strompreis ist die EEG-Umlage, die die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz regelt. Die Umlage wird im kommenden Jahr angehoben und dürfte für steigende Endpreise sorgen. Zudem wird erwartet, dass die Entwicklungen an den Börsen weiteren negativen Einfluss auf die Verbraucherpreise haben werden.

Strompreis-Erhöhungen für die Verbraucher zum Jahresbeginn müssen sechs Wochen vorher – also bis spätestens Mitte November – angekündigt werden.

Der dpa-Bericht bezieht sich auf eine Aufstellung des Unternehmens Verivox.