Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (01.Juni 2012)

Liebe Leser,
am 02.Juni 1933 begann die erste internationale Konferenz, um Wege aus der damaligen Wirtschaftskrise zu finden. Heute 79 Jahre später stehen Politiker wieder vor demselben Problem. Nach Griechenland, droht jetzt auch Spanien der finanzielle Zusammenbruch. Auch mit dem DAX sieht es nicht besser aus, er erreicht sein größtes Mai-Tief seit 1987. Diese Unsicherheiten an den Märkten führt allerdings dazu, dass Experten die Prognosen für Gold und Silber positiv einschätzen. Weitere Ereignisse der vergangenen Woche sind hier in unserer Übersicht:

Wirtschaft und Unternehmen

Italien will sparen, aber bloß nicht zu viel

Italien will sparen, aber bloß nicht zu viel. Italiens Schulden steigen weiter an. Vor zwei Wochen erreichten diese einen Rekordwert von 1,946 Billionen Euro. Auch der Staatspräsident Giorgio Napolitano hat erkannt, dass die öffentlichen Ausgaben gekürzt werden müssen. Jedoch möchte er, dass diese Sparkürzungen nicht zu drastisch ausfallen. Ob diese Sichtweise ausreichen wird, um die Anleger an den globalen Bondmärkten ruhig zu stellen, analysiert Wirtschaftsfacts.

Wissen über Finanzen: Deutschland nur auf dem 4. Platz

Im Auftrag der ING-DiBa testete das Marktforschungsunternehmen TNS das Finanzwissen der Bürger in elf europäischen Ländern. Dabei stellte sich heraus, dass in Deutschland 8 Prozent falsche Antworten abgaben. Auf den ersten Platz dagegen liegt die Türkei. Hier konnten 37 von 100 Befragten mindestens vier der fünf Fragen richtige beantworten. Welche Länder auf den übrigen Plätzen gelandet sind, zeigen die Börsenblogger.

Börsen und Geldanlage

Gute Prognosen für Gold und Silber

Experten von Barclays Capital schätzt die Entwicklung des Goldpreises positiv ein. Die Gründe hierfür liegen in den anhaltenden Unsicherheiten der Märkte, in den Sorgen um die steigende Inflation und auch die Goldkäufe der Zentralbanken tragen ihren Teil dazu bei. Wo hingegen die Deutsche Bank die Risiken sieht, analysiert Björn Junker.

Dax rutscht ist das größte Mai-Tief seit 1987

Obwohl das erste Quartal 2012 so gut lief, verliert der DAX im Mai 2012 7,35% bzw. 497 Punkte. Das Jahreshoch im März konnte sich leider nicht fortsetzen und somit gibt es jetzt schon einen Verlust von 16% bzw. über 1.100 Punkten. Ob das jetzt eine gute Chance ist, um günstig DAX-Aktien zu kaufen, analysiert Wirtschaftsfacts.

Geldmarkt und Währungen

Bankenkrise in Spanien gefährlicher als die in Griechenland

Wenn der EZB-Präsident Draghi nicht eingreift, steht Spanien der baldige Zusammenbruch des Bankensystems bevor. Ein deutlich beschleunigter Abfluss der Einlagen führte dazu, dass Spanien nur 20-30 Milliarden vor dem großen Zerfall der Banken entfernt ist. In wie weit genau die privaten Einlagen bei den spanischen Banken bereits zurückgingen, zeigt Markus Gärtner.

Euro-Bonds kommen wieder in Gespräch

China gibt Liquiditätsreserven frei, um eine mögliche Konjunkturdelle zu verhindern. Aber damit steigt nicht nur der Inflationsdruck in China, sondern auch weltweit. Aber auch die Geldpolitik der EZB und der FED lässt das Risiko einer Inflation ansteigen. Wie viel Yen genau zur Verfügung gestellt werden, analysiert Ökonomenblog.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Social Media als Haupttreiber für Veränderungen

In einem Interview mit zwei Unternehmensvertretern, die unabhängig voneinander geführt wurden, gab es ein deutliches Ergebnis. Die Ökonomie der Beteiligung über soziale Netzwerke dringt tief in die Unternehmensorganisationen ein. Nachdem es in den USA anfing, sind aber auch so langsam die Veränderungen der Geschäftsmodelle spürbar. In welchen Bereichen Social Media, außer der Wirtschaft, ebenfalls einen großen Einfluss hat, zeigt Ich sag mal.

Viele Grüße,
das smava-Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *