Darauf sollten die verschiedenen Geld-Typen achten

Ob nun locker-flockig, ob nun gewissenhaft oder irgendetwas dazwischen: Es gibt viele Arten, mit Geld umzugehen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie wichtig einem Geld im Allgemeinen ist. Oder wie groß die verfügbaren finanziellen Mittel sind. Vielmehr geht es darum festzustellen, welcher Typ man überhaupt ist.

Tipp: Schauen Sie sich den smava-Quiz „Geld-Typ an und finden Sie heraus, zu welcher Kategorie Sie gehören.

Die unterschiedlichen Geld-Typen haben ihre eigenen Sorgen und Nöte und müssen bei der privaten Haushaltsplanung unterschiedliche Prioritäten setzen, um mit dem finanziellen Einkommen gut zurechtzukommen.

Für die drei Geld-Typen aus unserem Quiz haben wir ein paar Empfehlungen zusammengestellt, wenn es um die private Haushaltsplanung geht.

Beachten Sie die Tipps für den „Finanzminister“, den „soliden Checker“ und den „notorischen Pleitegeier“!

Der „Finanzminister“

geld-typ

Foto: alphaspirit / fotolia.com

Der „Finanzminister“ zeichnet sich dadurch aus, dass er stets vorausschauend handelt und gerade bei den eigenen Finanzen nichts dem Zufall überlässt. Eine gut strukturierte Haushaltsplanung beruhigt ihn nicht nur, sondern beschert ihm mitunter sogar das eine oder andere Hochgefühl – was der „Finanzminister“ natürlich niemals zugeben würde.

Der „Finanzminister“ plant häufig lange im Voraus und hat für fast alle Probleme eine Lösung parat. Oder wenigstens einen losen „Notfallplan“.

In seinem großen Plus – der Sorgfalt und der genauen Planung – kann allerdings auch ein Problem lauern, denn wer immer in Alarmbereitschaft ist und tendenziell mehr die Gefahr als die Chance sieht, verpasst auch die eine oder andere Möglichkeit, sich etwas Gutes zu tun.

Dabei geht es weniger um eine große Anschaffung wie ein neues Auto mit Sonderausstattung (mit oder ohne Autokredit) oder eine wirklich tolle Urlaubsreise. Für diese Ausgaben hat der Finanzminister bereits vorgesorgt. Vielmehr kommen die kleinen und mittelgroßen Extras, die das Leben etwas lebenswerter machen, immer wieder zu kurz.

Ob es nun das neuste Smartphone sein muss, wenn es das alte auch noch tut, sei einmal dahingestellt. Hier hat jeder seine eigenen Vorlieben und Vorstellungen. Aber wie sieht es eigentlich mit einem wirklich schönen Wochenendausflug in den etwas weiter entfernten Naturpark aus? Hier denkt der „Finanzminister“ nicht nur an die Kosten für den Eintritt und den Snack zwischendurch, sondern auch an die Fahrtkosten.

Oder wie steht es um den Golfkurs, der schon so lange auf dem Wunschzettelt steht? Hier fürchtet der „Finanzminister“ nicht nur die Kosten für den Kurs, sondern auch die Preise für Schläger, Golfkleidung, eine eventuelle Klubmitgliedschaft und die Fahrtkosten.

 

geld-quizDer smava-Tipp: Mit einer noch genaueren Finanzplanung und einer noch exakteren Prüfung Ihres finanziellen Haushalts tun Sie sich vermutlich keinen Gefallen. Und es einfach mal locker angehen lassen, passt auch nicht zu Ihnen und wird Ihnen vermutlich nur Unbehagen bescheren.

Planen Sie vielmehr einen kleinen monatlichen Extra-Posten für kleinere Ausgaben mit ein, mit dem Sie sich regelmäßig etwas gönnen. Legen Sie jeden Monat einen kleinen Betrag zur Seite – so, wie Sie es vermutlich auch schon für die Heizung, die Waschmaschine und das Auto tun.

Und wenn der Golfkurs oder das verlängerte Wochenende mal nicht sofort bar bezahlt werden kann, rechnen Sie Ihre Möglichkeiten mit dem smava-Finanzierungsrechner durch. Die kreditgebenden Banken unterbieten sich regelmäßig mit Sonderangeboten und Aktionen und passen ihre Angebote laufend an, so dass auch hier durchaus mal ein Schnäppchen möglich ist.

 

Der solide Checker

geld-typ

Foto: industrieblick / fotolia.com

Der solide Checker hat seine Finanzen im Großen und Ganzen ganz gut im Blick, und verpasst es zugleich nicht, sich auch mal etwas zu gönnen. Eine etwas größere Lücke im Haushaltsplan kann es zwar mal geben, die wird allerdings recht zeitnah wieder geschlossen – wenn nötig mit eisernem Sparwillen. Echte finanzielle Engpässe sind also eher die Ausnahme.

Bei der Urlaubsplanung schafft es der solide Checker beispielsweise, ein gesundes Mittelmaß zu finden zwischen „Belohnung für den stressigen Berufsalltag“ und „Spaß in Maßen“.

Im Urlaub selbst wird an einem besonders schönen Abend auch schon mal die Kreditkarte gezückt, wenn es im Restaurant hoch hergeht. Anschließend übt der solide Checker allerdings auch wieder Verzicht, um die unplanmäßig hohen Ausgaben wieder auszugleichen. Dieses tut er nicht durch eisernes Sparen an allen Ecken und Enden, sondern nur so, dass die Urlaubsfreuden nicht ernsthaft getrübt werden.

Dadurch kann es passieren, dass das Konto (auch das Konto der Kreditkarte) nach der Rückkehr deutlich im Minus steckt. Dann, nach der Rückkehr in den Alltag, ist für den soliden Checker allerdings wirklich die Zeit gekommen, den Gürtel ernsthaft enger zu schnallen, um mit der Haushaltskasse wieder auf eine „Schwarze Null“ zu kommen.

Ähnlich verfährt der solide Checker in anderen Bereichen, wie zum Beispiel dem Autokauf, der Finanzierung der Sportausrüstung oder dem Wochenendausflug. Wenn es darauf ankommt, darf es ruhig Qualität zu entsprechenden Preisen sein. Einsparpotential sieht der Checker bei den vielen Kleinigkeiten im Alltag, die zusammen eine beachtliche Summe ausmachen.

 

geld-quizDer smava-Tipp: Der solide Checker macht vieles richtig und fährt sicherlich gut damit, seine Linie weiter beizubehalten. Das ausgewogene Verhältnis zwischen Spaß und Verzicht gibt ihm Recht.

Was der Checker allerdings nicht aus den Augen verlieren sollte, ist die Notwendigkeit, die verschiedenen Finanzierungsangebote regelmäßig miteinander zu vergleichen. Dieses gilt nicht nur für die großen Anschaffungen, sondern auch für die Kleinigkeiten, die der Checker gerne mal aus Bequemlichkeit mit dem Dispo bezahlt. Hier ist womöglich ein Kleinkredit die bessere Wahl.

Sich bei der Finanzierung immer nur auf die Hausbank zu verlassen, reicht einfach nicht aus, da die kreditgebenden Banken ihre Bankkredite immer wieder anpassen und gegeneinander ausspielen – und zwar deutlich zugunsten der Verbraucher.

Der Kreditrechner von smava zeigt’s: Wer regelmäßig vergleicht, spart bares Geld – das wiederum für ein schönes Extra verwendet werden kann.

 

Der notorische Pleitegeier

geld-typ

Foto: Romolo Tavani / fotolia.com

Beim notorischen Pleitegeier ist es nicht zwangsläufig so, dass er grundsätzlich kein Geld zur Verfügung hat bzw. über kein geregeltes Einkommen verfügt. Das es ist nicht sein Problem, sondern vielmehr das Ungleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben.

Der notorische Pleitegeier hat zwar ständig das Gefühl, dass das Einkommen nicht ausreicht, aber mit einem größeren Einkommen würde das Problem wohl eher nicht kleiner werden: Die Ausgaben würden entsprechend steigen, so dass es weiterhin ein Ungleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben geben würde.

Dem notorischen Pleitegeier bleibt also nichts anderes übrig, als mit den finanziellen Mitteln zurechtzukommen, die ihm zur Verfügung stehen und die privaten Finanzen in den Griff zu bekommen.

Was ihm immer wieder in die Quere kommt, ist das Vernachlässigen notwendiger Erledigungen, wie zum Beispiel der Zahlung von wirklich drängenden Rechnungen (die noch teurer werden, wenn z.B. Mahngebühren oben drauf kommen) oder auch die Nutzung der Hausbank-Kredite, obwohl der Pleitegeier ahnt, dass andere Banken deutlich günstigere Angebote haben.

Ein Vergleich ist dabei so einfach – und nimmt nur ein paar Minuten in Anspruch.

 

geld-quizDer smava-Tipp: Dass der Pleitegeier die Ein- und Ausgaben im Blick behalten sollte, ist ihm vermutlich nicht neu. Was Verbraucher, die immer wieder – oder sogar regelmäßig – im Dispo „hängen“, allerdings öfters nicht wissen, ist, dass es die Möglichkeit einer Umschuldung gibt. Legen Sie beispielsweise den teuren Dispokredit (Überziehungskredit) auf einen günstigen Ratenkredit um! Hier sind beachtliche Einsparungen möglich – und zwar Monat für Monat.

Was für den „Finanzminister“ eine Selbstverständlichkeit ist, ist für den Pleitegeier womöglich Neuland: die Einrichtung eines Extra-Kontos für die vielen kleinen regelmäßigen und unregelmäßigen Ausgaben. So behalten Sie nicht nur den Überblick, sondern haben zugleich immer ein finanzielles Polster, wenn zum Beispiel eine Quartalsrechnung ins Haus steht.

Richten Sie ein Extra-Konto ein (z.B. ein Tagesgeldkonto) und bilden monatliche Rücklagen für die laufenden Kosten wie zum Beispiel die Reparatur des Autos, die Quartalsrechnungen für Kfz-Versicherung oder Vereinsmitgliedschaften. Ein paar Euro reichen hier manchmal schon aus.

Ein Extra-Konto einzurichten und mit Daueraufträgen zu bestücken muss man lediglich einmal erledigen – und hat einen nachhaltig positiven Effekt. So behalten Sie nicht nur den Überblick, sondern können die Ausgaben auch immer problemlos begleichen.