zuletzt aktualisiert am 12.01.2026

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Januar 2026:
Hier sehen Sie wie viele Volljährige in Deutschland aktuell ihr Konto überziehen. Die Kontoüberziehung erfolgt im Regelfall per Dispokredit. Hier finden Sie weitere Umfrageergebnisse.
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Fragestellung:
Welche Aussage trifft derzeit auf den Stand Ihres Girokontos zu?
Antwortmöglichkeiten:
Mein Konto ist im Plus; bis 250 Euro im Minus; 251 – 500 Euro im Minus; 501 – 750 Euro im Minus; 751 – 1.000 Euro im Minus; 1.001 – 1.500 Euro im Minus; 1.501 – 2.000 Euro im Minus; über 2.000 Euro im Minus; weiß nicht
Befragungsart & -institut:
Online-Befragung durch Meinungsforschungsinstitut Civey
Stichprobengröße:
Von Dezember 2021 bis 30.06.2025: 2.500 Personen ab 18 Jahren in Deutschland
Seit 01.07.2025: 5.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland
Repräsentativität:
Die gezeigten Umfrageergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des bei allen Umfragen auftretenden sogenannten statistischen Fehlers bei Gesamtergebnissen. Dieser Fehler beziffert eine mögliche Abweichung der Umfrageergebnisse von den Werten, die man erhalten würde, wenn man die Grundgesamtheit vor Ort befragen und auszählen würde. Bei den hier präsentierten Umfrageergebnissen ist die mögliche Abweichung nach unten oder nach oben niedrig (siehe statistischer Fehler), wobei kleinere Abweichungen wahrscheinlicher sind als größere.
Statistischer Fehler:
Bis 30.06.2025: 3,5 Prozentpunkte beim Gesamtergebnis
Seit 01.07.2025: 2,5 Prozentpunkte beim Gesamtergebnis
TAGESAKTUELLER GIROKONTOSTAND
So viele Erwachsene in Deutschland haben aktuell ein Guthaben auf dem Girkokonto, sind im Kontominus oder kennen ihren Girokontostand nicht.
Hier erfahren Sie, wie teuer die Kontoüberziehung per Dispokredit im Schnitt in Deutschland, in den einzelnen Bundesländern und in Ihrem Postleitzahlen-Gebiet ist. Darüber hinaus können Sie nach Ihrer Bank suchen, um den Dispozinssatz Ihrer Bank zu erfahren.
Das Konto per Dispokredit zu überziehen, kostet aktuell deutschlandweit im Schnitt 11,30 Prozent Zinsen.*
Beispielrechnung:
Mit einem Dispozins von 11,30 Prozent kostet eine Kontoüberziehung mit 2.500 Euro für einen Monat 23,54 Euro Dispozinsen.* Für 6 Monate im Dispo fallen 143,60 Euro, für ein Jahr schon 286,42 Euro Dispozinsen an.
DISPOZINS-UPDATE
Auf Wunsch senden wir Ihnen kostenfrei jeden Monat einen Hinweis sobald die Zinsdaten aktualisiert sind.
Die Zinsen für Dispokredite unterscheiden sich je nach Bundesland.
In Nordrhein-Westfalen sind die Dispozinsen aktuell mit 11,67 Prozent im Schnitt am höchsten.* In Berlin liegen die Dispozinsen im Schnitt bei 10,16 Prozent und sind damit am günstigsten.*
Beispielrechnung:
In Nordrhein-Westfalen kostet ein Dispokredit über 2.500 Euro für ein Jahr bei einem Dispozins von 11,65 Prozent im Schnitt 295,30 Euro Dispozinsen.*
Zum Vergleich:
In Berlin kostet ein Dispokredit über 2.500 Euro für ein Jahr bei einem Dispozins von 10,16 Prozent im Schnitt 257,53 Euro Dispozinsen.*
Hier können Sie sehen, wie hoch der Zinssatz für Dispokredite aktuell in Ihrer Postleitzahlen-Region im Schnitt ist:
Geben Sie im Suchfeld in der untenstehenden Tabelle den Namen Ihrer Bank ein und Sie sehen den Dispozins, den Ihre Bank aktuell für eine Kontoüberziehung per Dispokredit berechnet.
Viele Banken koppeln ihren Dispozinssatz und ihren Zinssatz für geduldete Überziehungen an einen Referenzzinssatz wie den Hauptrefinanzierungszinssatz der EZB, den Spitzenrefinanzierungszinssatz der EZB oder den 3-Monats-Euribor.
Werden diese Zinssätze angehoben, steigen in vielen Fällen auch die Zinssätze für den Dispokredit und die geduldete Überziehung.
Andersrum gilt das auch: Sinken die Referenzzinssätze (Hauptrefinanzierungszinssatz, Spitzenrefinanzierungszinssatz oder 3-Monats-Euribor) werden bei vielen Banken Dispokredit und geduldete Überziehung günstiger.
Für eine Veränderung des Dispozinssatzes gelten aber oft die Referenzzinssätze zu einem bestimmten Stichtag. Dieser kann quartalsweise oder halbjährlich sein. Viele Banken passen den Zinssatz für Dispokredite oder die geduldete Überziehung also zeitlich versetzt an.
Da der Hauptrefinanzierungszinssatz und Spitzenrefinanzierungszinssatz der EZB und der 3-Monats-Euribor seit Anfang 2025 deutlich gesunken sind, ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Monaten noch einige Banken die Zinssätze für Dispokredite und die geduldete Überziehung senken werden.
Dispozinssätze von 9,43 Prozent (3), wie sie vorkamen, als der Leitzins bei 0 Prozent lag (4), wird es in nächster Zeit wohl nicht geben. Der Dispokredit und die geduldete Überziehung werden auch zukünftig sehr wahrscheinlich teurer bleiben als z. B. ein Ratenkredit.
Die Zinssätze für Dispokredite sind vergleichsweise hoch, weil die Bank mit der Bereitstellung eines Dispokredites ein größeres Risiko eingeht als bei anderen Krediten. Dafür gibt es drei Hauptgründe:
Wird das Konto ohne vereinbarten Dispokredit überzogen, oder wird der vereinbarte Dispokredit überschritten, gilt das als geduldete Überziehung. Eine geduldete Überziehung ist in der Regel nicht mit der Bank vereinbart und verstößt gegen die AGB. Denn in den AGB der Banken ist in der Regel festgelegt, dass ein Kontoinhaber das Konto oder den eingeräumten Dispokredit nicht überziehen darf. Passiert das dennoch, lässt sich die Bank die geduldete Überziehung mit hohen Zinssätzen von aktuell durchschnittlich 13,07 Prozent bezahlen.*
Sobald das Konto ins Minus rutscht, berechnet die Bank taggenau Zinsen auf den überzogenen Betrag – entweder zum vereinbarten Dispozinssatz oder, bei Überschreiten des Disporahmens, zum meist noch höheren Zinssatz für geduldete Überziehungen. Für jeden Tag im Minus wird der offene Überziehungsbetrag mit dem jährlichen Zinssatz multipliziert und anschließend in Deutschland üblicherweise durch 360 Tage geteilt – die gängige Formel lautet Kosten für Kontoüberziehung = Saldo × Zinssatz × Tage / (360 × 100). Je nach Bank werden die fälligen Zinsen monatlich oder quartalsweise vom Konto abgebucht. Ab dem Zeitpunkt können Zinseszinsen für die Kontoüberziehung anfallen.
Beispielrechnung: Dispozinsen bei unterschiedlicher Nutzungsdauer
| Laufzeit | 1 Monat | 6 Monate | 12 Monate |
| Überziehungsbetrag | 2.500 € | 2.500 € | 2.500 € |
| Zinssatz | 11,30 %* | 11,30 %* | 11,30 %* |
| Dispozinsen | 23,54 € | 143,60 € | 286,42 € |
Die Zinssätze für Dispokredite sind bei vielen Banken abhängig von Referenzzinssätzen wie dem Hauptrefinanzierungszinssatz oder dem Spitzenrefinanzierungszinssatz der EZB oder dem 3-Monats-Euribor. Ändern sich diese Zinssätze, kann auch der Zinssatz für den Dispokredit sinken oder steigen. Die Bank informiert in aller Regel im Vorfeld über eine Änderung der Überziehungszinsen. Abhängig von der Höhe des Dispos reicht die Frist aber möglicherweise nicht, um das Konto rechtzeitig auszugleichen.
Wer seinen Dispokredit über ein Jahr lang mit 2.500 Euro nutzt, zahlt dafür im Schnitt knapp 180 Euro mehr Zinsen als für einen Ratenkredit.
Beispielrechnungen: Kontoüberziehung vs. Ratenkredit für 1 Jahr
| Dispokredit | geduldete Überziehung** | Ratenkredit | |
| Kreditbetrag | 2.500 € | 2.500 € | 2.500 € |
| Zinssatz | 11,30 %* | 13,07 %* | 8,43 % (2) |
| Zinskosten | 286,42 € | 331,29 € | 111,33 € |
**Hinweis: Die Berechnung der Zinskosten der geduldeten Überziehung ist nur hypothetisch, um die Höhe der Zinsen für die geduldete Überziehung zu veranschaulichen. Tatsächlich muss eine geduldete Überziehung oft in wenigen Wochen zurückgezahlt werden und wäre für die Laufzeit eines Jahres keine Option.
Ein Ratenkredit ist eine Alternative zum Dispokredit, weil ein Ratenkredit oftmals mit günstigeren Zinsen, festem Zinssatz und geregelter Rückzahlung verbunden ist.
Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, bei einer längerfristigen und erheblichen Nutzung des Dispokredits aktiv zu werden. Wenn ein Konto über einen Zeitraum von sechs Monaten zu durchschnittlich mehr als 75 Prozent des eingeräumten Kreditrahmens überzogen ist, muss die Bank dem Kunden ein Beratungsgespräch anbieten. Es besteht das Risiko, dass der Dispokredit gekündigt oder reduziert wird, wenn keine Rückzahlung erfolgt. In manchen Fällen bietet die Bank eine Umschuldung auf einen Ratenkredit an.
Ist absehbar, dass die Disporückzahlung länger dauern wird, kann die Umschuldung zu einem Ratenkredit sinnvoll sein. Ratenkredite kosten laut Bundesbank im Schnitt rund 8 Prozent (2) und sind damit günstiger als viele Dispokredite, die im Schnitt rund 11,5 Prozent kosten*. Beim Ratenkredit wird monatlich ein Teil der Schulden zurückgezahlt. Das heißt, nach Ende der Laufzeit ist man schuldenfrei.
Kreditinstitute unterscheiden zwei Arten der Kontoüberziehung:
Dispokredit
Der Dispokredit (auch eingeräumte Überziehung genannt) ist ein Kreditrahmen, den die Bank einem Kunden einräumt. Der Kontoinhaber kann das Konto bis zu einem vorher vereinbarten Betrag überziehen und zahlt dafür in der Regel Dispozinsen.
Geduldete Überziehung
Von einer geduldeten Überziehung ist die Rede, wenn ein Konto ohne Dispokredit überzogen wird oder wenn die vereinbarte Höhe des Dispokredits überschritten wird. Für die geduldete Überziehung fallen in der Regel deutlich höhere Überziehungszinsen an als für den Dispo.
In den Geschäftsbedingungen der Banken ist für gewöhnlich festgelegt, dass das Konto nur mit Dispokredit überzogen werden darf. Eine geduldete Überziehung ist kein vorgesehener Kreditrahmen. Daher ist meist schon in den AGB festgelegt, dass die geduldete Überziehung innerhalb kurzer Zeit (z. B. 2 Wochen) zurückgezahlt werden muss.
(1) © Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht / www.bafin.de
Seit Juli 2025 stammen die hier gezeigten Zinssätze für Dispokredite und geduldete Überziehung von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). In Deutschland aktive Banken melden der BaFin ihre Zinsdaten. Die BaFin sammelt diese Daten und stellt sie Verbrauchern zur Verfügung. Die hier gezeigten Zinsdaten werden jeweils am ersten Werktag des aktuellen Monats erhoben. (Stand: 02.01.2026)
(2) Bundesbank: Zinssatz für neu abgeschlossene Konsumentenkredite. Die Daten werden monatlich aktualisiert. Es wird jeweils der letzte öffentlich verfügbare Datenstand genutzt. (Stand: 11/2025)
(3) Stiftung Warentest – Finanztest: Bis Juni 2025 stammen die Zinssätze für Dispokredite von der Stiftung Warentest – Finanztest.
(4) Bundesbank: Zinssatz der EZB für Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Stand: 12/2025)
*) Die Auswertung und die Darstellung der verwendeten Zinsdaten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), sowie die Berechnung der Durchschnittswerte erfolgt durch das Finanzvergleichsportal www.smava.de. (Stand: 02.01.2026)