Die Girokontostände der Erwachsenen in Deutschland gehen aktuell weit auseinander: Knapp jeder fünfte Erwachsene (19,2 %) hat 500 Euro oder weniger Guthaben auf dem Girokonto. Gleichzeitig hat jeder Achte (13,0 %) mehr als 10.000 Euro auf dem Girokonto. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Finanzvergleichsportals smava. (1) Die Girokontostände gehen demnach noch stärker auseinander als 2025 in einer vergleichbaren Untersuchung. (2)
Nur rund 19 Prozent der über 6.500 Girokontomodelle in Deutschland bieten eine Guthabenverzinsung an. (3) Sie liegt mit im Schnitt 0,61 Prozent deutlich unter der Inflationsrate und ist zudem in vielen Fällen an Bedingungen geknüpft. (3; 4) Daher ist es ratsam, nur so viel Geld auf dem Girokonto zu haben, dass es nicht ins Minus gerät. Die empfohlene Notreserve von zwei bis drei Monatsgehältern ist auf einem Tagesgeldkonto häufig besser aufgehoben. Dort wird die Reserve im besten Fall immerhin mit im Schnitt 1,9 Prozent verzinst und ist im Notfall trotzdem schnell verfügbar. (5) Kreditnehmer*innen, die über die Notreserve hinaus Geld zur Verfügung haben, profitieren in der Regel von Kredit-Sondertilgungen mehr als von Tagesgeldanlagen. Ein Rechenbeispiel:
Wer im letzten Jahr einen Kredit mit 6 Jahren Laufzeit abgeschlossen hat, zahlt laut Bundesbank im Schnitt 8,62 Prozent Zinsen. (6) Wer jetzt eine Sondertilgung in Höhe von 5.000 Euro vornimmt, spart rund 2.100 Euro Kreditzinsen. (7) Kreditnehmer*innen, die die 5.000 Euro stattdessen 5 Jahre lang auf ein Tagesgeldkonto legen, würden im besten Fall 505,14 Euro Zinsen bekommen (Festgeld über 5 Jahre: 729,15 €). Das wären rund 1.400 bis 1.600 Euro weniger, als sie durch eine Sondertilgung sparen würden. (8)
| Kreditzins-Ersparnis durch 5.000 € Sondertilgung | Rendite durch 5.000 € Festgeldanlage zu 2,76 % | Rendite durch 5.000 € Tagesgeldanlage zu 1,90 % | |
|---|---|---|---|
| Ersparnis / Rendite über 5 Jahre Laufzeit | 2.122,46 € | 729,15 € | 505,14 € |
Kontostand in Berlin am häufigsten über 10.000 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern am häufigsten höchstens 500 Euro
Am häufigsten knackt aktuell der Kontostand der Berliner*innen die 10.000 Euro-Marke. Fast jede*r sechste Berliner*in (15,8 %) hat über 10.000 auf dem Girokonto. Es folgen Schleswig-Holsteiner*innen (14,6 %) und Bremer*innen (14,5 %). (1)
Höchstens 500 Euro haben am häufigsten Erwachsene in Mecklenburg-Vorpommern (31,5 %) auf dem Konto, gefolgt von Erwachsenen in Sachsen-Anhalt (26,6 %) und Brandenburg (26,0 %). (1)
Die Werte aus dem Vorjahr finden Sie hier.
Vor allem 18- bis 29-Jährige haben ein prall gefülltes Girokonto
Rund ein Viertel der 18- bis 29-Jährigen (25,9 %) hat mehr als 10.000 Euro auf dem Girokonto. Ein hoher Kontostand kommt damit bei jungen Erwachsenen mehr als doppelt so häufig vor wie bei den 40- bis 49-Jährigen (12,3 %), 50- bis 64-Jährigen (10,1 %) und den über 65-Jährigen (12,7 %). (1)
Die Werte aus dem Vorjahr finden Sie hier.
Beamte haben mehr als doppelt so oft wie Angestellte und Arbeiter über 10.000 Euro auf dem Girokonto
Beamte haben am häufigsten über 10.000 Euro auf dem Girokonto (25,6 %). Angestellte haben am häufigsten höchstens 500 Euro auf ihrem Girokonto (19,3 %). (1)
Familienstand wirkt sich auf Girokontostand aus
Ledige Erwachsene haben etwas häufiger über 10.000 Euro auf ihrem Girokonto (14,7 %) als verheiratete und geschiedene. Letztere haben am häufigsten höchstens 500 Euro auf ihrem Girokonto (24,9 %). (1)
Die Werte aus dem Vorjahr finden Sie hier.
Datenquellen
(1) smava & Civey: Die verwendeten Daten stammen aus einer Befragung für die die Civey GmbH im Auftrag der smava GmbH vom 01.06.26 bis 03.06.26 mehr als 5.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland zu ihrem aktuellen Girokontostand befragt hat.
Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ für Volljährige in Deutschland. Wie bei jeder Befragung kann es Abweichungen zu den tatsächlichen Werten in der Grundgesamtheit geben. In diesem Fall ist eine mögliche Abweichung nach unten oder oben niedrig. Die Unsicherheit beträgt 2,5 Prozentpunkte beim Gesamtergebnis (statistischer Fehler), wobei kleinere Abweichungen wahrscheinlicher sind als größere.
Es handelt sich um eine eigenständige Umfrage, die getrennt und unabhängig von smavas Dauerumfrage zum Girokontostand durchgeführt wurde. Aus diesem Grund sind die Ergebnisse beider Umfragen nicht unmittelbar vergleichbar.
(2) smava: Jede*r Neunte hat über 10.000 Euro auf dem Girokonto (Stand: 06/2025)
(3) smava & Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin): Die Daten zur Guthabenverzinsung stammen von der BaFin, einsehbar unter https://kontenvergleich.bafin.de/de. smava hat die Kontobedingungen und Guthabenzinsen von 6571 Girokontomodellen ausgewertet. (Stand: 11.06.2026)
(4) Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im Mai 2026; abgerufen unter: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/06/PD26_199_611.html (Stand: 12.06.2026)
(5) Stiftung Warentest:
Finanzen 02/2026: Top-25-Festgeld-Angebote; Top-20-Tagesgeldkonten, Seite 48-49 (Stand: 21.01.2026)
Finanzen 03/2026: Top-25-Festgeld-Angebote; Top-20-Tagesgeldkonten, Seite 50-51 (Stand: 18.02.2026)
Finanzen 04/2026: Top-25-Festgeld-Angebote; Top-20-Tagesgeldkonten, Seite 48-49 (Stand: 18.03.2026)
Finanzen 05/2026: Top-25-Festgeld-Angebote; Top-20-Tagesgeldkonten, Seite 46-47 (Stand: 22.04.2026)
Finanzen 06/2026: Top-25-Festgeld-Angebote; Top-20-Tagesgeldkonten, Seite 44-45 (Stand: 20.05.2026)
(6) Deutsche Bundesbank: MFI-Zinsstatistik; Zinssätze und Volumina für das Neugeschäft der deutschen Banken / Konsumentenkredite an private Haushalte verwendet wurden die Daten für Januar bis Dezember 2025 für Konsumentenkredite mit einer anfänglichen Zinsbindung von über 5 Jahren. (Stand: 04/2026)
(7) smava: Für die Beispielrechnung wurde angenommen, dass ein üblicher Kredit über einen Kreditbetrag von 25.000 Euro zu einem in 2025 durchschnittlichen Zinssatz von 8,62 Prozent mit einer üblichen Laufzeit von 6 Jahren aufgenommen wurde. Weiterhin wurde eine Sondertilgung von 5.000 Euro im 13. Monat der Laufzeit angenommen. Dadurch reduziert sich die Zinslast um 2.122,46 Euro. Berechnung erfolgte durch smava.
(8) Für die Berechnung der Zinsen durch Tagesgeldanlagen wurde angenommen, dass 5.000 Euro zu einem durchschnittlichen Tagesgeld-Zinssatz von 1,9 Prozent (Ø für Januar bis Mai 2026 vgl. (5)) mit Zinseszins und einer monatlichen Zinsperiode für 5 Jahre angelegt werden.
Für die Berechnung der Zinsen durch eine Festgeldanlage wurde angenommen, dass 5.000 Euro zu einem durchschnittlichen Festgeld-Zinssatz für Laufzeiten von 5 Jahren von 2,76 Prozent (Ø für Januar bis Mai 2026 vgl. (5)) mit Zinsansammlung angelegt werden.
Über smava
Die smava GmbH (kurz: smava) ist ein Finanzunternehmen, das auf günstige Finanzierungen spezialisiert ist. Egal ob Kredit, Autokredit, Immobilienkredit oder andere Finanzierungen, smava vergleicht seit 2007 für Verbraucher Angebote zahlreicher Anbieter auf dem Finanzvergleichsportal www.smava.de.
Verglichen werden Angebote von bundesweit aktiven bis hin zu regional aktiven Banken und Kreditvergabepartnern. Dazu zählen u. a. Commerzbank, Deutsche Bank, DKB, ING, Norisbank, Postbank, Santander, Targobank und die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank.
Das Geschäftsmodell der smava GmbH zahlt sich für alle Beteiligten aus: Verbraucher können über smava günstige Finanzierungen abschließen. Banken gewinnen durch smava neue Kunden. Die smava GmbH erhält nach erfolgreichem Kreditabschluss eine Provision vom Anbieter.
smava wurde 2007 von Alexander Artopé und Eckart Vierkant als erster digitaler Kreditmarktplatz in Deutschland gestartet. Ziel von smava ist es, den Kreditmarkt transparent und fair zu machen, um Verbrauchern einen Zugang zu günstigen Finanzierungen wie Krediten zu ermöglichen. Dafür kombiniert smava Finanz- mit Technologie-Know-how (FinTech).
Seit 2007 gilt smava deshalb in Deutschland als FinTech-Pionier, der maßgeblich zur Digitalisierung der Kreditvergabe in Deutschland beiträgt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Berlin. Die smava GmbH beschäftigt Mitarbeitende aus rund 50 verschiedenen Nationen in Bereichen wie Kreditberatung, Produktentwicklung, Software Engineering, Data Analytics, Marketing und vielen anderen.
Geführt wird die smava GmbH von Alexander Artopé (CEO), David Vangeison (COO), Markus Schruth (CCO) und Özlem Arslan (CPO). 2021 hat die smava GmbH den einstigen Wettbewerber die FFG FINANZCHECK Finanzportale GmbH und das dazugehörige Finanzvergleichsportal https://www.finanzcheck.de zu 100 Prozent übernommen. Beide Portale werden unter dem Dach der smava GmbH unabhängig voneinander betrieben.