Im Schnitt starten 10,9% mit einem Kontominus ins neue Jahr – Lebenshaltungskosten sind der häufigste Grund

23. Januar 2026
  • Ein Drittel der Kontoüberzieher*innen ist mit über 2.000 € im Minus
  • Haushalte mit Kindern sind häufiger und stärker im Kontominus
  • Schleswig-Holsteiner*innen überziehen ihr Konto am häufigsten
  • Männer kennen doppelt so häufig wie Frauen den Grund für ihr Kontominus nicht
  • Kontoüberziehung per Dispo kostet aktuell im Schnitt 11,30 % Zinsen

Eine bevölkerungsrepräsentative Befragung des Finanzvergleichsportals smava zeigt: Im Schnitt startet fast jede*r neunte Erwachsene (10,9 %) in Deutschland mit einem überzogenen Konto ins Jahr 2026. (1) Ein Drittel der Kontoüberzieher*innen (33,9 %) ist mit über 2.000 Euro im Minus. Die Hauptursache sind Lebenshaltungskosten (z. B. Miete, Essen) (27,7 %) gefolgt von jährlichen Rechnungen (z. B. für Versicherungen) (13,5 %) sowie ungeplante Kosten (z. B. für Reparaturen) (11,2 %). (2) Wer das Konto per Dispokredit überzieht, zahlt dafür nach Berechnungen von smava im Bundesdurchschnitt 11,30 Prozent Zinsen. (3)

„Der Dispo ist dafür da, kurzfristige finanzielle Engpässe zu überbrücken. Er ist keine längerfristige Lösung. Je kürzer die Überziehung, desto geringer sind die Kosten. Für Menschen, die das Konto nach kurzer Zeit wieder ausgleichen können, bedeuten Dispozinsen unnötige Kosten. Es ist aber kein größeres Problem.

Wer mehrere Monate brauchen wird, um das Konto auszugleichen, kann durch eine Umschuldung auf einen Ratenkredit Zinsen sparen. Ratenkredite sind im Schnitt rund 25 Prozent günstiger (4) als ein Dispo (3) und bieten zudem einen geregelten Schuldenabbau. Für alle, die über lange Zeit, vielleicht sogar dauerhaft im Kontominus sind, kann eine Umschuldung auch sinnvoll sein. Sie reicht aber unter Umständen nicht aus, weil offensichtlich dauerhaft mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird. Betroffene sollten das entweder allein oder mit Hilfe einer Schuldnerberatung ändern. Auch wenn der Dispo leicht verfügbar ist, geht es um ernstzunehmende Schulden, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte“, sagt Alexander Artopé, CEO des Finanzvergleichsportals smava. 

Weitere Umfrageergebnisse inkl. tagesaktueller Übersicht: https://www.smava.de/presse/kontoueberziehung-dispo-zinsen/

Dispozinsen: So viel zahle ich in meinem Bundesland, in meiner PLZ-Region und bei meiner Bank: https://www.smava.de/presse/dispozinsen/ 

6 % mehr Kontoüberziehungen als im Januar 2026

Lebenshaltungskosten sind der häufigste Grund für eine Kontoüberziehung

Schleswig-Holsteiner*innen überziehen ihr Konto aktuell am häufigsten

In Schleswig-Holstein überziehen die Erwachsenen aktuell am häufigsten ihr Konto (13,6 %). Die wenigsten Kontoüberziehungen gibt es zum Jahresanfang in Mecklenburg-Vorpommern (7 %). (1)

In allen Bundesländern sind die Lebenshaltungskosten der häufigste Grund für die Kontoüberziehung. (2) Allerdings gibt es dabei sehr große Unterschiede: In Schleswig-Holstein werden Girokonten am seltensten wegen Lebenshaltungskosten überzogen (17,7 %), im Saarland am häufigsten (43,4 %). (2)

Weitere Details zur Situation in den einzelnen Bundesländern finden Sie in der Grafik:

So viel kosten Dispokredite im Schnitt in den einzelnen Bundesländern und Postleitzahlen-Gebieten: https://www.smava.de/presse/dispozinsen/ 

Frauen überziehen Konto häufiger für Lebenshaltungskosten, Männer für jährliche Abbuchungen z.B. für Versicherungen

Frauen und Männer überziehen ihr Konto gleich häufig (Männer 10,7 % | Frauen 10,9 %), allerdings aus unterschiedlichen Gründen. (1) (2) Frauen überziehen ihr Konto deutlich häufiger für Lebenshaltungskosten wie Miete, Essen oder Mobilität (Männer 23,5 % | Frauen 33,2 %). (2) Gleiches gilt für Geschenke und Ausgaben rund um Weihnachten und Silvester (Männer 5,3 % | Frauen 10,40 %). Männer hingegen sind deutlich häufiger wegen jährlicher Abbuchungen wie von Versicherungen im Kontominus (Männer 16,2 % | Frauen 10,0 %). Zudem kennen Männer doppelt so häufig wie Frauen den Grund für ihre Kontoüberziehung nicht (Männer 13,4 % | Frauen 6,3 %).

Haushalte mit Kindern im Januar fast dreimal so häufig wegen Weihnachtsausgaben im Minus

Haushalte mit Kindern sind zum Jahresanfang nicht nur häufiger im Kontominus (Haushalte mit Kindern: 12,9 % | Haushalte ohne Kinder: 10,0 %). (1) Sie überziehen das Konto oft auch stärker. 

Die Hauptgründe dafür sind aktuell neben Lebenshaltungskosten (22,6 %) auch jährliche Abbuchungen, von z. B. Versicherungen (20,0 %). (2) Haushalte mit Kindern überziehen zum Jahresanfang fast dreimal so häufig das Konto aufgrund von Geschenken und Ausgaben rund um Weihnachten und Silvester (15,9 %) wie Haushalte ohne Kinder (5,4 %).

Datenquellen

(1) smava & Civey: Die verwendeten Daten stammen aus einer Befragung für die die Civey GmbH im Auftrag der smava GmbH fortlaufend seit Dezember 2021 zunächst mehr als 2.500 Personen, seit Juli 2025 5.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland zu ihrem aktuellen Girokontostand befragt (Stand: 02.01.2026). Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ für Volljährige in Deutschland. Wie bei jeder Befragung kann es Abweichungen zu den tatsächlichen Werten in der Grundgesamtheit geben. In diesem Fall ist eine mögliche Abweichung nach unten oder oben niedrig. Die Unsicherheit beträgt 2,5 Prozentpunkte beim Gesamtergebnis (statistischer Fehler), wobei kleinere Abweichungen wahrscheinlicher sind als größere.

Mehr Informationen: https://www.smava.de/presse/kontoueberziehung-dispo-zinsen/ 

(2) smava & Civey: Die verwendeten Daten stammen aus einer Befragung für die die Civey GmbH im Auftrag der smava GmbH vom 19.12.25 bis 04.01.26 1.500 Personen ab 18 Jahren in Deutschland nach dem Hauptgrund für ihre Kontoüberziehung befragt hat. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ für Volljährige in Deutschland. Wie bei jeder Befragung kann es Abweichungen zu den tatsächlichen Werten in der Grundgesamtheit geben. In diesem Fall beträgt eine mögliche Abweichung nach unten oder oben 5,4 Prozentpunkte beim Gesamtergebnis (statistischer Fehler), wobei kleinere Abweichungen wahrscheinlicher sind als größere.

(3) Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) & smava: Die Zinsdaten stammen von der BaFin, einsehbar unter www.bafin.de. Die Auswertung und Visualisierung erfolgt durch smava. (Stand: 02.01.2026)

(4) Bundesbank: Zinssatz für neu abgeschlossene Konsumentenkredite (Stand: 11/2025), zuletzt abgerufen am 04.01.2026

Über smava

Die smava GmbH (kurz: smava) ist ein Finanzunternehmen, das auf günstige Finanzierungen spezialisiert ist. Egal ob Kredit, Autokredit, Immobilienkredit oder andere Finanzierungen, smava vergleicht seit 2007 für Verbraucher Angebote zahlreicher Anbieter auf dem Finanzvergleichsportal www.smava.de.

Verglichen werden Angebote von bundesweit aktiven bis hin zu regional aktiven Banken und Kreditvergabepartnern. Dazu zählen u. a. Commerzbank, Deutsche Bank, DKB, ING, Norisbank, Postbank, Santander, Targobank und die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank.

Das Geschäftsmodell der smava GmbH zahlt sich für alle Beteiligten aus: Verbraucher können über smava günstige Finanzierungen abschließen. Banken gewinnen durch smava neue Kunden. Die smava GmbH erhält nach erfolgreichem Kreditabschluss eine Provision vom Anbieter.

smava wurde 2007 von Alexander Artopé und Eckart Vierkant als erster digitaler Kreditmarktplatz in Deutschland gestartet. Ziel von smava ist es, den Kreditmarkt transparent und fair zu machen, um Verbrauchern einen Zugang zu günstigen Finanzierungen wie Krediten zu ermöglichen. Dafür kombiniert smava Finanz- mit Technologie-Know-how (FinTech).

Seit 2007 gilt smava deshalb in Deutschland als FinTech-Pionier, der maßgeblich zur Digitalisierung der Kreditvergabe in Deutschland beiträgt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Berlin. Die smava GmbH beschäftigt Mitarbeitende aus rund 50 verschiedenen Nationen in Bereichen wie Kreditberatung, Produktentwicklung, Software Engineering, Data Analytics, Marketing und vielen anderen.

Geführt wird die smava GmbH von Alexander Artopé (CEO), David Vangeison (COO), Markus Schruth (CCO) und Özlem Arslan (CPO). 2021 hat die smava GmbH den einstigen Wettbewerber die FFG FINANZCHECK Finanzportale GmbH und das dazugehörige Finanzvergleichsportal https://www.finanzcheck.de zu 100 Prozent übernommen. Beide Portale werden unter dem Dach der smava GmbH unabhängig voneinander betrieben.